Revolutionär Sozialistische Organisation

Kriminell ist die Ungleichheit in dieser Gesellschaft

Donnerstag 28. Januar 2016

PDF - 142 kB
Der Zugfunke - 28. Januar 2016

Wer zu spät kommt, dem wird gegeben

Die Vorstände der DB haben neue Boniregeln: Den maximalen Bonus von 130 Prozent gibt es „erst“, wenn die Pünktlichkeit im Fernverkehr bei 83 Prozent liegt und im Güterverkehr bei 76 Prozent! Was sagt uns das? Alle fünf Tage einen Karenz-Tag einlegen, dann kriegen wir noch ne Prämie dafür. Wär doch was...

S-Bahn München – ein Projektversuch?

Die Kollegen in München haben Grund sich Sorgen zu machen. Das Netz wird neu vergeben und im Strategiepapier der DB ist von „Projektgesellschaften“ die Rede, die bei Ausschreibungen mit geringeren Tarifstandards antreten sollen. Jetzt hat Regio halbherzig dementiert. Für München sei keine „Projektgesellschaft“ geplant… aber sonst in Bayern trete man mit Tarifverträgen der Konkurrenz an. Egal, wie sie es nenne, das sollte uns nicht beruhigen.

Strategiepapier – vom Menschen zur „Kapazitätsanpassung“

Hier ein Versuch aus dem Strategiepapier Zukunft Bahn, hinter Nebelschwaden zu verstecken, um was es wirklich geht: „zeit- und qualitätsgerechte Umsetzung von Organisationsmaßnahmen sowie sozialverträgliche Kapazitätsanpassung“, die „im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung geklärt werden müssen.“ Übersetzt: Daumenschraube andrehen, Leute rausschmeißen und versetzen, ein Ort nach dem anderen mit Druck auf die Betriebsräte… und die Menschen werden nur zur Nummer.

Tanz mit dem Teufel – Freibier mit Grube

Für Mittwoch lädt „der werte Dr.“ zu seiner Party anlässlich der Unterzeichnung des Verkehrsvertrages ein. Damit überhaupt jemand kommt, gibt’s Schnittchen und Freibier. So billig lassen wir uns nicht kaufen, um Grubes Partyfreunde zu spielen. So viel Freibier gibt es gar nicht, um den täglichen Ärger zu vergessen. Denn der Verkehrsvertrag an sich bringt uns nichts.

Schach matt!

Ab 1. Februar sollen die Aufsichten mit geänderten Schichtplänen und wechselnden Einsatzorten auf die S-Bahnhöfe verteilt werden. Sind die Meldestellen überhaupt schon bereit? Jedenfalls Kollegen, mit denen man seit Jahren arbeitete, wird man kaum noch sehen, alles nur damit die Bahn uns Aufsichten wie Bauen auf dem Schachbrett durch ganz Berlin verschieben kann. Zeit den König mal mit der Mistgabel zu picken, damit wir dort bleiben können wo wir seit Jahren gute Arbeit leisten.

Überzogene Erwartungshaltung

Die Zeiten für die Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten werden immer knapper. Wenn das Schichtende auch noch haarscharf an die letzte S-Bahn-Verbindung gequetscht wird, dann kann eine so gespannte Reisekette schon mal reißen. Wenn Kollegen Taxis nehmen und zusätzliche Kosten anfallen, werden schon mal Personalgespräche geführt, dass wir es „nicht ganz so eng sehen“ sollten. Doch das sehen wir eng. Denn wen haben sie am A… ,wenn wir sicherheitsrelevante Dinge „vergessen“, nur im die letzte Bahn zu kriegen? Und Verzicht hat noch keinen Arbeitsplatz gerettet.

Die haben zwar eine Schraube locker…

Der DB-Konzern ordert Fahrzeuge, wie die Talente, an denen z.B. die Achslagerdeckelschrauben nur einmal verwendet werden dürfen. So entstehen in den Regionen Kosten, die ausgeglichen werden sollen. Wo wird gespart? Natürlich am Personal durch Arbeitsverdichtung usw. Der Konzerneinkauf bekommt Prämien und uns soll etwas abgezogen werden. Dieses System hat so eine Macke, aber einige können damit und davon richtig gut leben.

Hamburger Modell

Das „Prestigeprojekt“ von Regio, der IRE nach Hamburg, sollte offiziell der Fernbuskonkurrenz ein Schnippchen schlagen. Es zeigt sich aber immer mehr, dass das Projekt eine Tür aufstoßen sollte, um den Tarifverträgen zu entfliehen. Den Braten haben immer mehr gerochen. Die letzte Drohung: Wenn ihr nicht Verschlechterungen bei der Arbeitszeit wollt, dann fahren wir mit Metronom – habe die Kollegen abgelehnt! Sie haben sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Denn billiger für Regio kann das nicht werden, selbst wenn der Subunternehmer kostenlos fährt. Also gar nicht so schlecht, so ein Hamburger Modell, wir lernen viel dazu und es sollte Schule machen.

REGIOnale Verschiebungen

Immer wieder gibt es viele Versetzungen auch gegen den Willen der Kollegen z.B. nach Nauen und Südkreuz, weil ein scheinbarer Personalmangel mit einem Überhang ausgeglichen werden müsste. Unter anderem auch aus Meldestellen aus dem Umland, was mit erheblichem Aufwand und Fahrkosten verbunden ist. Es gibt leider schon mehr als genug Kolleginnen und Kollegen, welche weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Dies ist oft nicht nötig, wenn die Leistungen anders verteilt werden und der Mensch im Zentrum stehen würde.


Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 242800

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Deutsche Bahn   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29