Revolutionär Sozialistische Organisation

Wenn Wahlen etwas ändern würden

Donnerstag 25. Februar 2016

Nach Bad Aibling bei der DB nichts Neues

Nach Ansicht der DB sind „geprüfte“ in die La in­tegrierte Funklöcher wie in Bad Aibling kein Pro­blem. Alles innerhalb gültiger und zugelassener Verfahren. So wie alle Funklöcher im Fernbahn­netz. Oder Notrufe, die „ins Leere gehen“, weil das Pult abgeschlossen ist… Die Anzugträger aus dem Vorstand sind die reinsten Unschuldslämmer.

Doch sie sind es, die regelmäßig versuchen, si­cherheitsrelevante Vorbereitungs- oder Ab­schlussarbeiten zu kürzen, Arbeitsschutzpausen zu zerhacken…Wagenmeister, Aufsichten alles überflüssig.… Bremsproben werden oft unter Zeit­druck und vom Tf allein ausgeführt. Dass vier Au­gen mehr sehen können als zwei... egal, Perso­nal wird gestrichen und das Regelwerk wird so angepasst, dass der Fehler nur uns passieren kann. Es ist in etwa vergleichbar mit unseren Schichten: Verschläft man zu einer 2 Uhr Schicht, ist immer der Schuld, der verschlafen hat und nicht derjeni­ge, auf dessen Druck solche unmenschliche Schichten eingeführt wurden.

Darf nischt kosten

Gebetsmühlenartigen predigen die DB-Chefs, es lag „kein technisches Versagen“ vor. Ach ja? Fehler werden sich nie ganz vermeiden lassen. Aber Folgen lassen sich auf ein Minimum reduzieren, wenn maximal Sicherheitstechnik eingerichtet ist. Das kann dann einen größeren Schaden vermeiden. Dass dies möglich ist, beweist zum Beispiel das einfache System „Radiostopp“, mit dem der Fdl in Polen per Tastendruck alle Züge anhalten kann. Sicher auch mit GSMR-Funk machbar. Die DB hat wirklich alles technisch Mögliches gemacht? Wir glauben ihnen kein Wort!

Leerverkauf

Wegen großartiger Managementleistungen bei Bombardier und der DB müssen die Talente von Regio häufiger in die Werkstatt. Wegen dieser sogenannten mangelnden Fahrzeugverfügbarkeit springt die ODEG für Regio ein. Die ODEG selbst muss wegen Fahrzeugschäden mit Ersatzfahrzeugen von der Vlexx fahren…. und alle verdienen noch Geld dabei? Komisches System.

Das Tablet macht bling, bling…

Seit dem Schenker die Tablets eingeführt hat, sind die Signalüberfahrten stetiggestiegen. Über Konsequenzen ist bisher noch nichts bekannt geworden. Wahrscheinlich überwiegen die Vorteile zur Flexibilisierung unserer Arbeit mehr als der Sicherheitsgedanke. ….und alles ist vergessen.

Welche Zukunft Bahn?

Projektgruppen und Teams treffen sich unermüdlich… aber was wird da geredet? Von keiner Seite gibt es klare Aussagen, auf die man sie festnageln könnte. Außer Optimierung, Optimierung… aber das haben wir schon genug erlebt. Beispiel S-Bahn: da wurde so viel optimiert, dass am Ende kaum noch was fuhr, um damit wiederum die nächste Optimierung zu rechtfertigen. Wenn die von „Zukunft Bahn“ reden, ist das das blanke Gegenteil von dem, was wir wollen!

Resturlaub forever

Wer bei der S-Bahn nach seinem Resturlaub fragt, der kriegt nur als Antwort: „geht nicht“. Stattdessen soll alter Urlaub mit Neuem verrechnet werden. Damit wird Urlaub auf die lange Bank geschoben.

Es ist Anfang des Jahres, und schon jetzt soll nichts mehr gehen? Wir sollen auf Ansprüche verzichten? Also unser Traum „Zukunft Bahn“ sieht definitiv viel mehr Einstellungen vor, damit wir mindestens mal kriegen, was uns zusteht!

Wenns einfach zuviel ist…

und man die Schnauze voll hat, weil es nicht mehr geht… was tun? Einem Fdl auf einem S-Bahn-Stellwerk ist es kürzlich so ergangen, und er ist gegangen! Zu viele Tröpfchen, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben? Damit ist der Kollege nicht alleine…!

Fashion-Cops unterwegs

Einem Teamleiter bei der S-Bahn ist kürzlich die helle Naht an einer dunklen Hose eines Tf auf den Senkel gegangen. Einem anderen passten die hellen Schuhe nicht, dabei werden die sowieso von alleine dunkler. Vielleicht passen denen unsere zivilen Tarnkappen nicht? Sie gönnen uns nicht das bisschen Arbeitsentlastung in zivil? Mit Schlips fahren ist ja nun weder hübscher noch wartet es sich für die Fahrgäste leichter.

Wer hätte es gedacht...

Mit den Umwandlungen bei den Aufsichten zu mobilen sind - hoppla - einige Mängel aufgetreten: Falsche Unterlagen, nicht genügend Schlüssel für die Pausen- und Einsatzräume und deren „schlichte“ Einrichtung. Manche Toiletten sind so versifft, dass keiner freiwillig rauf geht.

Dass noch viel an den Räumlichkeiten gemacht werden muss, war nicht so unvorhersehbar. Doch statt dies als erstes anzugehen, beginnen sie lieber bei uns. Dass wir uns mit dem Chaos, dass die da oben eingeplant haben, dann rumschlagen müssen, ist ihnen egal.


Der Zugfunke - 25. Februar 2016

Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 236688

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Deutsche Bahn   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29