Revolutionär Sozialistische Organisation

Kämpfend in den Mai!

Donnerstag 5. Mai 2016

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Der Zugfunke - 5. Mai 2016

Systematische Folgeerscheinung

Wo man bei Regio auch hinkommt, viele klagen über die Verlängerung von Schichten durch FPLOen und dadurch kurze Wechsel zwischen den Schichten. Ein Uhr und Eierkuchen Feierabend und den nächsten Tag um drei Uhr und anfangen. Dann vier Schichten in Folge zu je 10 Stunden. Wenn es geht, noch mit rück­wärts rollierenden Schichtbeginnen.

Und da wird sich in den Führungsetagen noch über den hohen Krankenstand beklagt??? Da steigt man schon mit Schlafmangel in den Arbeitszyklus und könnte fast stolz auf sich sein, nicht gänzlich aus den Latschen zu kippen. Doch wie lange halten wir das aus? Ausbeutung macht einen kaputt.

Das Geschäft mit den Blüten

Schon wieder Baumblüte in Werder. Der RE1 ist so schon kein Zuckerschlecken und müsste eigentlich mindestens zu zweit begleitet werden. Aber selbst jetzt machen Stahlberg und seine Gefolgschaft höchs­tens Abfertigungshilfe am Bahnsteig in Werder. Nach der „Abfertigungsshow“ ist das Zugpersonal allein mit hunderten betrunkenen Fahrgästen.

Kein Wunder also, wenn viele Frauen diesen Job ab­lehnen. In Anbetracht der sonst üblichen Pönalen für Verspätungen, Kosten für zusätzliche Reinigung und Fahrzeugschäden scheint sich Regio diesen Dienst gut bezahlen zu lassen… So oder so, es muss mit mehr Personal gefahren werden.

Mobile Instandhaltung?

Einige 112er konnten nicht rechtzeitig gewartet wer­den, weil die Werkstatt in BLO zu klein ist und wegen theoretischen „Arbeitsmangels“ in Cottbus Personal weggeschickt wurde und der Rest verkürzt arbeitet. Obwohl Lokführer angeblich so teuer sind, wurden sie mit den Loks nach Halle geschickt. In der DB-Welt und anderen Kanälen der bahninternen Propagandamaschine wird die mobile Instandhaltung als großer Knüller verkauft. Ob sie das damit meinen?

Die übereifrigen Regio-Chefs nutzten letztes Jahr die Gelegenheit, den Nordost-Werkstätten Arbeit zu ent­ziehen und machten Druck auf die Kollegen. Tatsäch­lich ist genug Arbeit da, die wieder verschoben wird. Dafür geben sie gerne mal einen Euro mehr aus. Hauptsache, an der Belegschaft kann gespart werden.

Leistungen „versetzen“!

Wegen Bauarbeiten gibt es in Elsterwerda 18 Monate Sperrung. Regio bietet drei „Lösungen“: entweder die Tfs reduzieren auf 35 Stunden mit weniger Geld oder die Tfs gehen auf Blockteilzeit mit weniger Geld oder die Tfs werden innerhalb Nordost versetzt.

Wie wäre es, statt der Menschen, die Arbeit umzuver­teilen? In Berlin werden die Schichten immer länger, viele haben Überstunden und neue sind vorprogram­miert. Die Elsterwerdaer könnten von Berlinern Arbeit übernehmen. Egal, ob mit Pantoffeln zur Arbeit oder nicht, das würde unser Leben erleichtern. Aber diese Lösung bietet Regio nicht von sich aus an.

Forderungen aufs Tablet

Laut Dementi gibt es bei der S-Bahn keine Versuche mit den neuen Tablets. Aber die Idee ist nicht vom Tablett. Was dringend in die Versuchsanordnung gehört: es muss einen Schrank auf Arbeit geben zum Wegschließen, Mails lesen etc. muss eingeplante Arbeitszeit sein, und die Meldestellen müssen bleiben! Das hat die Bahn ganz sicher nicht auf dem Schirm. Deshalb ist ordentlich Gegenwind nötig!

Tabletsüchtig

Regio hat schon bewiesen, dass die Tablets ein Vor­wand sind, Dienstbeginn am Bahnsteig durchzuset­zen. Die Neuruppiner waren die ersten Versuchska­ninchen. Macht zwei Dienstantritte mehr im Jahr! Das steckt hinter der digitalen Glitzerwelt 4.0. Und sicher hat die Bahn noch weitere Pläne auf dem Tisch liegen. Mit guten Worten und den besten Argumenten kriegt man das nicht aus den Betonköpfen der Chefetage...

Im Dunkeln tappen

Nun ist klar, dass wir den EU-Führerschein auch bei der S-Bahn bekommen. Aber weil die S-Bahn sich so lange wegduckte, gibt es Unsicherheiten und Gerüch­te. Was ist mit Taulichkeitsuntersuchungen? Die Sor­gen sind berechtigt, denn ab 2018 wird es strengere Untersuchungen geben und bei den Arbeitsbedingun­gen und dem Altersdurchschnitt hier…

Ich kaufe ein B und möchte lösen

Die Einsparung der betrieblichen Aufgaben bei den KINs führt zu immer mehr Problemen. Die noch ihr „B“ haben, bekommen die Schichten mit den ungünstigs­ten Zeiten, weil oft rangiert werden muss. Will man frei haben, scheitert es oft daran, dass keine „B“s mehr verfügbar sind. Und es gibt Versetzungen in andere Meldestellen, weil dort „B“s fehlen. Da wurde mal wieder toll an der Ausbildung und Taug­lichkeit gespart. Und wer bezahlt dafür… Also her mit dem B für alle KINs und entsprechender Bezahlung.

Schnipseljagd

Radüberprüfungen bei 485ern, die bisher Werkstatt­leute selbst gemacht haben, wurden per Werkvertrag an eine Firma outgesourct. Damit geht das Zerschnip­peln der S-Bahn weiter. Aber die Züge müssen auch in Zukunft ständig kontrolliert werden. Warum dann nicht Festeinstellungen?!


Marx
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