Revolutionär Sozialistische Organisation

GDL und Bahn: Mauschelei hinter verschlossenen Türen

Montag 7. Januar 2008

Anfang Dezember verkündete der Chef der Gewerkschaft GDL einen „Etappenerfolg“ und das vorläufige Ende der Streiks. Doch von Seiten der Bahn gab es nur einige vage Versprechungen. Die GDL-Spitze verzichtete allerdings auf Verbesserungen für Zugbegleiter und Bistropersonal, obwohl diese vorher mitgestreikt hatten. So viel Kompromissbereitschaft beantwortete die Bahn mit weiteren dreisten Forderungen. Kurz vor Weihnachten brach der GDL-Chef die Verhandlungen ab. Doch nur einen Tag später saßen Verkehrsminister Tiefensee, Bahnchef Mehdorn und GDL-Chef Schell schon wieder an einem Tisch. Mehrere Wochen dauert nun schon dieser Schwebezustand von geheimen Verhandlungen an geheimen Orten und am 5. Januar wurde von GDL-Seite ein weiteres Mal auf Streiks verzichtet.

Tausende GDLer hatten trotz der Drohungen ihrer Vorgesetzten für Verbesserungen bei Arbeitszeiten und Schichtregelungen sowie mehr Lohn gestreikt. Doch ihre berechtigten Forderungen geraten immer mehr in den Hintergrund. Im Vordergrund steht das Gezerre um Einfluss in Verhandlungen und Aufteilung der Bahnbeschäftigten unter den drei Bahngewerkschaften. Für solche Taktierereien haben die GDLer jedoch nicht gekämpft. Deshalb: Schluss mit den Geheimverhandlungen! Vollversammlungen aller GDLer und aller kämpferischen Bahnbeschäftigten! Offene Diskussionen darüber, wie der Kampf geführt werden soll! Für den unbefristeten Streik!


Marx
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