Revolutionär Sozialistische Organisation

"Wir kriegen keine Luft!"

Montag 15. Dezember 2014

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Der Zugfunke - 11. Dezember 2014
Flugblatt

Wer lügt?

Personalchef Zylkas „Demographiemonitor“ zeigt bald nur noch Fehlermeldungen, denn die erschreckend geringe Zahl an Azubis ist für etwas Rationales wie einen Computer nicht nachvollziehbar. Grund genug für die „Führungskräfte“ sich rauszure­den... Die einen behaupten, dass sich nicht genug für eine Ausbildung bewerben, die anderen, die Bewerber seien nicht qualifiziert genug und die Jugendlichen heutzutage würden keine 3 Jahre Lehre wollen. Wer lügt: Führungskraft A oder Führungskraft A? Denn qualifiziert genug zu sein, um gelehrt zu werden, liegt nicht am Schulabschluss, sondern was die DB in der Ausbildung draus macht. Statt Ausreden sollten sie lieber mal mehr als nur ein Apfel und ein Ei in der Ausbildung bezahlen und die Jungen nicht hinterher durch die Lande jagen.

Sprung in der Platte

„Die Wahrheit des Marktes ist…, die Sichtweise des Marktes wäre…, vom Markt her betrachtet…“, die Prediger aus den Plüschetagen der DB verpassen keine Gelegenheit, ihre Religion zu verkünden. Es ist, als wäre der Markt eine vierte Dimension, ein göttlicher Zauber, dem sich niemand entziehen könn­te.

Vor gut 20 Jahren bereiteten die Prediger der Privati­sierung in der „Regierungskommission Bahn“ das „Naturereignis“ Bahnreform vor. Sie kamen aus den Aufsichtsräten von VW, der Deutschen Bank, Shell und den Beiräten der Dresdner Bank. Der erste Bahnchef Dürr war vorher Vorstandsmitglied von Daimler Benz und saß im Verwaltungsrat der Dresdner Bank. Die Reform war die Geburtsstunde dieses Monsters, geschaffen um Steuergelder zu fressen und Gewinne auszuschwitzen.

Und damit das so bleibt, soll durch den ewigen Singsang unter uns Angst geschürt werden, dass er­träglichere Schichten, weniger Arbeitszeit und höhere Löhne nicht möglich wären, denn der „Markt zwingt uns dazu“. Wer sich nicht daran hält, kommt... in die Hölle.

Reizthema

Nüscht klappt bei Regio... fast nüscht. Es wird sich von einem Ersatzkonzept zum nächsten gehangelt. Doch das liebste Thema aus den Chefbüros ist… die energiesparende Fahrweise!

Ok, sollen sie ihre Orchideen weiter gießen, aber uns sollen sie nicht die Ohren voll heulen, wenn die Karre wieder im Dreck steckt, von wegen wir müssten nun alle zusammen anpacken und so...

Freie Tage versenken

Wir sollen unseren Resturlaub aus diesem Jahr ins nicht funktionierende System eingeben. Aber nach welchem System? Die Pläne für nächstes Jahr sind noch nicht raus. Also spielen wir Schiffe versenken, wobei nur die S-Bahn die Position unserer Schichten kennt und uns hinterher erklären wird, warum es mit unseren Wünschen nichts wird?

Mal so’ne Idee

ZAT-FM kommt später, vermutlich sogar 9 Monate später, oder ... Noch nicht so lange her, da hieß es, alles sei in Sack und Tüten, Widerstand ist zwecklos. Die Briefe mit dem Datum des Wegfalls unserer Arbeitsplätze sind raus, unzählige sogenannter "Entwicklungsge­spräche" wurden bereits geführt. Jetzt schmeißen die S-Bahn-Manager ihre eigenen Pläne wieder um. Und wir sollen abwarten, was deren nächste Pläne mit uns sind. Derweil sollen wir ruhig weiterschuften? Das Management stellt alles in Frage... wir auch: Keine Aufsicht soll, darf und muss gehen!

Der Schlips auf dem Opferaltar

Im gleichen Tempo, in dem es mit dem Laden bergab geht, gewinnt der Schlips für die Teamleiter & Co KG an Bedeutung. Züge fahren? Nebensache! Hauptsache der Schlips sitzt.

Doch ein paar Minuten nötige Umkleidezeit haben diese Scheinwelt urplötzlich hinweggefegt! Dabei war noch nicht einmal sicher, ob das Socken Hochziehen zu Arbeitszeit werden kann.

Schon hat das Management die Notbremse gezogen und die UBK-Pflicht für Tfs gleich ganz abgeschafft. Und nu? Wo bleibt die Weisung? Geht jetzt Hawaii-Hemd mit Sonnenhut?

Grève, απεργία, huelga, sciopero, strike ...

.. nix da! Wenn‘s nach der CSU ginge, würde in allen Wohnzimmern nur noch deutsch gesprochen.

Selbstgeißelung der CSU? Oder Selbstüberschät­zung? Wo doch der CSU-Bayer an sich vieles kann, nur kein Hochdeutsch? Nein, diesen Vorschlag lehnen wir rundweg ab, haben wir doch im Herbst gerade erst angefangen, mit den Konzernen französisch zu reden!

Zero in immer neuer Verpackung

DB-Angebot an die EVG: 0+0x0-0=Null DB-Angebot an die GDL: 0-0+0x0=Null

Nur teilen geht nicht, denn was wir Bahner alle teilen, sind die gleichen Arbeitsbedingungen und die Kosten zum Leben. Deshalb: lassen wir uns nicht durch Nullen teilen, sondern lassen wir es auch nach Silvester gemein­sam richtig knallen, damit wir endlich auf unsere Kosten kommen.

Alle Jahre wieder…

fährt die Bahn auch an Weihnachten, Silvester und Neujahr. Das ist Arbeit. Der Zugfunke wünscht trotz­dem allen KollegInnen schöne Festtage! Die Damen und Herren aus der Chefetage sollten sich allerdings beeilen, ihre Hummerschwänze run­terzuschlucken und den Champus zu schlürfen, denn wenn unsere Forderungen nicht endlich erfüllt werden, gibt’s was in die Magen-Grube und die Zei­chen im Januar stehen wieder auf Streik!


Marx
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