Revolutionär Sozialistische Organisation

Auch wir können Gesetze ändern!

Donnerstag 19. Mai 2016

Auf geht’s, ab geht´s …

Es tut sich was für die Kolleg_innen der CFM! Am 24.05.2016 um 17 Uhr im verdi Landesbezirk in der Köpenicker Str. 30, 10179 können wir unsere Tarifkommission wählen. Es sind alle willkommen! Je mehr, desto besser! Nur so können wir dafür Sorge tragen, dass nicht „Hinz und Kunz“ unsere Interessen vertreten. Schließlich können wir das doch selbst am besten!

Und nu?

Wer hätte es gedacht? Das Vivantes Klinikum Neukölln ist ein Sanierungsfall. Durch das Dach im Haupthaus regnet es rein, die Rettungsstelle ist vollkommen überlastet, Brandschutzbestimmungen können nicht eingehalten werden… Doch woher soll das Geld für einen Neubau kommen? Überall ist in der Presse zu hören, dass für einen Neubau die Mittel nicht ausreichen. Im Rahmen eines Masterplans sieht Vivantes für das gesamte Krankenhausgelände eine Investition von insgesamt 585 Millionen Euro für die nächsten 15 Jahre vor. Laut Gesundheitssenator Mario Czaja soll Vivantes in diesem Jahr knapp 33,5 Millionen Euro, 34,2 Millionen in 2017 sowie 40 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt erhalten. Doch auch Czaja ist sich bewusst, dass "die riesige Aufgabe der Sanierung allein aus den eingestellten Haushaltsmitteln nicht zu stemmen ist. Dazu ist die Maßnahme zu groß." Wie schön, dass sich solch ein Politiker nicht um Lösungen kümmern muss. Dafür sind dann wir Kolleg_innen da…

Wat de brauchst – und wat de kriegst…

Wofür eine Gesellschaft Geld hat und wofür nicht, das sagt eine Menge. Angeblich hat die reiche Bundesrepublik nicht genügend Kohle, um eine vernünftige Mindestbesetzung im Krankenhaus zu bezahlen. Nach vorsichtigen Schätzungen fehlen bundesweit mindestens 100.000 Pfleger_innen. Doch nun braucht Kriegshäuptlingin von der Leyen angeblich dringend über 14.000 neue Krieger_innen, um die freiheitlich-demokratische Sparordnung im fernen Mali oder wo auch immer zu – naja, sagen wir mal verteidigen. Und o Wunder, ruckzuck wird die Kohle nicht nur bewilligt, sondern zusätzlich zu den schon durchgewunkenen 130 Mrd. € ist plötzlich noch mehr Geld da. Damit sollen zusätzliche Sanitäter_innen und Pfleger_innen für die Feldlazarette angeworben werden, in denen die zerschossenen „deutschen Helden_innen“ wieder zusammengeflickt werden müssen. Ziemlich krank das alles…

Das jüngste Gerücht

Es wird gemunkelt, die ehemalig Kommissarische mache sich nebenbei an ein Studium, um die geforderte Qualifikation für den Pflegeleitungsjob doch noch zu erwerben. Ach Heepe – Druck, Dampf und Schwachfug werden nicht besser, wenn sie „wissenschaftlich“ begründet werden, die Erfahrung haben wir doch schon zu Ost-Zeiten machen müssen…

Geld oder Leben? Die Antwort auf diese Frage richtet sich wohl vor allem danach, wen man fragt. Die Antwort der Patientin dürfte ebenso nahe liegen wie die des privaten Krankenhauskonzerns. In diesem Falle Helios. Dieser Konzern erwartet von seinen Kliniken eine Rendite von 12 - 15 %. Verzweifelte Kolleg_innen aus dem Helios - Klinikum in Schleswig traten in die Fussstapfen von J. Assange und redeten über die aus dieser Zielmarke resultierenden Arbeitsbedingungen. Vieles davon kommt uns sehr bekannt vor. 10 Stunden ohne Pause, die Auszubildenden werden wie Vollkräfte behandelt usw. Die Kolleg_innen schätzten ein, dass sie den eigenen Ansprüchen an den Beruf der Pflegekraft und des Mediziners ebenso wenig gerecht werden können, wie den Bedürfnissen der Patient_innen. Ebenso berichteten sie, dass zwei Pflegkräfte zusammen mit einer Auszubildenden 40 Patient_innen versorgen müssen. Helios weist dies empört zurück. Es sind lediglich 30 Patient_innen, die von 2 Pflegekräften versorgt werden müssen. Na, dann ist ja alles gut!

Wir haben mal wieder die Wahl!

Jedenfalls zum Schein. Diesmal geht es um die Wahl der sog. Mitarbeitervertreter_innen im Aufsichtsrat. Nicht das die dort einen Einfluss zu unseren Gunsten haben, aber der Wahlrummel wird alle 5 Jahre veranstaltet. Der Schein muss ja gewahrt bleiben. Daher lässt uns dieses Thema normalerweise ebenso kalt, wie wohl 95% aller Kolleg_innen. Doch diesmal tritt eine ganz besondere Liste bei den Beamt_innen an: Qualität und Leistung! Genau, dies klingt doch nun wirklich wie aus dem Managementlehrbuch abgeschrieben, welches unsere Damen und Herren in den Centrumsleitungen und in den Ebenen darüber auswendig gelernt haben. Kein Wunder, soll es sich doch bei den Vertretern dieser Liste um enge Gefährten unseres Einhäupl handeln! Besser können auch wir nicht den Quatsch dieser Form der Mitbestimmung ins Lächerliche ziehen.

Internationaler Tag der Pflege

Bundesgesundheitsminister Gröhe schlägt sich selbstzufrieden auf die Schulter und feiert am 12.5. den Tag der Pflege. Dabei gibt es wenig zu feiern: krass viele Überstunden, Dauerstress auf Arbeit und extremer Personalmangel sind Alltag in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Insgesamt schiebt das Pflegepersonal fast 36 Mio. Überstunden vor sich her, das sind rund 36 Stunden pro Pflege-Nase! Für mehr Personal gingen deshalb Tausende in Berlin, Jena, Leipzig, Kiel, Lübeck oder Rostock auf die Straße, doch dies kann nur ein Anfang sein!


Vitamin C vom 19.05.2016

Marx
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