Revolutionär Sozialistische Organisation

Entschlossene Maßnahmen für die Flüchtlinge statt Abschreckung!

Donnerstag 29. Oktober 2015

Die Lüge...

… und die Realität

Bei der S-Bahn will das Management durch Betriebsvereinbarung erreichen, dass sich unser Leben den „betrieblichen Belangen“ noch stärker unterordnet:

- Schichtlagepläne sollen nur noch eine Fahrplanperiode lang gelten; Feiertagsplanung wird fast unmöglich.

- Die Verteilung auf die neuen Meldestellenbereiche hat sich vorrangig den betrieblichen Bedürfnissen und den Qualifikationen unterzuordnen.

- Statt zwei Ruhewochenenden zum Urlaub nur eines

Und bei Schenker werden Grube & Co. nicht müde das Märchen zu erzählen, dass Schenker Arbeit durch die Streiks verloren hätte. In Wahrheit wurden in den letzten Monaten viele Züge an sogenannte Konkurrenten abgegeben. Der Grund sind fehlende Loks und Personal. Wer mag die wohl abgebaut haben? So soll der Druck auf die Schenker-Kollegen erhöht werden, um sie „freiwillig“ für ein „Pilotprojekt“ zu gewinnen: Pausenlagen und Schichtlängen sollen frei disponierbar sein - und Achtung!!! - der konkrete Beginn der Schicht wird bis zwei Stunden vorher per Handy mitgeteilt.

Und da wirbt die DB mit dem Slogan „Tf - kein Job wie jeder andere.“ Oh doch! Genau wie jeder andere: Für Manager. Für Märkte. Für Maximalprofit.

Chefs im Alltag: Die Entgleisung 1

Diesen Spruch kennen wir schon: „Du musst ja hier nicht arbeiten!“ Nun setzen die sich ach so kultiviert gebenden Chefs noch einen oben drauf. In Bewerbungsgesprächen sagen sie den Kandidaten, die bei den angebotenen schlechten Konditionen nur den Kopf schütteln: „Aber bedenken Sie – Sie werden schließlich auch älter!“ Ach so, bloß weil wir dem ganz normalen biologischen Altern ausgesetzt sind, müssen wir alles schlucken?

Die Uhr tickt schon wieder dem nächsten Streik entgegen. Solche Chefs haben es bitter nötig, dass wir mal wieder das Zepter in die Hand nehmen. Und unser Bedauern wird sich sehr begrenzt halten, wenn solche Typen dabei alt und grau werden...

Zynische Karnickelzüchter: Die Entgleisung 2

Wenn der Tag lang ist, wird viel von Wertschätzung geplappert. Anders, wenn es um konkrete Dinge geht. Auf die Frage eines Kollegen nach der Verlängerung der Wagenhalle für fünf Wagen plus Lok in Cottbus wurde lapidar geantwortet: „Wir werden diesen Karnickelstall doch nicht verlängern!“ Karnickel, die sie bei Bedarf schlachten - das sind wir also für die Chefos? Und als nächstes werden sie wahrscheinlich mit dem Spruch kommen, dass das Werkstattpersonal „schwere Einschnitte“ hinnehmen müsse, weil der Standort nicht wettbewerbsfähig sei...

PDF - 538.5 kB
Der Zünder - 28. Oktober 2015

Markttag

Den Arriva-Deal haben sie uns damals damit verkauft, dass die DB so besser „aufgestellt“ wäre. Wir sollten glauben, dass unsere Arbeitsplätze sicherer würden.

Nun soll Arriva teilprivatisiert werden. Mehdorns geplatzter Börsengang wird nun durch Grube über diese Teilprivatisierung mit geschickter Salamitaktik umgesetzt. Ob nun vollständiger Börsengang oder „nur“ Teilprivatisierung, die Profiterwartungen bedeuten nichts Gutes für unsere Arbeitsplätze, Löhne und Arbeitsbedingungen, denn so kann die DB alle Verantwortung von sich und die ganze Schuld den sogenannten Marktgesetzen in die Schuhe schieben.

Hebelgesetz

Bei Regio sind die Chefs sicher: Der vbb zahlt nur für die bestellten Züge. Und deshalb könnten die Wegezeiten, Gastfahrten, Leerparks und Zeiten zur Zugvorbereitung angeblich nicht mehr bezahlt werden. Merken wir uns das, Leute: Nur wenn wir den Hebel nach vorne legen, verdient Regio Geld... und die Managerbagage gibt zu, ganz unproduktiv zu sein...

Doch das ist nur die halbe Wahrheit: ein Tf kann auch nur arbeiten, wenn es Werkstätten, Reinigung, Servicepersonal und eine Infrastruktur gibt. Dieses Wissen, wer an den wichtigen Hebeln sitzt, sollten wir in Zukunft gemeinsam nutzen.

Nur für den Dienstgebrauch!

Wie in anderen Bereichen der DB werden bei der S-Bahn Tablets eingeführt. Und da die Chefs so uneigennützig und großzügig sind, wird der private Gebrauch nur mit Einschränkungen gestattet. Mit diesen Nutzungsrechten hängen so viele Verbote und Risiken zusammen, dass sich schnell Abmahnungen konstruieren lassen.

Die Schlaumeier aus den Chefetagen wollen, dass wir die Dinger mit nach Hause nehmen, um wie bei den Diensttelefonen ständig erreichbar zu sein. Und nebenbei könnten wir dann schon ganz in Ruhe von zu Hause aus ein paar „Dinge“ erledigen – ohne Anrechnung auf die Arbeitszeit, natürlich. Also, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Alle Arbeitsmittel sind bei Dienstende nach Gebrauch abzugeben!


Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 236001

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Deutsche Bahn   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29