Revolutionär Sozialistische Organisation

Profite runter, Löhne rauf!

Mittwoch 18. Februar 2015

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Der Zugfunke - 18. Februar 2015

Wer den Streikschaden hat...

Im Jammerland der Regio-Chefetagen wird sich beklagt, dass der Streik einen Millionenschaden angerichtet hätte. Tja, da hilft kein Jammern, sondern die Erfüllung der Forderungen: 37 Stunden pro Woche und maximal 50 Überstunden im Jahr! Sonst könnte der Streikschaden noch höher werden... Die Sturheit des „Besten Arbeitgebers“ spottet jeder Beschreibung.

Streiken mit Durchblick

Die DB beklagt sich über die GDL. So ein Theater. Tatsächlich gefällt es den Oberschefs gut, die Verhandlungen zu verkomplizieren, zu lügen und wie Götterspeise rumzuwabbeln. Wir sollen nicht mehr verstehen, worum es überhaupt geht und die Bevölkerung soll sich möglichst von uns distanzieren. Nur, die plötzliche Streikansage der GDL-Spitze lässt uns wie Puppen aussehen, die bei Befehl antreten. Wir lassen uns sonst auf Arbeit auch nicht alles gefallen... Wir haben weiterhin Gründe, gegen die DB zu streiken und nicht zu arbeiten! Doch es muss auch alles offen auf den Tisch kommen, was da verhandelt wird, damit wir die Lügen der DB durchschauen und unsere Forderungen verteidigen können.

Keine Ruhe im Bahntower

Bloß verbale Streikdrohungen lassen die Bahnmanager ruhig schlafen. Verhelfen wir ihnen zu schlaflosen Nächten! EVGler und GDLer zusammen im Streik, das würde Druck machen und verhindern, dass die DB mal mit dem Finger auf die Lokführer und Zugbegleiter, dann auf die Werkstätten oder Fahrdienstleiter zeigt. Wie viele Unorganisierte hätten dann Mut, sich anzuschließen? Wieviel Züge mehr würden dann stehen bleiben?

100 Stunden Streik... ok als Anfang, wenn der Streik verlängert wird, bis die DB endlich unterschrieben hat!

Da staunt der Laie und der Manager wundert sich

Angesichts der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung greift großes Erstaunen und Unverständnis unter den Führungskräften um sich. DB Regio ist schon länger Schlusslicht, nun wurde es in einzelnen Bereichen noch schlimmer. Ob wir nur nicht fest genug an den Wandel glauben und dadurch die vielen Errungenschaften nicht sehen? Oder würden Mitarbeiterbefragungen schon lange verboten sein, wenn sie etwas positives für uns bewirken würden?

Her mit der Kohle!

Im polnischen Schlesien schossen letzte Woche Polizisten mit Gummigeschossen auf 4.500 streikende Bergarbeiter. Diese fordern seit Wochen die Rücknahme von Entlassungen aus Streiks im Januar, die Aufhebung der 6 Tage-Woche sowie ein Ende der Prämien, die nur bei Gewinn des Unternehmens auszahlt werden.

Das Unternehmen hat sich die Hilfe der Regierung geholt, die den Streik für illegal erklärte. Doch die Bergarbeiter bekommen auch Hilfe: von Bauern und Arbeitern anderer Minen gibt es Solidarität!

DB im Wandel - nur das Unvermögen ist stabil

Um einen Ausweg aus der selbst erzeugten Misere bei Schenker zu finden, wurde ein richtiger Kracher von einschlägig bekannten Experten aus dem Hut gezaubert – „STABIL“.

Die sogenannten Experten sind auf folgendes Problem gestoßen: Loks fahren die Umläufen weiter, egal ob nun ein Zug zu fahren ist oder nicht. So sind schon mal 1.300 km Lz zusammengekommen. Als wenn Emma auf Lummerland ihre Runden dreht. Vielleicht soll so den überbezahlten Lokführern die Energiesparprämie vers... werden? Schluss damit, Dank „Schenker STABIL“!

Kommt nun die Planwirtschaft über die Hintertür? Mit sozialistischem Gruß...

Hermsdorfer Überraschungsei

Wegen der hohen Belastung für Aufsichten als Rückfallebene in Greifswalder Straße, will die S-Bahn nun über „Entlastung“ reden. Aber das ist doch ganz einfach: In Hermsdorf gibt es beispielsweise ZAT-FM und eine Aufsicht!

Wer auf seine Aufsicht nicht verzichten will, sollte das Angebot gut nutzen. Dafür gibt es doppelte Kontrolle beim Abfertigen inklusive Zugbeobachtung bei der Ausfahrt, Entlastung und nen Arbeitsplatz.

Unfassbar

Die S-Bahn schreibt, dass FASSI ganz sicher ab 15. März kommt. Woher die Eile? Die Bahn verspricht, dass wir dann den Weg zur Meldestelle und den schweren Rucksack sparen könnten. Stattdessen soll im Führerstand ein Rucksack für alle sein mit Arbeitskram und... der Warnweste! Da isse wieder, die neue UBK. Wenn wir in der Kehre aber raus müssen, was tun mit der Warnweste? Oben ohne raus? Fragen über Fragen, nur weil die DB die Umkleidezeiten nicht bezahlen will...

Personalpolitik, um Investoren zu gefallen?

Regio-Tfs, die nur ihrer verantwortungsvollen Aufgaben wahrnehmen, werden zum Wechsel des Unternehmens aufgefordert. Zubs sollen zum Durchgangsarzt gehen, weil sie krank sind... Der Ton, der von so mancher Führungskraft angeschlagen wird, wird immer rauer.

Sind das die Anzeichen dafür, dass es einen Anlauf geben wird, privates Kapital in die DB zu holen? Das geht nur über Gewinnaussichten für die Investoren. Regio will sich nicht in die Karten gucken lassen, aber der Renditedruck bei Regio muss enorm hoch sein.

Nix geklärt ist auch ein Plan

Die Chefin von DB Netz nervt rum, die Geschäftsbesorgungsverträge bei der S-Bahn sollen auf jeden Fall bis Ende 2015 erledigt sein. Alles, was nicht eigentlicher Betrieb ist, soll abgeschoben werden. Vieles ist offen. Egal, das soll kommen, Punkt, auch wenn der Karren im Dreck feststeckt... und für uns vieles ungeklärt ist, wie zum Beispiel die Eingruppierung bei den Fahrdienstleitern.


Marx
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