Revolutionär Sozialistische Organisation

Die Flüchtlinge sind nicht das Problem!

Donnerstag 11. Februar 2016

Zwischen den Streiks

Es ist doch immer wieder eindrucksvoll, wie die CFM die Motivation ihrer Beschäftigten erhöht. So wurde vor zwei Jahren der Tarifvertrag im Sicherheitsgewerbe für allgemeinverbindlich erklärt. Damit konnten die KollegInnen in der blauen Montur auch zum 1.Januar 2016 mit etwas mehr Geld rechnen. Doch der Teufel steckt im Detail, welches die CFM natürlich herausgefunden hat. Die Löhne sind gestaffelt nach Aufgabenprofilen. Und da ist es doch ein Leichtes, dem einzelnen Kollegen einfach ein niedriger bezahltes Aufgabenprofil zuzuweisen und schon hat dieser am Ende des Monats statt mehr, weniger Geld auf dem Konto. Auch wenn es nicht neu ist: Wenn die Bosse nur so tun, als wenn sie uns bezahlen, tun wir nur so als ob wir arbeiten.

Batsch-

Die Ohrfeige hat gesessen! Während wir 2011 mit der Forderung nach 168 Euro mehr Lohn von der CFM mittels Hells Angels - Sicherheitsdienst und anderer Lumpereien bekämpft wurden, bieten die Herrschaften uns jetzt gerade 168 Euro als Prämie in der Logistik an. Diese sollen Fahrer erhalten, die einen Monat durchgehend auf dem Bock der großen Trucks sitzen. Statt einem erhöhten festen und rechtssicheren Gehalt für Alle, will die CFM auch weiterhin sich aussuchen, wem sie einen Krümel mehr gibt. Natürlich nur mit Gegenleistung. Die Einsatzpläne in der Logistik werden dafür sorgen, dass nur wenige Kollegen in den Genuss dieser Prämie kommen werden. Darum lohnt es sich auch nicht, sich um den Platz hinterm Lenker der „Großen“ zu streiten und den Chefs die zweite Wange für die nächste Ohrfeige hin zu halten. Sondern diese Klatsche geben wir ihnen zurück. Gemeinsam!

Schwerkranke liegen nun vorm Krankenhaus

In jedem Betrieb gibt es Verluste zu verschiedenen Jahreszeiten, vor allem in der Winterzeit: bei der Bahn sind es die Züge, die ausfallen und bei der CFM KollegInnen mit gebrochenen Gliedmaßen. Da in Mitte nicht früh genug gestreut wurde, fielen viele KollegInnen auf dem Weg zur Arbeit hin und manche haben sich sogar schwer verletzt. Wer war für den Winterdienst vergangenes Jahr in Mitte verantwortlich? Gibt es Firmen, die noch billiger sind als die CFM? Angeblich hat Raguse auch schon jemanden verklagt, aber sicherlich nicht die CFM selbst.

Big Brother Charité

Langsam kann man echt das Gefühl bekommen, dass auf dem Gelände der Charité die Überwachung der KollegInnen intensiver läuft als für manchen Patienten. Neben Detektiven, welche im Auftrag der CFM ihr Spürnäschen eingesetzt haben, gibt es eine immer noch zunehmende Videoüberwachung, vor allem am CVK. Bisher soll diese nur zur Sicherheit der KollegInnen dienen, aber es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die Kameras die Arbeit der Detektive übernehmen.

Autolobby gegen Grenzen! …ähhh Grenzwerte!

Dies sind wiedermal Zeiten in denen Mensch sich wünscht entweder ne große Bank oder ein Autokonzern zu sein. Für dieses Klientel ist die Welt soooo einfach. Jahrelang die ganze Welt mit falschen Abgaswerten und Schummelsoftware belogen und betrogen? Eeeegal! Die EU kümmert sich prompt und passt die Grenzwerte insofern an, dass es eigentlich gar keine Grenzwerte mehr gibt, weil man sie nun eh bis ins lächerliche überschreiten darf. Und da erzähl uns mal noch einer was von unabhängiger Politik…

Einsamer flinker Mopp sucht …

Wir wollen nicht mehr allein, in aller Eile, durch die Ecken flitzen. Teilen macht Spaß. Und deswegen würden wir gerne die vielen zu reinigenden Flächen auf mehr KollegInnen aufteilen… mit den läppischen acht neuen Stellenanzeigen der CFM Reinigung lässt sich dieser Traum wohl kaum verwirklichen. Umso wichtiger ist es, die Chefs mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen und spüren zu lassen, dass die Arbeit mit so wenigen KollegInnen einfach nicht zu schaffen ist! Da bleibt der einsame flinke Mopp wohl liegen…

Propaganda

Das erste Opfer jeden Krieges ist bekanntlich die Wahrheit. Da ist man ja von deutschen Propagandakompanien einiges gewöhnt. Was uns allerdings in der aktuellen Bundeswehrkampagne zugemutet wird, ist nichts für schwache Mägen. Neben einer Militärärztin steht auf dem Plakat „Hier kämpfst Du für Deine Patienten, nicht für den Profit.“ Ist das ihr Ernst? Wofür sind denn deutsche Soldaten in aller Welt im Einsatz, wenn nicht für den Profit? Ach ja, für „Frieden“ und „Fortschritt“ – wie der nach westlichen Militäreinsätzen aussieht, kann in Afghanistan, Irak oder Syrien besichtigt werden. Widerlich…

„Mach nur einen Plan, sei ein großes Licht,

und mach dann noch nen zweiten Plan – gehen tun se beide nicht…“ Richtig geraten – es geht um das Hochhaus in Mitte. Klar kann man daran glauben, dass alles planmäßig und gebrauchsfähig fertig wird. Glauben heißt ja wohl: man weiß es nicht…


Vitamin C vom 10.02.2016

Marx
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