Revolutionär Sozialistische Organisation

Rentenprobleme?! Geld ist mehr als genug da!

Donnerstag 14. Juli 2016

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Der Zugfunke - 14. Juli 2016
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Da gehste kaputt

Beim 327er Regio-Talent wünscht man sich, dass die Kiste mal kaputt geht. Als wären die dünnen Bodenbleche komplett eingespart worden, pfeift und jault es aus dem Drehgestell und macht einen fix und fertig. Ein Tinitus muss sich so ähnlich anfühlen.

Bevor wir den bekommen und uns der Bahnarzt aus dem Rennen nimmt, muss entweder der vordere Antrieb ausgruppiert werden oder es wird etwas gegen den Lärm unternommen. Koste es was es wolle.

Umständehalber Dauernot

Nicht das erste Mal hat sich ein GSMR Funkgerät während eines Notrufs „aufgehangen“. Nur ein Reset hilft.

Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders. Denn so lange sind keine weiteren Notrufe oder andere Funkgespräche in diesem Bereich möglich. Warum hören wir nichts Offizielles über dieses Problem? Liegt die Sache so ähnlich wie bei den Funklöchern oder dem Unfall in Bad Aibling? Egal welche Umstände dazu führten, einen Schuldigen am Ende der Kette findet man.

Tschakka!?

Der Stresstest auf der S 1 läuft noch. Bei manchem Teamleiter ist man froh, wenn der ein bisschen fährt und einem nicht auf die Pelle rückt. Aber gleichzeitig fallen woanders Züge aus, Reserven fehlen und es ist schwer, freie Tage zu kriegen. Wofür der ganze Stress mit den Pastoren? Nur für ein bisschen Selbstbeweihräucherung? Grenzen unserer Belastbarkeit austesten?

Schreckensmeldung

Der Marktanteil von Regio wird sich 2016 auf 67% reduzieren. Für die DB sind die hohen Lohnkosten schuld. Also wir… Für den Besteller war angeblich das wirtschaftliche und verlässlichere Angebot entscheidend und es gibt Steckdosen und W-LAN...

Von der NEB wurde das auch immer behauptet. Jetzt herrscht Personal- und Fahrzeugmangel. Neun Tage lang ist kein Zug nach Rheinsberg gefahren. Fahrgäste werden auf neue Züge, die noch nie auf Anhieb funktionierten, vertröstet. Für so ein aufstrebendes und dynamisches Unternehmen drückt der VBB sicher ein Auge zu… Hauptsache der „Wettbewerb“ geht weiter.

Wettbewerbslüge

Der Besteller in NRW hat für die Ausschreibung einen Teil der Züge von Regio gekauft. Diese sollen dann in einem „unternehmensneutralen Design“ auf die Strecke gehen. Der Staat stellt die Züge, die Bahnunternehmen fahren und kassieren. Das bedeutet eine Quasi-Rückverstaatlichung der Züge, um bei den Wettbewerbern das Risiko zu senken.

Einzig die arbeitenden Menschen bleiben Spielbälle des Wettbewerbs. Doch der Sprecher des VRR behauptet: „Wir werden alles dafür tun, gute Beschäftigungsperspektiven für die betroffenen Mitarbeiter in der Region zu sichern.“ Kaum zu glauben…

Was tun???

Warum werden dann nicht mal die „Beschäftigungsperspektiven“ in den Ausschreibungsbedingungen nicht festgeschrieben? Wirtschaft und Politik arbeiten Hand in Hand, die besten Bedingungen für die Ausbeutung unserer Arbeitskraft zu schaffen. An der Oberfläche schieben sie sich den schwarzen Peter hin und her. Eine wirkliche Perspektive für alle Bahner müssen wir ihnen klar machen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, auf höchstem Niveau!

Nach dem Streik ist vor dem Streik

Für den Herbst stehen Tarifverhandlungen an. Die DB wird uns wie immer nichts schenken wollen und hat ihre Wadenbeißer, die in der Presse schlechte Stimmung gegen uns machen, schon in die Spur geschickt. Lasst uns zusammen kommen, um zu diskutieren, was für uns die wichtigsten Ziele bei den Verhandlungen sind, welche Aktionen wir starten, um die Bahn echt unter Druck zu setzen, wie wir noch viel mehr Kollegen im Streik zusammenbringen und überhaupt so viele Kollegen wie möglich aus allen Bahnbereichen auf unsere Seite ziehen können.

Ab in den Pool

Wenn die S-Bahn-Teamleiter künftig als Poolmanager am Gesundbrunnen, Ostkreuz und Südkreuz Einzug halten sollten, dann hätte das leider nichts mit einer Erweiterung der Ausstattung der Pausenräume zu tun… mit Teamleiter als Bademeister.

Das könnte auch ein Schritt mehr sein in Richtung Aufteilung der S-Bahn in drei Teile für die Ausschreibungen, an die wir uns sukzessive gewöhnen sollen.

Nachhilfe

Die Fahrdienstchefin versteht die Welt nicht mehr. Ihr Plan zur Regelung von Arbeitszeiten in Kombi mit Tablet flutscht nicht so durch. Ein Appell an die Weltöffentlichkeit soll nun den Betriebsrat auf Trab bringen.

Aber so schwer ist es nicht: das Geheimpapier zur Auswertung der Belastungsstudie zeigt sicher, wo es Überlastungen und Gefährdungen gibt. Echte entlastende Maßnahmen müssen her. Dazu haben wir viele konkrete Ideen. Was ist davon in den Vorschlägen der S-Bahnchefs drin? Dinge, die man echt real spüren würde? Die Arbeitsverdichtungen merken wir sofort. Solange keine Reduzierung der Arbeitsbelastung, kann es auch keine Zustimmung geben!

Ukrainische Bevölkerung wehrt sich

Während Merkel und Putin mit kriegerischen Tönen um die Ukraine geifern, versinkt das Land in eine Wirtschaftskrise: 2015 lag die Inflation bei 43% und zum Monatsbeginn waren die kommunalen Tarife für Heizung und Warmwasser fast verdoppelt worden! Etwa 12.000 Leute haben letzte Woche in Kiew mit der Losung „Für europäische Preise – europäische Löhne“ für eine Verdopplung des Mindestlohns auf umgerechnet 108 € demonstriert. Sie verdienen unsere Solidarität!


Marx
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