Revolutionär Sozialistische Organisation

Streiks im Stuttgarter Einzelhandel

Donnerstag 14. Februar 2008

Am 2. Februar kamen 1.000 Streikende zu einer Streikaktion von ver.di auf der größten Stuttgarter Einkaufsmeile, der Königsstraße, zusammen. Mit einer Menschenkette und der Blockade einer Kaufhof-Filiale protestierten sie gegen den drohenden Verlust ihrer Spätzulagen und für eine Lohnerhöhung. Die Streikbereitschaft der VerkäuferInnen z. B. von H&M, Kaufhof oder Schlecker ist hoch, in manchen Filialen streikten bis zu 80%. Dies liegt auch daran, dass viele von ihnen – mit einem Einstiegsgehalt von 1300 Euro! – kaum von ihrer Arbeit leben können.

Jedoch schaffen sie es trotzdem nicht den Betrieb in den Filialen zum Erliegen zu bringen, da die Unternehmer Streikbrecher aus anderen Orten einsetzen und die Streiks unter der Führung von ver.di nicht lange genug und nicht offensiv genug geführt werden, um hier gegenhalten zu können. Auch bringt ver.di es bewusst nicht zustande Konflikte verschiedener Bereiche zu kombinieren. Denn zeitgleich mit dem Einzelhandel sind der herstellende Buchhandel und auch der Öffentliche Dienst im Tarifkonflikt. Anstatt jedoch gemeinsam zu kämpfen und den größtmöglichen Druck aufzubauen, bleibt jeder Bereich für sich isoliert.


Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 242599

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Archiv unserer Zeitung  Aktivitäten verfolgen Nr. 17 - Februar 2008   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29