Revolutionär Sozialistische Organisation

Steuerflüchtlinge enteignen!

Mittwoch 20. April 2016

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Der Zugfunke - 20. April 2016

Urlaub zu Überstunden – doppelter Reibach

Nicht nur, dass die Bahn den Resturlaub sonst wohin in die Zukunft verschiebt, um erstmal Überstunden abzubauen. Sie versucht auch noch zu profitieren, wenn wir auf dem Ausgleichstag krank werden. Dann soll der freie Tag futsch sein und wird nicht wie bei Urlaub gutgeschrieben. Die Bahn kann nicht krank werden, nur wir. Eine Einbahnstraße á la DB und eine echte Frechheit.

Alles Lüge

Die Einsatzräume bei Regio NO werden von den Schlipsis oft damit begründet, dass dadurch Versetzungen von Kollegen vermieden werden. Ja ja, sie wollen wie immer nur unser Bestes.

Warum nur kommt es im Vorzeigebereich RE6 in der letzten Zeit zu immer mehr Versetzungen? Warum werden die Kollegen zwischen Angermünde und Eberswalde wegen der PKP Qualifizierung hin- und her verschoben? Eine Frage der Zeit und es wird Versetzungen wegen fehlenden B`s der KIN anlaufen, weil die Qualifizierung eingespart wurde. Könnte es sein, dass sie gar nicht unser Bestes wollen und schon gar nicht, dass Einsatzräume für uns irgendeinen Vorteil haben???

Jetzt läuft der Laden wieder – was zu befürchten war!

Konzernvorstandsmitglied Birgit Bohle: „Wir werden Fehler machen und in einer guten Art und Weise damit umgehen. Ich wünsche mir, dass wir dabei nach vorne schauen. Wenn wir hinfallen, wieder aufstehen, uns kurz schütteln und weiter machen.“

Aha, der Vorstand versucht wieder laufend zu lernen (warum können wir eigentlich nie Lerneffekte feststellen!?). Versetzungen, die Familie kaum noch sehen, Gesundheitsprobleme… nur kleine Fehler am Rande auf dem Weg in Richtung Superprofite? Und für uns heißt es: Signalüberfahrt… kurz schütteln und weiter geht’s.

Er war’s, er war’s… Sie warn’s!

Die Bayrische Oberlandbahn (BOB) bewirbt sich genau wie DB Regio mit Tochter und Sub-Firmen mit schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen auf Ausschreibungen; z.B. mit der Transdev.

Die Chefetagen sind scheinbar nur durch verschieden Schlipse zu unterscheiden. Ihr Vorgehen begründen sie immer mit dem gleichen Argument: die anderen bestimmen die Marktbedingungen und man müsse sich diesen anpassen - natürlich nur, um Arbeitsplätze zu retten! Ist natürlich alles Quatsch, denn sie selbst warns, die die Marktbedingungen geschaffen haben, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Kein noch so guter Chef wird daran etwas ändern. Es ist sein Job: Hohe Renditen erzielen!

Wir sind’s aber, die die „Marktbedingungen“ für uns verändern können, denn das sind alles keine Naturgesetze. Und dann stellt sich die Frage: Warum den „Markt der Chefs“ und des Kapitals überhaupt noch zuzulassen.

Tausend Knöpfe, aber nicht der Richtige?

Inzwischen wurde der FDL, der in Bad Aibling Dienst hatte, in Untersuchungshaft genommen, weil er wohl auf seinem Handy gespielt hatte und womöglich abgelenkt war. Das soll die Erklärung für so ein Unglück sein?

Warum hat der Kollege ein Ersatzsignal gegeben? Müsste es da nicht mehr Absicherung geben, denn ein Fehler kann doch jedem mal passieren? Oder was ist mit der Geschichte über die Verwechslung der Nottaste... zwei Knöpfe in der Not? Warum gibt es nicht einen einzigen Knopf für den Notfall, der alle Züge zum Stehen bringt? Und wenn es soviel Sorge um Ablenkung bei der Arbeit gibt, was ist dann eigentlich mit den Tabletts... Es sind noch viele Fragen offen.

Warteschleife

In Frankreich versucht die Regierung die Arbeitsgesetze zu reformieren. Flexibilisierungen wie Arbeitszeitkonten über drei Jahre, geringerer Kündigungsschutz usw. … wir kennen das alles aus unserer Arbeitswelt. Die Schüler und Studenten sind daher seit Wochen auf der Straße, weil sie genau wissen, dass die neuen Gesetze ihre zukünftige Arbeitswelt bestimmen werden. Sie hoffen, dass sich die Arbeitenden ihnen anschließen. Viele französischen Eisenbahner, die sich bisher noch bessere Arbeitsbedingungen erhalten konnten, sind daher längst für einen unbefristeten Streik gegen das Vorhaben der Regierung. Doch die Gewerkschaftsführungen lassen auf sich warten. Die Arbeitenden aus der Privatwirtschaft warten darauf, was bei der Eisenbahn passiert…

Wir hier in Deutschland denken oft, die Franzosen sind sich viel schneller einig und viel kämpferischer… Aber nirgendwo fallen die Streiks vom Himmel. Wir müssen uns organisieren und die ersten Schritte wagen. In Wahrheit haben wir doch sehr viel gemeinsam: Nur warten ändert nichts zu unseren Gunsten. Aber auf was warten wir eigentlich noch, wenn wir alle dasselbe wollen?!!!

„Solidarität statt Hetze“

Am 1. Mai gibt es wie jedes Jahr die Demonstration der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit. Honni und Konsorten sind zum Glück nicht da, so dass dieser traditionelle Arbeitertag wieder unser Protesttag für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und höhere Löhne werden kann. Bahner, Metaller, Krankenschwestern, Migrantinnen, Männer, Frauen… zeigen wir, dass wir bereit sind, gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Geld ist genug da, nicht nur in Panama! Deshalb kommt mit am 1. Mai um 10 Uhr zum Hackeschen Markt.


Marx
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