Revolutionär Sozialistische Organisation

Statt menschlicher Würde nur Heuchelei

Donnerstag 3. September 2015

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Der Zugfunke - 3. September 2015

Rezept aus Grubes Giftküche: Vorreiter im Speckmantel

Ach, die DB ist schon wieder vom Kurs zum profitablen Marktführer abgedriftet und deshalb müssen notwendige Schritte eingeleitet werden, um „unsere“ (oder waren es ihre?!) finanziellen Ziele zu erreichen. Der Vorstand geht mit „gutem“ Beispiel voran und verspricht 610 Mio. einzusparen. Wie viele Euros der Vorstand verschlingt, wissen wir nicht, aber es muss schon eine enorme Summe sein, wenn davon 610 Mio. eingespart werden können. Das entspricht fast dem Gewinn von DB Regio!!! Und wenn die Vorstände ein paar Mille abgeben, leben sie immer noch wie die Maden im Speck. Zumal, wenn die Gattin Starköchin ist.

Mit diesem Gelaber will sich Grube bei uns einschleimen, er spielt den Vorreiter und wir sollen nun auch was bringen. Grube behauptet, es geht ihm um unsere Arbeitsplätze. Nein, er braucht uns, um seine finanziellen Ziele zu erreichen. Hinter dem Gelaber verbirgt sich nur die nächste billige Lüge. Aber wir wissen zu gut, dass wir immer wieder streiken müssen, wenn es um unsere Forderungen geht.

Abzockerblues zum Sommerschlussverkauf

Alle Jahre wieder schieben wir einen Sack voll Überstunden vor uns her. Wenn sich doch unser Girokonto auch so regelmäßig füllen würde... Jedes Jahr wird aufs neue versprochen, dass sich im nächsten Jahr ganz bestimmt etwas ändert. Jedes Jahr aufs Neue wird versucht, uns die Überstunden für ein paar zusätzliche Piepen abzukaufen. 10 EUR werden geboten, eine Frechheit. Für so ein lausiges Angebot haben wir doch nicht gestreikt. Freizeit ist unsere Lebenszeit! Gibt es da überhaupt einen realistischen Preis? Also Schluss mit dem immer gleichen Singsang, dass es besser werden könnte. Gegen Überstunden hilft nur mehr Personal.

Undurchsichtiges Geschacher

Die Bahn plant, die S-Bahn als eigenes Unternehmen verschwinden zu lassen. Scheibchenweise passiert es schon. Die Fahrdienstleiter sind gerade dran. Aber künftig soll alles ins undurchsichtige DB-Reich verschwinden. Sicher nicht, um uns das Arbeitsleben zu erleichtern. Aber die Bahn hat kein Interesse, die Karten auf den Tisch zu packen. Und so hält die DB alles am Köcheln und versteckt ihre Pläne hinter Nebelschwaden. Eine weit verbreitete Managementmethode.

Dauerbaustelle DB

Nicht einmal annähernd steht fest, ob und wann der BER in Betrieb geht. Trotzdem wird in Schönefeld kein mehr Cent investiert. Die Zugzielanzeiger sind oft gestört oder die Kollegen im fernen Potsdam werden bei Bauarbeiten kaum informiert. Aber selbst wenn, könnten sie die Situation vor Ort kaum überschauen, denn sie betreuen zu viele Strecken.

Das einzige Servicepersonal im Bahnhof ist kaum in der Lage alles zu managen. Den Ärger bekommt dann das Zugpersonal um die Ohren gehauen. Die DB ist dem BER sehr ähnlich. Überall Probleme auf der Dauerbaustelle. Im Managersprech: Alles ist im Wandel.

Schwarzes Wachstum

In Südkreuz wurde die Meldestelle wegen Schimmel geschlossen. Beim Ausbau der Klimaanlagen wurde festgestellt, dass es keinen Wartungsplan gegeben hat. Ja, mit der Wartung hat man es bei der S-Bahn nicht so... Risiken und Nebenwirkungen lauern auf Arbeit überall. Was wir jetzt nicht gebrauchen können ist die übliche Buchner-Schwamm-drüber-Methode.

Kläbscha Somma

Seit den Bauarbeiten gibt es in der Meldestelle Schöneweide kein fließendes Wasser mehr. Und wenn man mal die Hände ins Wasser ditschn will? Der Ausflug ans andere Ende des Bahnhofs ins Klo-Museum passt nicht in die enge Taktung.

Der S-Bahn ist es schnuppe, für uns einen ordentlichen Container aufzustellen oder Leitungen zu legen. Da fühlt man sich aus der Meldestelle rausgeekelt.

Nicht schlechter, aber auch nicht besser

Die S-Bahn-Chefs haben einen Rückzieher gemacht und wollen nicht mehr an die Arbeitszeitregeln fürs Fahrpersonal ran. Gab es ihnen zuviel Aufregung unter den Kollegen in den letzten Tagen? Gingen die Pläne nicht so glatt durch wie erhofft? Aber wir können uns nicht vorstellen, dass sie ihre Pläne nicht wieder rausholen, wenn sie bessere Chancen wittern. Vielleicht später unter dem Vorwand der xten Ausschreibung... Wir haben allerdings keinen Grund für einen Rückzieher: Runter mit den Fahrzeiten, kürzere und regelmäßigere Schichten, das ist dringend nötig!

Ukrainische Regierung unter Druck der Rechtsextremen

In Kiew organisierten rechtsextreme nationalistische Parteien einen bewaffneten Aufstand. Sie wollten eine Abstimmung im ukrainischen Parlament über ein Gesetz verhindern, das den Regionen mehr Autonomie geben soll, darunter der Region Donbass, die bereits seit einem Jahr praktisch losgelöst ist. Dieses Autonomiegesetz ist Teil des Minsker Abkommens, das der ukrainische Präsident Poroschenko und der russische Präsident Putin unter der Schirmherrschaft von Merkel und Hollande im Februar unterzeichnet haben und einen Waffenstillstand bringen soll. Doch die Geister, die Poroschenko und seine westlichen Verbündeten einst riefen, zögern heute nicht, Granaten zu werfen. Als Poroschenko vor einem Jahr die Macht eroberte, stützte er sich auf diese rechtsextremen Parteien. Heute halten sie sich echte Privatarmeen und verbreiten Terror. Das ist das wahre Gesicht der "Verteidiger der Demokratie", wie Poroschenko von seinen westlichen Sponsoren angepriesen wird.

Kein Streik, so Gott will

Mit Gottes Hilfe hat das Bundesverfassungsgericht das Streikverbot für Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen, also Krankenhäuser, Pflegeheime usw. bestätigt. Die Kirchenoberen behaupten mit Engelszungen, das sei keine richtige Arbeit, sondern die Verkündung des Wortes Gottes durch Pflege am Menschen. Auch eine Methode, um nicht von Ausbeutung zu sprechen. Statt streiken, soll nur verhandelt und gebetet werden. Hä, zu viel Weihrauch geraucht?


Marx
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