Revolutionär Sozialistische Organisation

Ihre Kriege – unsere Opfer!

Donnerstag 26. November 2015

Die Spirale dreht sich weiter…

Die Verantwortlichen von Charité und CFM haben bestimmt als sie klein waren und Mutti wiedermal erbost ins Kinderzimmer schrie: „Räum deinen Saustall auf! Sofort!“ mit der einfachsten Problemlösungsmethode reagiert. Das ganze Gerümpel nehmen und in die Schränke oder unters Bett stopfen. Sauberer war es dadurch nicht. Aber das Problem immerhin verschoben. Wie wir darauf kommen? Ganz einfach. Ihre „Problemlösungen“ für den Personalmangel lassen darauf schließen. Die Intensivstationen sind überlastet? Kein Problem. Wir pfropfen einfach einen Teil der Arbeit, zum Beispiel den Patiententransport der OP´s, dem Krankentransport auf. Soll der doch sehen wie er damit klarkommt. Jetzt liegt es an uns, ob wir die verzogenen Gören damit durchkommen lassen…

Das erste Kind,

welches im gemeinsamen Kreißsaal am CVK das Licht der Welt erblickte, feierte vor wenigen Tagen seinen 20. Geburtstag. Die aktuell im Kreißsaal beschäftigten Hebammen feiern kräftig mit. Und zwar jedes Mal, wenn sie die Schicht überstanden haben, ohne dass es aus der personellen Unterbesetzung heraus zu Schäden für die Patientinnen und deren Nachwuchs kam.

Ganz doll Frau Heepe,

wie Sie das hinbekommen haben. Eine Frage, auf die jeder ein Ja oder ein Nein erwartet hätte, mit so vielen Worten zu umschreiben, um dann klar zu bekennen: „Ich kann kein Ja und kein Nein sagen!“ Dumm daran ist nur, dass es sich nicht um eine Sprechstunde beim Logopäden handelte, sondern um die Personalversammlung. Zu der waren sie eingeladen, um Stellung zu nehmen zu den Plänen, die Servicekräfte aus der Charité auszugliedern. Wir gehen davon aus, dass die Pläne dafür bereits auch in ihren Schubladen liegen, sie aber noch dabei sind, durchrechnen zu lassen, wie viel Geld damit eingespart werden kann. Geld, welches dann bestimmt auch seinen Weg zu ihren Centrumsleitungen finden wird. Oder?

Warum?

Der Hörsaal 6 im CVK ist nun bestimmt nicht groß. Trotzdem blieben viele, sehr viele Plätze bei der letzten Personalversammlung frei. Immerhin die erste Personalversammlung, bei der die neue Pflegedirektorin sprechen sollte. Über die Gründe dafür können auch wir nur spekulieren. Haben die KollegInnen des Centrums der Kommissarischen zu detailgetreu erzählt von den Zuständen dort, um noch auf das Statement gespannt zu sein? War es die Gewissheit, von Herrn Einhäupl als auch von Frau Heepe vor allem Frechheiten zu hören? War es die Erwartung einer Pflichtveranstaltung des Personalrates? Oder war doch nur wieder einmal die Personalnot daran schuld? Wir wissen es ja leider nicht. Aber eines wissen wir. Das nächste Mal gehen wir lieber zum Streikmeeting.

Personalmangel?

Genau, den kennen wir. Doch scheint er noch nicht groß genug zu sein. Denn in der Pflegedirektion hat man noch Kapazitäten, um für das neue Mitarbeiterempfehlungsprogramm ein sechsseitiges Papier zu erstellen. Für einen Tarifvertrag wäre das ein gutes Format. Keine Ausnahmen, keine Protokollnotizen, einfache Regelungen für alle geltend, wie 300 Jahre - 300 Euro oder eine klar definierte Mindestbesetzung. Aber hier geht es darum, 300,- Euro an diejenigen auszuzahlen, die einen armen Tropf überredeten, sich bei der Charité als Pflegekraft zu bewerben. Wenn man die Realität des Berufsalltags in der Charité verschweigt, könnte dies leicht verdientes Geld sein, doch spätestens beim Anblick des Workflows lässt man die Hoffnung auf 300 Euro fahren.

Was Hans nicht lernt…

Die Helios Klinik in Uelzen ist erst kürzlich negativ in den Schlagzeilen gewesen. Auslöser des Skandals waren verdreckte OP-Bestecke. Ursache? Aus Kostengründen hatte die Helios Gruppe die Sterilisation an die Helios Klinik in Gifhorn vergeben. Man geht davon aus, dass das Gifhorner Personal mit der Mehrarbeit teilweise überlastet war. (Ach nee?!) Und die Lösung? Leider ist sie so wie wir sie auch hier bei uns im Haus kennen. Statt mehr Personal, will man einfach die Bestände der OP-Bestecke aufstocken. Und wenn das alles nichts hilft, soll bis zum kommenden Frühjahr neu strukturiert und modernisiert werden. Und was das Ergebnis solcher Maßnahmen sein wird, wissen wir leider auch zu gut.

Von wegen Nichts geht…

Wenn man derzeit so die Nachrichten durchforstet schlackern einem glatt die Ohren. So viele Streiks im Gesundheitsbereich: die Celenus KollegInnen, die KollegInnen vom Hohenloher Krankenhauskonzern, die KollegInnen der Curschmann Kliniken… Ihnen geht es wie uns und auch sie wehren sich dagegen. Man stelle sich jetzt nur mal vor, was wäre, wenn wir alle gemeinsam die Probleme anpacken würden ;-)

Wir lassen uns nicht spalten!

Nach den schrecklichen Anschlägen in Paris am 13. November geht die Hetze gegen die Flüchtlinge wieder munter weiter. Nun wird Angst geschürt: Steckt hinter diesem oder jenem Flüchtling nicht doch ein verkappter IS-Terrorist? Durch solche Manöver soll nur versucht werden, die Spaltung zwischen uns Arbeitenden und den Flüchtlingen zu vergrößern. Und das nutzt nur den Bossen und Regierungen. Sie wollen uns glauben lassen, wir hätten mit der Regierung und den Unternehmen in Frankreich oder sonstwo mehr gemein, als mit der normalen Bevölkerung. Doch wir – die Arbeitenden und Ausgebeuteten egal welchen Landes - sind eine Klasse! Wir sind auf einer Seite! Es sind Ihre Kriege – und wir sind die Opfer.


Vitamin C vom 26.11.2015

Marx
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