Revolutionär Sozialistische Organisation

Menschenrechte Fehlanzeige

Donnerstag 10. März 2016

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Der Zugfunke - 9. März 2016
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Übergreifend

Auf der einen Seite die Perspektivlosigkeit der Arbeits­losen, auf der anderen der wachsende Druck auf die Arbeitenden. Menschen sind durch Ausbeutung und Terror gezwungen, in andere Kontinente zu fliehen; kommen traumatisiert… diese kapitalistische Gesell­schaft bringt permanent Probleme.

Solche Umstände führen zu einer steigenden Aggressi­vität und Übergriffen, auch auf die Zugbegleiter. Nur zusätzliches Personal von DB Sicherheit oder doppelte Besetzung der Züge und Personal auf den Bahnstei­gen wären die Lösung.

Aber dazu wäre Personal nötig und Geld, das da wäre, würde es sich nicht in den Taschen der Aktionäre und Superreichen anhäufen und auch die Ursache für viele Probleme ist. Erst wenn wir diesen Teufelskreis des Kapitalismus aufbrechen, können wir sagen: Wir schaffen das!

Abstellen!

Da wird geredet, geredet, geredet... die Probleme blei­ben. Bestes Beispiel ist das Abstellen von Fahrzeugen in Moabit. Ein knappes Jahr geht der Zirkus um fehlende Wege vom Abstellplatz. Verantwortlichkeiten werden hin und hergeschoben. Alles um einige Stunden Arbeitszeit einzusparen und uns Schichten zu unmenschlichen Zeiten aufs Auge zu drücken. Inzwischen hat das EBA davon Wind bekommen und siehe da, es kommt Bewegung in die Sache. Und die Chefs reden ganz anders. Sie hätten lieber das Problem ohne EBA ausgesessen?

Eine Weisung ersetzt keine Einweisung

Grundsätzlich wollen die Regio-Chefs den Zugbeglei­tern alle betrieblichen Aufgaben zu entziehen. Geht es nicht anders, wird doch gerne auf sie zurückgegriffen. Doch aus das muss billig gehen. Beispiel Angermünde: Bekamen die Lokführer für das Aufschließen der Hand­weichen im Streckengleis noch eine praktische Einwei­sung sollen die Zub‘is das nun nach einem kurzen Blick auf einen Aushang raffen. Gibt es keine Unterweisung für sicherheitsrelevante Handlungen, dann dauert es eben länger. Wir dürfen uns damit keinen Stress machen.

Top-Checker-Grube

Auf die Frage: Warum hat die DB mit dem Ziel Top Ar­beitgeber zu werden, mehr Wochenarbeitszeit und we­niger Urlaub als die jetzigen Top10? antwortet Grube so: Die DB definiere dies nicht nur über die Arbeitszeit oder den Urlaub. Dafür gäbe es aber einen umfassenden Gesundheitsschutz...

Grubes Top-Logik: viel Arbeitszeiten + wenig Urlaub = viel krank – Gesundheitsschutz = Top???

Und wir dachten: wenig Arbeitszeit + viel Urlaub = weniger krank = Top!!!

Weiter: Vereinbarungen zur Schichtplangestaltung bringen die individuellen Bedürfnisse in Einklang.

Davon kommt bei Regio nichts an oder meint Top-Gru­be damit die Schichtplangestaltung im Einklang mit sei­nen individuellen Gewinnerwartungen...?

Gut möglich. Aber auf jeden Fall muss unsere Antwort sein: wenig Arbeitszeit + viel Urlaub = bessere Schicht­pläne. Alles ganz einfach zu checken, Rüdiger.

Kein Sonderwunsch mehr nach Pankow

Es gibt eine Reaktion auf die unter Verschluss gehaltene Belastungsstudie bei der S-Bahn: Aus der Leitung Fahrbetrieb heißt es, jetzt sei Schluss mit den Sonder­wünschen nach Erleichterungen in den Schichtlagen (z.B. keine Nachtschichten) und Schluss mit Genehmi­gung von Teilzeit. Maßnahmen, die man von Regio schon kennt.

Die Belastungsstudie bringt katastrophale Ergebnisse und die Leitung erhöht… die Belastung! Hinter dem freundlichen Gefasel über Besserungen nichts als unverhohlene Ankündigungen.

Zusammen ist´s ein Fest

Bahner aller Geschäftsfelder vereinigt euch im Pausen­raum! Pausenräume und Meldestellen von S-Bahn und Regio sollen Ostbahnhof zusammen geschmissen werden. Wenn bei der Gelegenheit die Ausstattung für alle verbessert und die längeren Wege eingeplant würden, dann könnte man nichts als „Danke“ sagen.

Passt nicht

Als es letztens Störungen bei der S-Bahn gab, war wieder dieses Phänomen zu erleben: ganze Zuggruppen werden abgestellt und der TF? Auch. Woanders kriegen Tfs aber keine Ablösung und stellen Züge weg, weil die Lenkzeit vorbei ist. Züge und Tfs wie im Paralleluni­versum und die Transportleitung im Stress. Auch wenn Störungen nicht immer zu verhindern sind, dass einige Kollegen deswegen im Kreis laufen, das schon.

Funk im schwarzen Loch

Draußen auf der S 3 gibt es auch eins dieser Funklöcher. Der Funk geht nicht überall. Regeltechnik muss doch eigentlich funktionieren. Die Bahn plant stattdessen von vorn herein mit der Rückfallebene, und die soll ausgerechnet das Diensthandy sein, das nicht dafür ge­dacht ist. Es sind solche scheinbar kleinen Abweichungen, die die Sicherheit reduzieren und am Ende bei „Verkettung unglücklicher Umstände“ uns die Probleme bringen können.

Frankreich: Arbeitsrechtsreform? Ab damit in die Tonne!

Am 9. März haben die französischen Eisenbahner gegen die geplanten Verschlechterungen bei der SNCF gestreikt. Die SCNF plant eine Reduzierung der Ruhetage, eine Verlängerung der Arbeitszeit, Erleichte­rungen bei Planänderungen in letzter Minute… Dieser Angriff hat große Verärgerung ausgelöst. Über 60% haben sich am Streik beteiligt! Nur jede dritte Zug fuhr.

Gleichzeitig steigt die Wut in der Bevölkerung gegen die neue allgemeine Reform des Arbeitsrechts, die ein Angriff auf viele soziale Errungenschaften bedeutet und alle Arbeitenden bedroht. Am 9. März haben auch die Jugendlichen gegen die Regierung und ihre Reform demonstriert, manchmal zusammen mit den Eisenbah­nern, und Schulen blockiert. 500.000 Menschen haben sich frankreichweit an Demonstrationen beteiligt. Die Regierung fürchtet eine gemeinsame Bewegung, die diese arbeitgeberfreundliche Politik zurückschlagen könnte!

Der Streik bei der SNCF und die Mobilisierung der Jugend können der Anfang von Gegenwehr in 2016 sein, in Frankreich... und überall!


Marx
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