Revolutionär Sozialistische Organisation

PEGIDA: Ergebnis der herrschenden Politik!

Freitag 9. Januar 2015

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Zugfunke - 7. Januar 2015 als pdf

Was passiert mit unseren Forderungen?

Am 18. 12. sprach die GDL-Führung von einem „Durchbruch im Tarifkonflikt“! Da denkt man doch, die DB hätte das, was uns wichtig ist, zum großen Teil erfüllt?! Von wegen! Der angebliche Durchbruch ist, dass die DB nun aus der Tarifeinheit keine Vorbedingung mehr macht. Aber inhaltlich ist noch nichts rumgekommen. Trotzdem hat die GDL-Spitze die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung halbiert und verhandelt jetzt nur noch um 38h.

Dabei wissen wir alle, wie dringend wir eine Arbeitsentlastung brauchen. Dafür haben wir gestreikt. Die Bahn ist bislang nicht bereit, irgendetwas anzubieten.

Deshalb ist es wichtig, den Druck wieder zu erhöhen und weitere Streiks vorzubereiten. Stattdessen spricht die GDL-Führung seit November von „Fortschritten“ und „Durchbrüchen“, die inhaltlich keine sind. Wenn wir unsere Forderungen wirklich ernst meinen, müssen wir das der DB zeigen. Sonst endet es wie 2007, wo auch viele, die gestreikt haben, am Ende mit dem Verhandlungsergebnis nicht zufrieden sein konnten.

3, 2, 1... Meins? – ...eher doch nicht!

Bieten kann man nicht nur auf Internetseiten, um alle möglichen, teils skurrilen Sachen zu kaufen. Denn die DB bietet auch per SMS auf die Überstunden ihrer Beschäftigten. Zum Hammerpreis von 3 € pro Überstunde bekommt man dort schon den Zuschlag.

Aber mal ernsthaft, was ist eigentlich schlimmer: dass wir statt der 3 € die Stunde lieber bei unseren Familien gesessen hätten, oder dass die DB auf absehbare Zeit nicht wirklich etwas gegen die Überstundenansammlungen unternehmen wird... Beides!

Deshalb sind auch die Streikforderungen so wichtig: 37-Stundenwoche! Nicht mehr als 50 Überstunden! Und entsprechende Neueinstellungen statt billiger Versuche, uns die Überstunden abzukaufen!

Lange Leine

Im Streik gab es viel Rätselraten, wie denn der Streik bei Schenker klappen würde. In Foren wurde von der bröckelnden Streikfront geschrieben. Keine Sorge! Privatbahner berichten, dass sich die Züge von der Oderbrücke bis nach Hannover an der Leine gestaut haben! Na also...

Betreutes Chaos

Nun soll sich mal einer beschweren, dass die DB sich nicht auf den Winter vorbereitet hätte! Die paar Weichen- und Signalstörungen… Oder dass die Talentschleuder eine halbe Stunde länger auf hundert Kilometer braucht. Oder dass in einem ICE-Flaggschiff ohne „gastronomisches Angebot“ die Zugbegleiter die Weisung bekommen, bei einer Verspätung von über 60 Minuten Freigetränke auszugeben. Ja, kein Problem – zum Glück hängen außen am Zug tausende Eiswürfel, die prima gelutscht werden können.

Spaltprodukt

Unter uns wird viel über die Spaltung in zwei konkurrierende Gewerkschaften diskutiert, trotz der vielen gemeinsamen Probleme. An der Basis ist der Zusammenhalt im „normalen“ Arbeitsleben auch viel größer, als es die Strukturen der Bahn zulassen sollen. Denn auch da sollen die Beschäftigten möglichst viel in Konkurrenz gesetzt werden und auch denken, dass es gar nicht anders ginge.

Warum können wir diesen Zusammenhalt nicht auch über Gewerkschaftsgrenzen hinweg zur Durchsetzung unserer Forderung nutzen? Ist doch egal, welche Gewerkschaftsfahne jemand trägt oder in welchem Geschäftsbereich er arbeitet. Es geht nicht darum, in zwei unterschiedlichen Organisationen zu sein, sondern dass wir uns verständigen und nicht immer der Konkurrenzlogik folgen, die sich in so manchem Gewerkschaftsbürokratenhirn eingebrannt hat.

Der Neue

Pofalla ist nun unter uns. Wir sagen: Danke. Laut 2-Sterne-Gerüchteküche im Bahntower soll er den Job ohne Bildungsgutschein vom Arbeitsamt bekommen haben! Das ist ja sonst quasi unmöglich. Ein echtes Talent also, ein Mann mit Format, der sich qualifiziert hat durch Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung (das nach Hausdurchsuchungen eingestellt wurde, natürlich…), verbale Attacken auf andere und „auf-Linie-bringen“ unwilliger Staatssekretäre, um die Milliardenumverteilungsmaschine S 21 am Laufen zu halten. Und die Familie sei ihm auch wichtig. Die „Politik-Wirtschaftsleute-Lobbyisten- Familie“ ist entzückt…

Weihnachten bei der DB? Geschenkt!

Die Idee, zu Weihnachten alkoholische Getränke an die Beschäftigten zu verteilen, ist sowieso schon recht geschmacklos. Aber ein Detail stößt manchen noch besonders süßsauer auf, weil es zeigt, wie viel am Gerede von „Wertschätzung“ dran ist: In den Büros wurde an alle gedacht, beim Fahrpersonal aber nur an diejenigen, die zufällig am „Heilignachmittag“ Dienstbeginn hatten… Ob die sich ihre Schicht dann schöntrinken sollten???


Marx
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