Revolutionär Sozialistische Organisation

Das ist Mord!

Donnerstag 30. April 2015

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Die Erz-Feinde der Bahn

Die solidarischsten Fahrgäste sind langsam genervt, selbst die Medien verlieren die Lust... Uns geht’s auch nicht viel besser, nach dem x-ten wirkungslosen Streik, der vorbei war, ehe er wirklichen Druck aufgebaut hat.

Die Lokführer der norwegischen Erzbahn LKAB mussten 6 Tage durchziehen um zu verhindern, dass ihre Arbeitsplätze nach Schweden verlagert werden. Wie lange wir durchziehen müssen, wissen wir nicht, aber drei Tage sind definitiv zu wenig, um die Lagerstätten der DB freizulegen!

Wie weiter?

Im Streik gab es eine Unterschriftenliste für einen unbefristeten Streik, die viele von uns unterschrieben haben. Das zeigt, dass es auf keinen Fall an mangelnder Bereitschaft der „Basis“ liegt, wenn die GDL-Führung immer noch keine entschlosseneren Kampfmaßnahmen einleitet.

Der Gewerkschaftsapparat hat anscheinend Angst, dass ein längerer Streik von Juristen als „unverhältnismäßig“ abgestempelt werden könnte. Doch es sind allein unsere Arbeitsbedingungen, die völlig unverhältnismäßig sind! Deshalb müssen wir unsere Forderungen durchsetzen, mit aller Entschlossenheit.

Öffentlichkeitsarbeit

Es sei nicht nachvollziehbar, warum immer wieder gestreikt würde, so hetzten viele Medien gegen unseren Streik. Unsere Arbeitsbedingungen wird bei dieser Berichterstattung vollkommen ausblendet. Unsere Lohnforderung wird in den Vordergrund gestellt und unser Gehalt beschönigt.

Das erleben wir auch bei anderen Streiks, von denen es ja zurzeit einige gibt: ob bei den Piloten, bei amazon, der Charité oder im brandenburgischen Busverkehr. Wir sind also nicht allein!

Im November auf der Demonstration vor dem DB Tower haben wir selbst mit unseren Transparenten gezeigt, worum es uns geht – 2 Stunden weniger Arbeitszeit in der Woche! Auch unsere Aktionen vor dem Ostbahnhof, wo wir die Fahrgäste über unseren Streik informierten waren wichtig und gut. So schaffen wir eine Solidarität in der Bevölkerung und ein Gegengewicht zu Bild, NTV und Co.

Sicher ist sicher

In jedem von uns wird schon mal die Frage aufgekommen sein: Bricht das Kartenhaus bei Regio zuerst an fehlendem Personal oder wegen fehlender Züge zusammen? Weder noch… bzw. beides zugleich! Schichten können nicht besetzt werden und zufällig ist auch keine RE3 verfügbar…

Die Kunst ist es, den Laden möglichst gleichmäßig an die Wand zu steuern, um so viel wie möglich abzweigen zu können. Ob Züge fahren oder nicht, ist völlig egal. Hauptsache gespart und die Erfolgsprämie ist sicher.

Alternativlos?

Für 40 von 108 Kollegen in der Werkstatt Cottbus wäre ab 2016 keine Arbeit mehr vorhanden. So die unerschütterliche Planung. Aus Erfahrung wissen wir es besser. Jede Planung ist nur ein Wunschdenken. Solange kaputte Wagen durch die Gegend zuckeln oder eine Lokomotive mit Macken in den Einsatz kommt, kann niemand aus der Werkstatt zu viel sein!!

Anstatt die Gesamtsituation zu betrachten, wird eine Werkstatt rausgepickt, um Stellenabbau durchzudrücken – angeblich wäre sie zu teuer. Was ist zu teuer, wenn das Schicksal vieler Kollegen und ihrer Familien davon abhängt? Was ist zu teuer, wenn die Arbeitsbedingungen des Zugpersonals, über die unerträglichen Schichtpläne hinaus, wegen Schä­den am Material noch schlechter werden?

Es ist an der Zeit, dass wir die Rechenkünstler gemeinsam vom Baum schütteln und ihnen beweisen, wer hier den Laden zusammenhält und wer hier ein reiner Kostenfaktor und damit eindeutig zu teuer ist!

Arbeitszeit ist unsere Sache

Es gehen verschiedenste Gerüchte um, was bei der S-Bahn über die Betriebsvereinbarung Arbeitszeit verhandelt wird. Die Wunschliste der Bahn ist lang. Es soll nur noch eine Meldestelle für jeden Tf geben… aber die soll uns die Chefetage zuteilen dürfen! Die Vorbereitungszeit soll angeblich auf 4 Min. zusammengekürzt werden… da winkt dann die Ablösung am Zug! Die bittere Pille soll uns ein Tablet-PC versüßen?!

Das alles klingt nicht so, als ob wir uns das gefallen lassen sollten. Vor allem brauchen wir Klarheit, was da über uns verhandelt wird!

Das nächste S-Bahn-Chaos kommt bestimmt?

Eine Generalüberholung der 481er wäre dringend nötig – man merkt’s an der Zunahme der Störungen. Doch das Ganze wird mal wieder ausgesessen. Bis zur Ausschreibung… oder bis zum nächsten Kollaps!

Alle Jahre wieder…

ist der 1. Mai ein Feiertag. Doch dass dieser in der Geschichte erkämpft wurde, haben viele vergessen. Schon fast 130 Jahre lang gehen Arbeitende an diesem Tag auf die Straßen, erst in Form von Streiks, heute legalisiert als Feiertag, um für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne zu kämpfen. Und das sollten wir nicht vergessen! Deswegen kommt am 1. Mai, um 10.00 Uhr zum Hackeschen Markt und macht daraus wirklich wieder einen Tag der Arbeitenden – mit unseren Inhalten und Forderungen!


Marx
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