Revolutionär Sozialistische Organisation

Verteilungsgerechtigkeit – eine Frage der Perspektive

Donnerstag 2. April 2015

Die besten Voraussetzungen…

Die Fakultät der Charité hat einen neuen kauf-männischen Leiter. Nachdem man erst kürzlich den Alten für teuer Geld entlassen hat, ist nun Dr. Robert Jacob am Ruder. Ein Jungspund mit er-staunlichem Lebenslauf. Der Gute kommt ur-sprünglich von McKinsey an die Charité. Für die, die es noch nicht wussten: Das ist diese ominöse „Wirtschaftsberater“-Firma, deren Lösungen im-mer in Personal- und Gehaltskürzungen bei den Normalbeschäftigten herauslaufen... Na, dann mal Willkommen, Herr Jacob...

Zu Ostern wie es sich gehört ans Kreuz…

Unsere gute alte François-Kettner meldet sich kurz vor Ostern nochmal zurück. Und dann eben standesgemäß mit einem Kreuz – dem Bundes-verdienstkreuz. Ja, da staunen wir wirklich nicht schlecht. Für solche Leistungen wie „ihren beson-deren Beitrag zur Verbesserung der Qualität im Gesundheitswesen“ (wie bitte?) und „die Verbes-serung der Situation kranker und zu pflegender Menschen“ (ach ja?) bekommt man also das Bundesverdienstkreuz am Bande. Müssten wir dann hier nicht alle mit so einem Teil rumlaufen?

Die Tür ist offen

Man staunt ja nicht schlecht, wenn man den Brief der Leitungen der Intensivstationen an die Charité-Chefetage liest. Soviel Verständnis hätten wir gar nicht erwartet. Aber super. Da bleibt uns doch nur zu fragen, was denn mit den Leitungen der vielen anderen Stationen ist? Wollen diese weiterhin die Augen schließen oder auch die offenen Türen nutzen…?

Endlich offiziell

Nun ist es endlich offiziell, was wir alle schon wussten – es gibt keine Feiertagszuschläge für die KollegInnen der CFM! Kurz vor Ostern hat sich Giebe wohl endlich mal „Gedanken gemacht“, dass er uns nichts schenken wird!

Entwicklung nach unten

Laut Charité sollten wir seit Ende 2014 eigentlich fast 80 neue Vollzeitkräfte haben. Ja, HABEN, aber der Jahresbericht belehrt uns eines Besse-ren! Der sagt nämlich, dass wir 26 Pflegekräfte weniger sind! Auch bei den Ärzten gibt es 16 Stel-len weniger... Nun sollte auch rechnerisch endlich klar sein, dass 80 neue Stellen bei weitem nicht genügen und dass bei der Charité selbst beim Plusrechnen ein Minusgeschäft rauskommt.

Rache ist…

Im Intranet war’s zu lesen: „Der Vorstandsvorsit-zende… verdeutlichte den SPD und CDU Frakti-onsvorsitzenden den dringenden Sanierungsbe-darf“ am CBF. Wie dürfen wir uns das denn vor-stellen? Dirigierte er die beiden dicht an die Wand und wartete bis der Putzbrocken herabfällt oder schickte er die Herren auf eine der original 60er Jahre Toiletten? Vielleicht zeigte er ihnen auch nur die Duschen in der zentralen Umkleide. Hof-fentlich sagte er dazu, dass das die kleine Rache ist für das jahrzehntelange Blockieren von Investi-tionen in das ach so unbeliebte UKBF. Die große Rache steht schon mit einem Baubedarf von 140 Mio. € vor der Tür.

Mal wieder ukrainischer Besuch

Die Edlen und Großen der Ukraine sind ja ab und zu mal zu Gast in der Charité. Dieses Mal beehrte uns die Frau des jetzigen Präsidenten Poro-schenko. Nach einem ausgiebigen Rundgang an der Charité, sie selbst ist ausgebildete Kardiologin, durfte sie sogar ein kleines Souvenir mitnehmen - ein nicht mehr genutztes Ultraschallgerät. Na aber. Im CBF fehlen angeblich 140 Mio. € und wir verschenken unsren Schrott? So geht das aber nicht, Herr Einhäupl!

Gröhes Plan

Der Gesundheitsminister hat einen Plan – gegen tödliche Keime. Schärfere Meldepflichten, effekti-vere Kontrollen, mehr Forschung und mehr Hygi-enefortbildungen sollen die Zahl der Todesfälle durch sogenannte Krankenhauskeime reduzieren. Hermann, das wird doch wieder schief gehen! Für den Plan ein paar Verbesserungsvorschläge: ver-bindliche Personalbesetzung, die die Einhaltung von Hygienerichtlinien ermöglichen, deutliche Verbesserung der baulichen Situation in den Kli-niken und eine Weisungsbefugnis für trägerunab-hängige Hygieneabteilungen. Reicht vielleicht noch nicht, aber ein Anfang wäre gemacht. Mäch-tig gewaltig, Hermann!

Vivantes kann es nicht lassen

Der senatseigene Konzern tut es schon wieder – er gliedert erneut einen Teilbereich aus. Diesmal trifft es die KollegInnen der Physiotherapie. Protest regt sich und richtet sich an den Senat. Wichtigster Zweck solcher Ausgliederungen ist es, die Löhne zu drücken, die Belegschaften zu spalten und die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. In den Wahlprogrammen der Eigentümer findet sich dieses natürlich nicht wieder.


Vitamin C - 02.04.2015

Marx
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