Revolutionär Sozialistische Organisation

Von knausrigen Bossen keine Geschenke erwarten: Nein zu den Entlassungsplänen!

Donnerstag 15. Dezember 2016

Zehn Jahre CFM

Die CFM hatte Zehnjähriges und für alle, die es ganze 10 Jahre dort ausgehalten haben, gab es sogar eine Überraschung - nämlich einen Schlüsselanhänger und einen extra Tag bezahlten Urlaub. Wahnsinn! Wahrscheinlich sind nur ganz wenige in den Genuss dieser „unendlichen Großzügigkeit“ der CFM gekommen, u.a. wegen der befristeten Arbeitsverträge und dem Rausekeln von festangestellten Kolleg_innen durch die Geschäftsführung. Und für die Zukunft? Alle 10 Jahre mal einen Tag Extraurlaub? Nee, nun wirklich erst recht einen Tarif für Alle!

Heiß wie Feuer!

Mit welch heißer Nadel der Terminplan zur Sanierung des Bettenhochhauses und des Starts des Wiedereinzugs noch vor Weihnachten gestrickt ist, sehen wir an den 40 Feuerwehrleuten, die den Brand Anfang dieser Woche im Keller des Gebäudes löschen mussten. Noch vorhandene Baumaterialien gingen wohl in Flammen auf. Und die wären bis zum Einzug der ersten Stationen vor Weihnachten nicht mehr vorhanden gewesen? Das können wir ebenso nicht glauben wie uns erstaunt, dass es anscheinend keinen Rauchabzug im Tiefgeschoss des Bettenhauses gibt. Da schauert es einen, trotz Feuer, wenn wir demnächst in diesem Gebäude arbeiten müssen. Aber das lässt den Vorstand wohl kalt, Hauptsache die Stationen werden be-zogen und der Rubel rollt wieder.

Von der Jugend lernen!

Herr Giebe, was sagen denn ihre Kinder dazu, wie sie mit unseren Kollegen vom Botendienst umgehen? Oder trauen sie sich nicht, ihnen davon zu erzählen? Schließlich dürften die Racker mittlerweile so weit denken können, dass sie sich dagegen verwehren, für ihr berühmtes Apfelbeispiel herhalten zu müssen. Und hoffentlich auch soweit, ihnen zu erklären, dass die Schikanen gegen unsere Kollegen als Versuch, uns einzuschüchtern, gründlich in die Hosen gehen wird. Unsere Teens jedenfalls fordern uns zu einem: „Jetzt erst Recht! Streik bis zum Tarifvertrag!“ auf. Seien sie sich sicher, auch wenn ihre und unsere Kinder nicht in die gleiche Schule gehen, spätestens auf dem Bolzplatz werden sie es erzählt bekommen.

Na, schönen Dank auch!

Das ist typisch für die CFM. Da drücken alle Cheffis schön auf die Tränendrüse… „Bitte, du musst einspringen. Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ Klar, und macht man es, dann darf man bei der Extraschicht zusehen, wie der Chef eher ins Wochenende geht. Was lernen wir daraus? Die CFM bekommt von uns nicht mal mehr den kleinen Finger!!

Kollege – colleague – colega – koleg !

Man munkelt, dass schon bald das albanische Pflegeper-sonal zur Unterstützung kommt. Sehr gut. Wir können jede Hand gebrauchen. Nicht gut ist jedoch, dass wir fest davon ausgehen können, dass die finanziellen Bedingungen unter denen die Kolleg_innen hier arbeiten werden, weitaus schlechter sind als unsere. Da brauchen wir uns nur an unsere spanischen Kolleg_innen zu erinnern und welche Mauscheleien es wegen der Sprachkurse gab. Umso wichtiger ist, dass wir den neuen Kolleg_innen – wie allen anderen auch – zu einem guten Einstand verhelfen und somit den Entscheidern zeigen, dass sie mit solchen Spaltungen nicht weit kommen! Schließlich lässt das Ganze schon jetzt vermuten, dass die Charité das Personalproblem versucht so zu lösen, wie Oma alljährig ihre Socken stopft. Wir aber brauchen langfristige Lösungen – und dafür kämpfen wir gemeinsam mit allen Kolleg_innen!

Boah, ist das albern…

Der übermäßige Genuss von Glühwein führt oft zu seltsamen Ideen in der Vorweihnachtszeit. Das scheint jedenfalls der Hintergrund des „ersten Charité-Adventskalenders im Intranet“ zu sein. Der dient nämlich keineswegs dem Zeit-vertreib oder purer Belustigung. Nein, damit „bedankt sich der Vorstand symbolisch bei allen…“ Ick gloob et hackt – wie wärs, wenn wir mal „symbolisch arbeiten“. Und unter allen richtigen Einsendungen werden dann „spannende Preise“ ausgelost – wahrscheinlich nette Extra-Anrufe im Frei für Sonderschichten oder sowas…Echt mal, wir brauchen ein Glühweinverbot für die Chefetage!

USA: Proteste für 15 Dollar Mindestlohn

Ende November haben tausende Angestellte in mehreren Städten und einigen Flughäfen der USA für 15 $ Mindest-lohn und bessere Gewerkschaftsrechte protestiert. Beschäftigte von Flughäfen, von Fast-Food-Ketten, Kranken-häuseren, Haushaltshilfen und Taxifahrer waren unter den Protestierern, aber auch Studierende. Der US-weite ge-setzliche Mindestlohn liegt bei 7,25 $, in manchen Bundesstaaten drüber. Seit 2012 gibt es immer wieder Streiks und Proteste für eine Erhöhung des Mindestlohnes. Kurz nach den neuen massiven Protesten ernannte Trump ausgerechnet einen superreichen Fast-Food-Betreiber zum zukünftigen Arbeitsminister. Ein Typ, der Arbeitsrechte und Mindestlöhne hasst. Nein, mit der Trump-Wahl ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Arbeitenden der USA zeigen sich nach der Wahl kein bisschen entmutigt.

Mal wieder nichts zu Weihnachten…?

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben! Nur wer hat, kriegt noch geschenkt. Mutter schenkte euch das Leben. Das genügt, wenn man’s bedenkt. Einmal kommt auch eure Zeit. Morgen ist’s noch nicht soweit.“ Erich Kästner Was wir dieses Jahr nicht bekommen haben, holen wir uns nächstes Jahr! In diesem Sinne: Ein frohes Fest, ruhige Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Vitamin C vom 15.12.2016

Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 248218

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Charité   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.30