Revolutionär Sozialistische Organisation

BMW – die tun was!

Montag 7. Januar 2008

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk machte BMW dieses Jahr: Die Ankündigung, 8.000 Stellen zu streichen. Ein Unternehmenssprecher erklärte: „Wir werden im nächsten Jahr mit mehreren Tausend Stellen weniger als in diesem Jahr die gleiche Leistung erbringen.“ Klar, dass das steigende Arbeitshetze und Ausbeutung für diejenigen bedeutet, die bleiben dürfen. Ziel ist die Steigerung der „Profitabilität“. Denn – oh Schreck – die Gewinne sind in letzter Zeit zwar auf 4 Milliarden Euro gestiegen, aber weniger schnell als der Umsatz. Da musste natürlich etwas getan werden – so wie bei Mercedes, wo vor zwei Jahren 9.300 Arbeitsplätze vernichtet wurden. Die Ankündigung des Stellenabbaus führte zu einem Kurssprung der BMW-Aktie um + 5,2%.

„So funktioniert halt der Kapitalmarkt“, meinte dazu die Leipziger Volkszeitung. Gerade das BMW-Werk in Leipzig könnte am stärksten vom Personalabbau betroffen sein. Von den rund 3.700 dort Arbeitenden sind knapp ein Drittel Leiharbeiter. So sehen die Arbeitsplätze aus, für deren „Schaffung“ BMW Subventionen von 360 Mio. € kassiert hat.

Für die Gewerkschaftsbürokratie der IG Metall ist trotz Stellenabbaus offenbar die Welt in Ordnung, da es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Doch das Beispiel BMW zeigt, dass der Kapitalismus selbst jetzt, wo von Aufschwung gefaselt wird, nur Fußtritte für die Arbeitenden bereithält. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht mehr?! Doch ein Fünftel aller 2007 zusätzlich entstandenen Jobs sind Leiharbeit, wo die Beschäftigten einfach wieder gefeuert werden können. BMW macht’s vor!


Marx
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