Revolutionär Sozialistische Organisation

Es gibt die Wahlen… und die Zeit davor und danach!

Donnerstag 24. März 2016

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Der Zugfunke - 24. März 2016

Der Kapitalismus im Ferkeltaxi (VT95)

Die Privatsierung, der Wettbewerb, treibende Kräfte wie Angebot und Nachfrage… die Gesetze des Marktes bringen nur Vorteile für die Kunden. Diese Topargumente wiederholen die Ideologen und Speckmaden dieses Wirtschaftssystems oft und gern. Und ja, ihr letztes Beispiel, das uns völlig überzeugt: Die NEB muss mit Museumsfahrzeugen der Eisenbahnfreunde fahren, um den Verkehr aufrecht erhalten zu können! Ein dreifaches Hoch auf die Triebkräfte des Kapitalismus.

Undichte Stellen

Die Chefetage hat schlechte Laune. Da tauchen in Meldestellen von Regio Urteile und Schlichtersprüche auf, die ihre Träume von unbegrenzter Flexibilität platzen lassen. Das ist sehr ungezogen!! Denn aus Sicht der Faultierfarm halten sie sich doch nahezu diktatorisch an Recht und Gesetz. Also, wer war das? Haben die Tablets etwa undichte Stellen?

Moabiter Unruhen

Eigentlich sollten ein paar Stunden Arbeitszeit bei den Regio-Tfs eingespart werden. Doch nun platzt die Nummer, weil Sicherheitsbestimmungen beim Abstellen nicht beachtet wurden. Tausende Euros wurden in dem Hickhack in den Schotter gesetzt. Dann hätten sie die alten Dienstpläne doch mal lassen können. Aber eher verbrennen sie die Kohle. An diese Geschichte werden wir uns erinnern, wenn es wieder heißt, es wäre kein Geld da.

Bahnbilanz: Umsätze gestiegen! - Gewinne Mist?

Immer weniger Beschäftigte erwirtschaften mehr. Steuermilliarden fließen, wohin auch immer. Aber die Schulden sind auf 20.000.000.000€ angewachsen.

Wer ist es eigentlich, der am Ende die dicken Taschen hat? Bei uns werden nur die Augenringe dicker. Licht am Ende des DB-Towers

Die schönste Nebensache für Regio-Teamleiter ist Energie sparen. Keine Gelegenheit wird ausgelassen, uns die Brisanz der Lage vorzukauen. Anstatt uns die Ohren abzukauen, sollten sie mal nachts eine Exkursion zum Sonycenter wagen. Alle Stockwerke komplett erleuchtet.

Weltbahnhof Hegermühle neue Dienststelle

Eigentlich war versprochen, dass die Tfs, die wegen der Bauarbeiten Fredersdorf-Hegermühle den Inselbetrieb fahren sollen, vorher informiert und gefragt werden, ob sie wollen. Tatsächlich kam die Info-SMS erst im nachhinein. Und im Arbeitsplan tauchte nur auf 4 min Fußweg zwischen Ostbahnhof und Hegermühle. Da kann man ja wohl sauer werden. In den Chefetagen geben sie sich nicht mal Mühe so zu tun, als wäre es ihnen wichtig, dass wir vorher wissen, wo wir morgen arbeiten sollen und dabei auch mal ein bisschen selbstbestimmt mitreden wollen.

Sondereffekt Aufsicht

65 Millionen Euro hat die S-Bahn letztes Jahr Gewinn gemacht, nach offiziellen Zahlen. Die Steichung unserer Aufsichten ist sicher auch ein „Gewinn“ für die Chefetage…

Resturlaubstage…

… werden weiterhin vermisst. Aber jetzt kommt ja Ostern. Vielleicht ist irgendwo was versteckt?

Billig den Schein wahren

Bis 2017 sollen ne Menge Tfs bei der S-Bahn ausgebildet werden. Aber immer wieder haben Kollegen aus den neuen Kursen Schwierigkeiten, die Prüfungen zu schaffen. Könnte es sein, dass die Zahlen besser wären, wenn die Ausbildung nicht im Affenzahn in 9 Monaten durchgepeitscht würde und die Neuen mit Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen (noch) größere Lust auf den Job hätten und die Bahn nicht auf die Bildungsgutscheine luchsen würde? Könnte doch sein, oder?

„200 Arbeitsplätze heute! Wie viele sind es morgen?“

War auf einem Transparent der ArbeiterInnen von Bombardier zu lesen, die gegen den geplanten Stellenabbau in verschiedenen Werken in Deutschland protestierten. 1.430 von ihnen sollen gehen, weil das Unternehmen angeblich in einer Krise steckt und nun versucht im internationalen Wettbewerb besser dazustehen. Doch die Auftragsbücher sind trotz Rückgangs voll. „Lediglich“ 200 bis 400 Millionen Dollar Gewinn werden dieses Jahr erwartet. Zurecht gab es an vielen Standorten Proteste wie in Hennigsdorf, wo 800 Arbeiter zusammen kamen.

Terrorismus… made in Europe

Bei den Anschlägen in Brüssel sind 31 Menschen gestorben und etwa 230 verletzt. Das schockiert uns alle. Spitzenpolitiker Europas zeigen sich empört und sprechen in martialischen Worten von „Kriegsakten“, der Kampf gegen Terrorismus sei „hart und entschlossen“ weiterzuführen. Je lauter sie auftreten, umso mehr wollen sie verstecken, dass in vielen Ländern von Afrika bis Asien Bombardierungen und Anschläge zum Alltag gehören. Die europäischen Länder sind mit Flugzeugen, Raketen und Soldaten dabei, die Bevölkerungen zu terrorisieren. Von Afghanistan und Mali über Syrien, Libyen und Türkei… überall mischen die Großmächte mit und arbeiten Hand in Hand mit Diktatoren. Zugleich verstärken sie die menschlichen Katastrophen, indem sie Flüchtlingen die Hoffnung auf ein (Über)Leben in Europa zerstören und die Grenzen militärisch absichern. Das liefert durchgeknallten Predigern Allahs die Argumente, um unter Jugendlichen, die die Nase voll haben von Arbeitslosigkeit, Elend und Krieg, Anhänger für ihren Terror zu finden.


Marx
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