Revolutionär Sozialistische Organisation

Neue Wahlen … für dieselbe Politik

Donnerstag 8. September 2016

Der erste Schritt zur Einsicht?

Auf der Personalversammlung des Klinikpersonalrates der Charité war natürlich alles, was Rang und Namen an ihr hat. So auch der Aufsichtsratsvorsitzende der CFM, Herr Ein-häupl, der ja auch in der Charité für einiges Unerfreuliches verantwortlich ist. Tatsächlich ließ er sich im Eifer des Gefechtes, nämlich in der Auseinandersetzung zum Tarif-vertrag zur Mindestbesetzung, den die Charité nun beim besten Willen nicht umsetzen möchte, zu einer wichtigen Aussage hinreißen: „Der Mindestlohn ist Scheiße, weil er nicht zum Leben reich!“ Genau Herr Einhäupl. Nun bitte noch den nächsten Schritt gehen und die Löhne in der CFM mit dem Mindestlohn vergleichen und endlich den TV Charité auch für die CFM festschreiben. Na gut, wir sehen es ein, für diesen Lerneffekt müssen wir wohl doch noch einiges streiken äh tun.

Jetzt ist sie weg…

Und die Heepe ist wieder allein, allein. Jedenfalls im Büro der Pflegedirektion. Doch diese Einsamkeit dürfte von ihr gewünscht gewesen sein. Alles vermeintlich Störende auf dem Weg zum Boot-Camp Charité muss aus dem Weg geräumt werden. Das erste Promiopfer ist die stellvertretende PD, Schmidt-Rumposch, sie ist aus der Charité ausgeschieden. Klar, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Vergeblich sucht man auch bereits den bisherigen Referenten der Pflegedirektorin, der Frau Jetschmann ist ihr Centrum abhanden gekommen und auch die ersten Stationsleitungen sind ausgetauscht worden. Respect Drillmaster Heepe, sie haben es raus, sich den Weg frei zu räumen. Wir sind schon gespannt, mit welchen ausgefeilten Methoden sie erst agieren, wenn sie ihr Studium in Wirtschaftspsychologie abgeschlossen haben.

#7.9.2016 Warnstreik CFM ab Frühdienst #7.9.2016 ab 15 Uhr Demonstration ab Mitte #9.9.2016 nächste Verhand-lungsrunde mit der CFM #14.9.2016 Betriebsver-sammlung #demnächst wohl Streik nötig!!!

Ja, trotz der bitteren Erfahrungen im vergangenen Streik und ja, gerade weil sich die CFM-Chefs schon auf unseren Streik vorbereitet haben, ist es so wichtig, den Streik mit vielen Kolleg_innen zu beginnen und alles daran zu setzen, dass unser Ausstand schell Wirkung zeigt. Denn oft haben wir nicht die Chance, zeitgleich mit den Kolleg_innen von Vivantes (VSG) zusammen in den Arbeitskampf zu treten. Bei Vivantes brodelt es auch unter den Schwestern und Ärzt_innen und auch an der Charité herrscht Wut auf die Oberen. Stimmung ist da, sie muss sich nun ausrichten auf den Arbeitskampf. Das Spekulieren auf eine Neuzusammensetzung des Senates wird uns nicht den dringend notwendigen Lohnerhöhungen durch Übernahme des Tarifvertrages Charité näher bringen.

Armutszeugnisse

Eigentlich wollte sich der Charitévorstand im August in ei-nem Artikel in der Berliner Mottenpost (17.8.) nur mal wie-der selber feiern. Aber wie das so ist, wenn aus dem Nähkästchen geplaudert wird, da hörste dann schnell Auf-schlussreiches. Da hätte die Charité so toll fünf Jahre in Folge mit schwarzen Zahlen abgeschlossen – wenn da nicht die „Millionenbelastungen“ durch den Tarifvertrag mit verdi wären. Allerdings liefert der Artikel die entsprechenden Zahlen gleich mit. 27 Stellen im Klinikbetrieb mehr zum Vorjahr (macht +0,4%) bei 5000 mehr Patient_innen (macht +2%). Ohne rot zu werden mein-ten sie dann noch, die „zusätzlichen Belastungen müssen dann woanders eingespart werden“. Gerade das sollte der Tarifvertrag ausschließen. Deutlicher könnten die Spitzbuben – äh, Spitzenleute nicht sagen, dass sie ihre ganze „Wirtschaftlichkeit“ auf den Knochen des Personals erreicht haben – und weiter erreichen wollen.

Heuchler in der Chefetage

Ach wat sin mer kinderlieb. Ob es nun ein T-Shirt für den Nachwuchs von Beschäftigten oder um lustig bunte Klinik-Erklärbücher für unsere kleinen Patient_innen geht – sooo kinderlieb. Nur eines bietet die Charité den lieben Kleinen eben nicht – eine vernünftig abgesicherte Pflege. Immer wieder Dutzende unbesetzte Dienste wie auf der 30 und 39i sorgen von vornherein für überlastetes Personal am Limit. An den Kleinsten zu sparen ist einfach nur widerlich und inhuman. Punkt.

Die CFM greift an

Die CFM ist sich für keine Schandtat zu schade. In den letzten Wochen wurden zunehmend private Dienstleister ins Boot geholt, vor allem im Bereich der Logistik. Sie übernahmen Aufgaben des Stammpersonals, obwohl genug da waren. Warum? Etwa, weil die CFM sie entlasten möchte? Oder ist dies einer der Angriffe vor dem kom-menden (Warn)Streik, um den gewerkschaftlich besonders gut organisierten Logistikbereich einzuschüchtern? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Streik!

Der Keim daheim

Die endlose Geschichte der Mission Impossible „Arbeitskleidung“ hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Aufgrund von Problemen mit der Wäscherei (das kommt halt davon, wenn man immer das Billigste nimmt!), verschwand mal der ein oder andere Kasak oder die Wäsche war nicht richtig sauber. So wurde der Vertrag gekündigt und nun soll fleißig zuhause gewaschen werden. Ja, richtig gelesen. Die Kolleg_innen bekommen 20€ Waschgeld und dürfen den Dreck und die multiresistenten Keime nun in der Küche daheim den Garaus machen. Und wenn wir nun etwas nostalgisch werden dürfen: als es früher noch die eigene Wäscherei gab, gab es auch Prob-leme. Doch auf die Idee ist niemand gekommen, dass die Wäsche zuhause gewaschen werden soll…

Ausgründung – muss nicht sein!

Herr Einhäupl, die Augsburger zeigen, dass Ausgründung nicht sein muss! Der Verwaltungsrat des Klinikum Augs-burg hat sich im Juni gegen die Gründung einer Servicetochter entschieden – und somit bleibt das Klinikum ein Betrieb! Und was das kleine Augsburg kann, soll unmöglich für die große Charité sein?

Als ob wir eine Wahl hätten…

Am 18.9 wird gewählt in Berlin. Viele fragen sich, was die Wahlerfolge der AfD jetzt bringen werden. Und welche Ver-antwortung tragen die regierenden Parteien für die Ver-schlechterung der sozialen Lage, von der sich vor allem die AfD nährt? Wir wollen am Mittwoch 14. 9. um 18:30 Uhr im Mehring-hof (Versammlungsraum), Gneisenaustr. 2A, U-Bhf. Mehringdamm, darüber diskutieren und laden Euch herzlich dazu ein!



Marx
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