Revolutionär Sozialistische Organisation

Von knausrigen Bossen keine Geschenke erwarten: Nein zu den Entlassungsplänen!

Freitag 16. Dezember 2016

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Der Zugfunke - 15. Dezember 2016

Kacke pumpen

In Neuruppin sollen die Tfs nun auch noch die Fäkalien aus den Toiletten entsorgen, um die schon lohngedumpten Kollegen der Reinigung einsparen zu können. Sollen doch die feinen Pinkel aus der Chefetage, nachdem sie ihre eigenen Klos geschrubbt haben, runterkommen und die Zugtoiletten wienern, entsorgen und parfümieren. Für ihre Gehaltsklassen wird das doch wohl drin sein. Wir gehen solange mit den Reinigungsleuten Kaffee trinken.

Spar-Schulung für 3.000.000 €

In „Opex-Boot-Camps“ (Boot-Camp = Ort der Grundausbildung des US-Militärs oder auch Umerziehungslager für Straftäter) sollen Manager zu einen Sparkurs bei Reparaturen von Netz und Loks gedrillt werden. 800 Mio.€ mehr Gewinn soll das bringen. Die Personalproduktivität soll um 15% erhöht werden. 25% der Werke stehen auf einer Prüfliste. Die machen Front gegen uns! Solchen gedrillten Marionetten können wir nur den Kampf ansagen.

Kein Streik vor Weihnachten, ja und dann?

Die Bahn feiert ihren Abschluss: 2,5% Lohnerhöhung auf zwei Jahre, wenn wir die 38 h-Woche oder mehr Urlaub ab 2018 nehmen. Überstunden durch Personalmangel in Langzeitkonten verschwinden zu lassen wird belohnt. „Digitale Innovationen“ durch „Arbeit 4.0“ sollen „vorausschauend begleitet“ werden, zu Rufbereitschaft wurden einheitliche Grundsätze vereinbart... viele Details kennen wir noch nicht und darauf kommt es oft an... die 38 h-Woche ist der Bahn jedenfalls nur durch frühere Streiks in 2015 aufgezwungen worden.

Wenn ausgerechnet die DB jubelt, sollten wir misstrauisch werden. Vielleicht sind Streiks - egal ob nun vor oder nach Weihnachten - besser als so ein ungutes Bauchgefühl. Und die Verbesserung der Schichten für Fahrpersonale ist auch noch offen.

Grünau – lebende Unternehmenskulturen!

Zum Fahrplanwechsel sollte die alte Fahrkartenausgabe in Grünau zur Meldestelle mutieren. Aber vor Jahren wurde das Ding geräumt und Schimmel festgestellt. Was war die „Lösung“? Eine Mauer! Die befallenen Räume wurden zugemauert. Besser nicht öffnen, wer weiß, was einen da ins Gesicht springt

Nur, ohne gesundheitliche Unbedenklichkeitsbescheinigung haben wir Grund, misstrauisch zu sein. Man kennt das schon aus Südkreuz, wo die Klimaanlage ihr Eigenleben entwickelt hatte. Alles Schimmelkäse...

Gleiche Probleme, gleiche Lösungen

Seit September sind die Kolleg_innen der CFM (Charité Facility Management) wiederholt im Warnstreik. Seit mehr als 10 Jahren sind eine Vielzahl von Arbeiten ausgliedert, u.a. an die Tochter CFM. Ohne Tarifvertrag, zu schlechteren Löhnen und Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig sind die Pflegekräfte der Charité längst am Limit angekommen. Viel zu wenige Beschäftigte müssen sich um zu viele Patienten kümmern. Pflege, Hygiene, alles mögliche bleibt auf der Strecke. Da hilft kein Wunschzettel an den Weihnachtsmann, sondern nur gemeinsamer Kampf – um einen Tarifvertrag für die CFM und um eine wirksame Mindestbesetzung im Pflegebereich. Die Warnstreiks sind erst der Anfang.

Die Bahn eskaliert

Wieder wurde in Ahrensfelde ein Tf angegriffen. Sind doch die Tfs die einzigen, die als „Angriffspartner“ für „gestresste“ Fahrgäste übrig geblieben sind.

Der Rat der Bahn? Deeskalationstraining - also wir selbst sollen uns ändern? Wir haben es in der Hand, ob wir angegriffen werden oder nicht? Und wenn nicht, dann haben wir falsch "deeskaliert"? Oder Videokameras sollen angebaut werden– und während wir uns rumärgern und keine Hand fürs Selfie frei haben, macht die Kameras Bilder für die Nachwelt?

Unsere Antwort: Personal auf die Bahnsteige! Und Schluss mit den frustrierenden Verspätungen.

Verschlimmbesserung abgelehnt

Die Geschäftsführung hatte sich einst Lrf rangeholt und eine Arbeitsgruppe für neue tolle Pläne gebildet. Die Kollegen wollten echt was verbessern, und auch die guten Dinge behalten, z.B. jedes zweite Wochenende frei und Arbeit in ihrem Werk.

Die S-Bahn hat daraus ihr eigenes Ding gemacht und die Kollegen böse benutzt: Wochenenden futsch; weite Wege zu anderen Werken sind nun zulässig, das heißt Einsatz in ganz Berlin und Umland. Bei den Lrfs ist der Frustpegel hoch. Aber das letzte Wort ist nicht gesprochen. Von den Kollegen wird man sicher noch hören.

Immer Ärger mit den Lokführern

Im kühlen Norden brannte die Luft. Über vier Wochen streikten die Lokführer der norwegischen NSB und Cargonet dafür, dass die Ausbildungsrichtlinien bei der Bahnreform erhalten bleiben. Um die Kosten von jährlich 21 Millionen € zu halbieren, sollte die zweijährige Ausbildung bei der NSB Tochter Cargonet auf vier Monate gekürzt werden! Die Lokführer konnten sich durchsetzen und alle EVUs müssen nun den alten Standard erfüllen. Nebenbei entwickelte sich der Streik zu einem Protest gegen die ganze Bahnreform.

Völlig normal

Die neuen Zugbegleiter der DB Sicherheit, die über Werkvertrag für Regio arbeiten, sind seit ein paar Tagen zwischen Hennigsdorf und Kremmen unterwegs... und sie machen ihren Job! Ja, sie sind unsere Kollegen und sie haben die normalen Bedingungen und Löhne zu bekommen!

Ich, Daniel Blake – zu sehen in allen guten Kinos

Daniel Blake lebt in New Castle, im heutigen Großbritannien… aber der Film könnte genauso gut in Berlin oder Pasewalk spielen. Daniel ist ausgebildeter Zimmermann, der über Jahrzehnte ordentlich seine Steuern bezahlt hat. Nach einem Herzinfarkt geht es nicht mehr. Er ist auf Sozialleistungen angewiesen. Und so beginnt seine absurde Odyssee im Jobcenter. Dort begegnet er Katie und ihren beiden Kindern. Obdachlos geworden, wurden sie aus London nach New Castle geschickt, 400 km von der Familie entfernt. Der Film zeigt die beiden Helden in ihrem Kampf gegen eine verrückte Bürokratie, die die Menschen zermürben soll. „Ich bin kein Hund, ich bin ein Mensch – ein Bürger, nicht mehr und nicht weniger“, verlangt Daniel Blake. Das Schicksal der beiden, ihre Hoffnungen und ihre herzliche Beziehung miteinander lassen einen tief berührt im Kinosessel zurück.


Marx
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