Revolutionär Sozialistische Organisation

Nach dem Wahlerfolg: zusammen weiter kämpfen!

Donnerstag 5. Februar 2015

Abwarten…

Letzte Woche Mittwoch war Richtfest für den Neubau in Mitte angesagt. Alles von Rang und Namen war da und sparte nicht mit Lob. Eine wirklich „grandiose Leistung“ so ein Neubau. Jaja, der Berliner kennt das ja schon vom BER und feiert lieber erst, wenn die Brandschutzbeauftragten mit der Visite durch sind. Nehmen wir sie doch mal beim Wort! Noch mehr Lob wurde bei der Vorstellung des Gesamtentwicklungsplanes der Charité beim Senat verteilt. Die Scheeres überschlug sich fast vor Begeisterung. Wenn man hier arbeitet lässt sich diese Begeisterung nur schwer nachvollziehen. Aber gut. Auf jeden Fall nutzte der Senat diesen Termin mal wieder, um Finanzierungszusagen zu machen. „Als Land stehen wir zu unserer Verantwortung für die Charité und werden auch in den nächsten Jahren alles dafür tun, dass die notwendigen Investitionsmaßnahmen Schritt für Schritt durchgeführt werden.“ Na dann mal her mit der Kohle!

Wo der Mindestlohn so bleibt…

Der gekündigte kaufmännische Leiter der medizinischen Fakultät hat vor Gericht eine Einigung mit der Charité erreicht. Die angeblichen Sonder- und Geheimkonten der Fakultät (welche es natürlich nicht gibt) sind dabei weniger interessant. Spannend ist dagegen, dass der werte Herr nun über 360.000 € von der Charité erhält. Solch stolze Summen kommen schnell zusammen bei einem monatlichen Gehalt von 12.500 € (!!!), einer Abfindung von 200.000 € und Bonuszahlungen von 50.000 €. Da bleibt einem doch glatt die Spucke weg, wenn man nebenbei die ganzen Diskussionen um den Mindestlohn mit läppischen 8,50 € verfolgt hat. Aber klar, bei den einen will man den Mindestlohn nicht zahlen, weil man angeblich die Arbeitszeiten für die Lohnabrechnung nicht dokumentieren kann und den anderen schmeißt man
- natürlich undokumentiert - das Geld hinterher…

Zusammenarbeiten Leute!

Neuste Neuigkeiten! Wissenschaftler der Charité, des Max-Planck-Instituts und der Universität Konstanz haben in einer STUDIE herausgefunden: Die Zusammenarbeit von Ärzten reduziert Diagnosefehler! Wahnsinn, wofür man alles Studien braucht…

Nerviger Rekord!

3714 Einsätze flog unser Christoph, also der Rettungshubschrauber des ADAC am CBF. Soviel wie noch nie. Schade nur, dass das auch 3714 Mal das Gefühl bedeutet, dass Christoph jeden Augenblick durchs Fenster ins Patientenzimmer einfliegt.

Ver.di reichts!

So steht es in einem kleinen Aufruf, sich zu organisieren. Riechen wir da schon ein wenig Streikluft? Ach! Das wäre dringend nötig, denn uns an der CFM reicht es schon lange!

Gesichert: unsichere Dienstpläne!

Mit der sog. Sicherung des Dienstplanes sind für die folgenden Wochen des Monats der Ort und die Zeit der Schichten festgelegt. Und man kann beginnen, seinen Alltag drum herum zu organisieren. So wäre es, wenn man nicht als Pflegekraft an der Charité arbeiten würde. Und wir reden hier nicht von unserem Einspringen aus dem Frei oder den Wechseln der Schichten, weil es besser für die Station passt. Wir reden hier von einigen selbstherrlichen Leitungen, die den Dienstplan nach ihrem Gutdünken ändern, ohne mit uns zu reden. Klar, das ist ja auch schön bequem und ganz nebenbei schafft man auch noch Unfrieden unter den KollegInnen. Schließlich weiß ich nicht unbedingt, warum der Kollege heute nicht kommt und ich alleine ackern darf. Wem das zu bunt wird, der nimmt seinen Hut und Jäckchen und sagt Bye Bye zur Charité. Auch eine Art des Personalmanagements.

Charité ist bunt…

und setzt auf ihre Art und Weise ein Zeichen gegen PEGIDA. Denn da laufen die Krankentransporter mal mit der grünen Praktikanten-Kleidung rum oder die Reinigungskraft trägt das braune Derma-Hemd und die brombeerfabene Anfängerhose. Doch dieses Missmanagement gibt es nicht erst seitdem der Vertrag mit La Rosé ausgelaufen ist, sondern schon einige Jahre in der Charité und CFM. Für die Wirtschaftlichkeit und die „Schwarze Null“ wird halt alles getan, auch wenn der eine oder andere Mitarbeiter vielleicht auch bald mal nackig rumrennen muss. Und apropos Wirtschaftlichkeit - die Kleidung wird nun in Riesa gewaschen. Liegt ja nur ein paar hundert Kilometer von Berlin entfernt und unsere Klamotten werden durchs halbe Land gekarrt, immer wieder, hin und her. Ökologisch und Wirtschaftlich mal wieder richtig toll gemacht!

„Geistiges Eigentum“ über Menschenleben

Obama war kürzlich (mit einer Flotte von Pharmalobbyisten) in Indien eingeflogen und hat richtig auf den Tisch gehauen. Amerikanische Pharmakonzerne verlieren Millionen aufgrund der günstigen Generika „Made in India“ und das soll natürlich aufhören. Konsequenz daraus: Millionen von Menschen können sich bald keine lebenswichtigen Medikamente mehr leisten. Und trotzdem: Der US-Export nach Indien, wovon dann vor allem die Pharmaindustrie profitieren würde, würde auf 171% ansteigen



Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 236688

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Charité   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29