Revolutionär Sozialistische Organisation

„Spielstopp!“

Donnerstag 19. März 2015

Mopp in Not

Es kam ja schon oft genug vor, dass die Lage an der Moppfront in Mitte ziemlich mau aussah. Da wurde der/dem einen oder anderen KollegIn schon mal unterstellt man würde die Möppe irgendwo bunkern und deswegen seien zu wenige da. Jetzt ist aber schon seit Anfang des Jahres eine Waschmaschine kaputt. Und der Mangel an Möppen ist allgegenwärtig. Schon blöd und peinlich, wenn man so haushaltet wie die CFM. Das wäre wie wenn eine 10-köpfige Familie ihren Haushalt ohne Waschmaschine meistern sollte. Ein Ding der Unmöglichkeit. Nur dass im Falle der Familie irgendwann das Jugendamt vor der Tür steht, weil die Kinder in der Schule vor Dreck stinken. Im Falle der CFM scheint sich keiner daran zu stören… solange bis wir dagegen richtig Stunk machen.

Klipp und klar gilt eben nicht für jeden…

Na, das ist doch mal ne Ansage von Herrn Giebe. Bei der Betriebsversammlung macht er nochmal allen klar, dass es dieses Jahr keine Lohnerhöhung geben wird. Da hätte er sich das Dankes-Bla-Bla vom Anfang ja auch sparen können. Was er natürlich nicht dazu gesagt hat ist, ob das auch für den ganzen Wasserkopf und die Anzugträger der CFM gilt…

Die schwarze Null…

Sie ist einfach magisch. Jeder will sie haben. Doch ist sie dann da, haben wir uns irgendwie etwas anderes darunter vorgestellt. Wenn die da oben von der schwarzen Null reden meinen sie für die CFM im Jahre 2010 414.000 Euro, 2013 443.000 Euro und 2014 424.000 Euro. Und das sind die Gewinne, nachdem sich schon die Nichtstuer bei Vamed, Dussmann und Hellman bedient haben! Mal ehrlich, würden wir beim Blick auf unseren Kontostand, bei solchen Zahlen von einem „ausgeglichenen Haushalt“ sprechen? Und das nachdem wir ein Jahr lang im übertragenen Sinne von Wasser und Brot gelebt haben?!

Spitzenvater des Jahres

Wieder mal ein toller Preis, der an die Charité geht. Diesmal an den Vaterbeauftragten. Den gibt es wirklich. Denn für Ärzte und in der Forschung Beschäftigte ist es wohl oft nicht leicht, das Recht auf Erziehungszeit für Männer in die Realität umzusetzen. Dagegen sprechen z.B. höherer Verdienst, Angst um die Karriere oder befristete Verträge. Noch etwas fällt auf. Kinder werden älter und benötigen auch im Kitaoder Schulalter Aufmerksamkeit. Und dann ist es auch an der Charité nicht weit her mit der Familienfreundlichkeit, trotz Vaterbeauftragtem. Frau bleibt zu Hause. Der Spitzenvater hat eine Antwort: Vielleicht noch ein Baby! Auch eine Art, der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken.

Unseriös?!

So ist die Einschätzung der Krankenhausgesellschaft bezogen auf den ver.di Nachtdienstcheck. Die Fragen wären suggestiv gewesen und ver.di habe keine medizinische Kontrollfunktion. Das kann schon sein. Aber zählen können die Leute von der Gewerkschaft sicher. Und da bleibt es nun mal bei Verhältnissen von 1 Pflegekraft und 25 PatientInnen auf vielen Stationen. Wer das nicht glaubt, kann gerne vorbeikommen. Wir zählen dann gemeinsam durch. Aber klar muss dem Besserwisser sein, Kaffee gibt’s keinen - auch nicht nachts, denn - Pause ist nicht.

Vorwärts --- Und nicht vergessen!

„Wir sind bereit, für unsere Forderungen auch in den Arbeitskampf zu treten.“ Das dürfte einer der Kernsätze in der Resolution der Teilpersonalversammlung der Intensivpflegekräfte sein. Gemeint sind die Forderungen der aktuellen Tarifbewegung. Nur damit wir die Hauptforderungen parat behalten hier noch einmal: 1:2 in den ITS- Bereichen, 1:5 für die Normalstationen und keine Nacht allein! Daraus ergibt sich dann auch ein Stellenplan.

Feiertage – gibt’s nicht!

Die Frage über die Feiertagszuschläge stellen wir uns jedes Jahr in der CFM. Und manchmal gibt es sie, manchmal nicht und manchmal bekommen KollegInnen welche, die anscheinend bei Bier und Würfelspiel von Giebe auserwählt wurden. Dieses Jahr wollten wir KollegInnen mal vor Weihnachten wissen, wie es mit den Zuschlägen aussieht und haben Giebe auf der Betriebsversammlung Dampf gemacht. Nach langem Nachbohren kam nur, dass sich der Herr „noch keine Gedanken darüber gemacht hat“. Was!? Irgendwas stimmt hier doch nicht, denn ein Blick in unsere Dienstpläne über Ostern (ja, auch das sind Feiertage Herr Giebe!) zeigt, dass er sich längst Gedanken gemacht hat – nämlich das dieses Jahr mal wieder keine Zuschläge für Reinigung und Co gezahlt werden.

Die guten, alten 90er Jahre…

In den 90ern Jahren war noch alles anders, auch an der Charité. Da waren z.B. im Krankentransport noch 67 KollegInnen. Heute sind es noch 33 (aber bei weniger, anstatt doppeltem Lohn). Und diese Entwicklung ist auch dem Giebe nicht entgangen. Da sprach er doch allen Ernst auf der Betriebsversammlung von einer „angemessenen Personalanpassung“. Ohja, eine Anpassung nach Unten ist das auf alle Fälle! Und das können sicherlich auch die Ärzte in Mitte bestätigen, als diese am Wochenende ihre PatientInnen persönlich von der Station zur OP abgeholt haben – Diagnose: angepasster Personalmangel im KT.

Reformwut an der Charité

Es läuft so vieles schlecht, z.B. die Überauslastung der Rettungsstelle. Und daran Schuld sind in den Augen der Charité die „bösen“ Schwestern, die ständig die Betten sperren und die Ärzte, die immer „jammern“, überfordert zu sein. Dies will die Charité nun durch eine Dienstanweisung beheben. Nun dürfen die Betten nur noch durch wenige „harte Gründe“ gesperrt werden und der diensthabende Arzt, darf nicht mehr selbst entscheiden, ob er überlastet ist oder nicht, sondern muss mindestens seinen Oberarzt benachrichtigen, dass er schriftlich begründet, warum er oder sie nicht kann. Puhh, obwohl wir keine Zeit haben, müssen wir nun noch stundenlang begründen, warum wir keine Zeit haben (effiziente Problemlösung a là Charité) und das Patienten- Hopping nimmt neue Dimensionen an. Vielleicht sollte die Charité sich mal überlegen, dass die KollegInnen nicht zum Spaß die Übernahme der PatientInnen verweigern, sondern dass die Probleme woanders liegen.

Das ging wohl daneben

Laufen gegen Krebs-Registration deadline 17.03.2015 (Überschrift zur Ankündigung: Laufen gegen den Krebs)


Marx
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