Revolutionär Sozialistische Organisation

Bedrohen die Migranten die deutsche Gesellschaft?

Donnerstag 14. Januar 2016

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Der Zugfunke - 14. Januar 2016

„Qualitätsoffensive“ bei Regio

Zukünftig sollen die Tfs allein die Durchgangsprüfung der MG-Bremse an Zügen ohne Steuerwagen ma­chen. Davon verspricht sich die Führung, die Effektivi­tätsschraube noch ein, zwei Gänge weiter anziehen zu können. Aus den Schichten lässt sich jetzt schon kaum mehr herauspressen, als aus einem trockenen Schwamm.

Wo wird die Grenze sein, wenn wir diese Spirale in Zukunft nicht durchbrechen...

Ich kaufe ein B und möchte lösen…

In den Meldestellen entbrennen oft Meinungsverschie­denheiten darüber: Was darf ein KIN ohne B noch oder nicht. Nichts ist klar geregelt.

Das soll es vielleicht auch gar nicht. Genau so wie in anderen Vorschriften klare Regeln immer mehr mit den Worten „dürfen“ schwammiger werden, sollen die KINs bei Anweisungen durch die TP sich aus Unsi­cherheit nicht trauen, nein zu sagen.

Diese Unwissenheit ist die komfortabelste Position aus der Sicht der Chefetage. Die Schulungen wurden eingespart, die Züge fahren trotzdem und wenn etwas schief geht, lehnt man sich in der Plüschetage zurück und schiebt die Verantwortung nach unten durch.

Diejenigen, die immer davon reden, dass sie so eine hohe Verantwortung als Unternehmer tragen, sind da­mit beschäftigt, diese weit von sich zu schieben. Gute Ausbildung ist unsere Sicherheit, an der nicht gespart werden darf. Dafür müssen wir kämpfen.

Pofallas Kochstudio

„Die Rezepte aus der Vergangenheit scheinen nicht zu funktionieren.“ Mit Sonderteams und Pünktlichkeits­managern will Pofalla die bittere Suppe der Ursachen - Sparen an Personal und Material – in süßen Honig verwandeln. Als Dessert sollen die Ge­schäftsfelder wieder zusammenarbeiten!!!

Chefkoch Ronald: „Das war alles schon mal so und es hat sogar funktioniert.“ Soll er doch lieber mit seinen Kumpels und ihren neuen-alten Rezepten einen Rot­wein trinken, als uns hier auch noch rein zu pfuschen. Wird sowieso Zeit, dass wir den Laden übernehmen.

Paradebeispiel

Nachdem Grube damit gescheitert, ist privates Kapital in das Werk Eberswalde zu locken, will er die Kollegen für einen Euro an das Land verschachern. Somit ent­ledigt er sich dem „Problem“, selbst Bahner zu entlas­sen, der sozialen Verantwortung und sonstiger Altlas­ten.

Genau das bedeutet Privatisierung: Ausplündern und dann die Kollegen und die Stadt sich selbst überlas­sen. Eigentlich haben die Kollegen allen Grund, richtig Stress für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu machen.

Geladen

Zu Weihnachten gab es für jeden ein Handaufladege­rät in die S-Bahn-Fächer gesteckt. Aber die passen nicht fürs Diensthandy. Ist da was vom LkW gefallen? Eine wirklich gute Idee, die zeigt, dass wir da jeman­dem ganz doll am Herzen liegen.

Die Wintervorbereitung hat einen Virus

Nach Monaten der Wintervorbereitung sind die Um­kleideräume der Meldestelle Ostbahnhof wieder warm und es gibt sogar warmes Wasser. Doch nun bilden sich in Nauen Eisblumen an den Fenstern der Melde­stelle, denn die Heizung ist ausgefallen. Und in Belzig ist das Heizöl aufgebraucht… Na hoffentlich stecken sich da nicht noch mehr an. S-Bahn-Roulette

Die Verhandlungen zur Arbeitszeit laufen bei der S-Bahn, nichts genaues weiß man nicht. Aber die Team­leiter gehen schon mal damit hausieren, wer nur eine Meldestelle haben will, der kriegt keine festen Schicht­pläne; ansonsten muss man eben bei den Meldestel­len flexibel sein. Nur Nieten in diesem Spiel, der Gewinner ist die Bank…

"WIR" waren gut vorbereitet, aber die Bahn?

Im November war die S-Bahn gut auf den Winter vor­bereitet, aber jetzt im Januar? So spät noch? Wirklich unfair, der Winter. Züge sind an den Schneetagen wie­der ausgefallen und Enteisungsteams standen ausge­rechnet auf der linken Seite des Bahnsteigs, wenn es rechts klemmte. Pech aber auch. Ohne Personal kann der Winter nicht besiegt werden.

in Zukunft weniger Bahn(er)

Der neueste Wisch von der Projektgruppe „Zukunft Bahn“ bei der DB zählt die Träume der Chefetage auf: Die Produktivität der Lokführer soll von 55% auf 70% steigen, IT-Programme sollen noch mehr als bisher Arbeitsabläufe steuern und werden so auch persönli­che Ansprechpartner ersetzen, „Projektgesellschaften“ für Ausschreibungen mit den schlechteren Branchentarifverträgen sollen normal werden, Gastfahrzeiten und TU’s sollen nicht als vollwertige Arbeitszeit angerechnet werden, die Nacht­schichtanteile in den Werkstätten sollen erhöht wer­den usw.

Was sonst noch zwischen den Zeilen steht... Klar ist, dadurch soll auf wenige Kollegen viel Arbeit konzen­triert werden. Sie haben sich da was überlegt, wir sollten uns auch was gemeinsam als Ant­wort überlegen!

Bahnstreik in Belgien

Seit Juli 2015 verlangt die belgische Regierung, dass die bisher von 33.000 Beschäftigten getane Arbeit in Zukunft von 26.000 gemacht wird. Dagegen gab es im Oktober eine Demo von 100.000 Teilnehmern in Brüs­sel und einen dritten Streik im Januar über 2 Tage, der die Bahn weitgehend lähmte. Für Februar ist ein 3-tägiger Streik geplant, wenn die Regierung weiter auf Kosten der Arbeitenden sparen will.

Wie überall können die Arbeitenden nur mit Streik ihre Interessen wahren. Leider sind die Gewerkschaften im niederländisch- und im französisch-sprachigen Lan­desteil uneinig. Für einen Durchbruch müssten alle zusammen streiken.


Marx
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