Revolutionär Sozialistische Organisation

Kein Geld für Krieg! Schluss mit Bundeswehreinsätzen!

Donnerstag 23. Februar 2017

Wir brauchen keine Verhandlungen!

Die CFM hat einfach mal kurzer Hand den Tarifverhandlungstermin mit verdi abgesagt. Begründung? Man habe nach der letzten Verhandlung (vor über vier Wochen!!) nicht genügend Zeit gehabt, ein Angebot zur Gehaltsverbesserung vorzulegen. Wie bitte? Ist ja nicht so, dass wir da seit 2011 drüber reden! Ganz ehrlich Leute – das ist eine Frechheit! Und wie reagiert man am Besten darauf? Wie wäre es mit mehrtägigem Streik mitten in der Woche? Wir, streikend an den Standorten, wo wir uns täglich sehen und austauschen können, wie wir den Streik am besten fortführen können, regelmäßig über die Bereiche ziehend und die noch zögernden Kolleg_innen rausholend… Viel-leicht würde das der Chefetage zur zündenden Idee bezüglich eines Angebots verhelfen.

Die CFM hat Dreck am Stecken

Während wir Kolleg_innen der CFM unter anderem dafür sorgen, dass die Charité vor Sauberkeit glänzt, glänzt die Geschäftsführung nur so vor dreckigen Praktiken. Ein Bei-spiel ist das der Werkvertragnehmer. Es gibt ein Geflecht verschiedener Firmen, mit denen die CFM kooperiert. Eine von ihnen ist die Zeitarbeitsfirma »Allzeit Personal GmbH«. Die Geschäftsführerin von „Allzeit“, meldete am 5. August 2016 eine zweite Firma – „RC Berlin Personalservice“ – wenige Tage nach Beginn der Tarifverhandlungen zwischen CFM und ver.di, an. Berichte von CFM-Kolleg_innen lassen vermuten, dass es sich dabei um ein Unternehmen handelt, über das Schein-Werkvertragnehmer an die CFM gebracht werden. Zumal wenn „Allzeit“-Leiharbeiter plötzlich als Werkvertragnehmer von „RC Berlin Personalservice“ auftauchen. „Das sind Praktiken, die man eher aus zwielichtigen Kreisen kennt. Sie verbieten sich bei einem Unternehmen in öffentlicher Verantwortung“, sagt Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel. Wir hätten dafür noch weit drastischere Worte gefunden!

Geschickt eingefädelt?

Da wird doch schon wieder gemeckert, bloß weil die Automatiktüren im CBF öfter mal den Geist aufgeben und dann offen stehen – Heizen für die Klimaerwärmung. Das ist doch bestimmt nur ein genialer Plan im Rahmen der Betreuung Obdachloser, damit die bei Einlieferung sich erst langsam an die Innentemperaturen gewöhnen können. Respekt.

Frozen

Auch das Virchow scheint an diesem Temperaturausgleichsprogramm gegen soziale Kälte beteiligt zu sein. Zumindest legen die gesplitterten Scheiben im „Glaspalast“ diese Vermutung nahe. Der Regierende Wowereit wollte einst „Sparen bis es quietscht“. Die Charité spart, bis es splittert…

Geht es nur noch um Kohle?

Irgendwie sträubt sich alles, sich das vorzustellen – aber es war wirklich so. Die Angehörigen der zwölf Todesopfer vom Breitscheidplatz erhielten – noch vor dem Beileidschreiben des Regierenden Müller – pünktlich zu Weihnachten die Rechnung über 51,-€ von der Gerichtsmedizin der Charité für die Leichenschau. Natürlich verbunden mit der Androhung, bei Zahlungsverzug ein Inkassounternehmen einzuschalten. Bei der Kohle ist eben Schluß mit Mitgefühl…Jetzt hat die Charité die Rechnungen zurückgenommen und sich entschuldigt. Es lag am Personalmangel, heißt es… Ja, mittlerweile haben sie den Laden so weit zusammengespart, dass kaum noch möglich ist, was „Charité“ ursprünglich bedeutet – Fürsorge, Freundlichkeit…

Kauderwelsch des Managements

Vorstand, Centrumsleitungen und auch die eine oder andere eingeweihte Stationsleitung sprechen offenbar ihre ganz eigene Sprache. Während wir gestern noch hörten, die aktuelle Besetzung entspricht dem Tarifvertrag, heißt es heute, die Auswertung der Inpulszahlen kann noch nicht vorgenommen werden, da es zu Ungenauigkeiten kam. Gestern hieß es, die PPR-Zahlen haben ergeben, dass zu viel Personal auf Station arbeitet, wenige Tage später hat die PPR ergeben, dass genau die richtige Zahl an Kolleg_innen vorhanden ist. In dieser Sprache gibt es z.B. fol-gende Wortkombination: Wir eröffnen 4 neue Weaningbet-ten, aber es gibt keine Vokabeln für: Dafür stellen wir x Krankenschwestern neu ein. Wir sollten also schnell Lerngruppen bilden, um diesen Managementsprech zu lernen und wirksam antworten zu können. Ein gutes Gruppenklima herrscht ja nach unserer Erfahrung vor allem im Streik um bessere Personalausstattung.

Voll im Kosten- und Terminplan

Die Berichterstattung zur Fertigstellung des Neubaus und zur Hochhaussanierung in der Charité und außerhalb dieser erinnert die Älteren von uns schon sehr an die Planübererfüllungsparolen der Aktuellen Kamera. Diese Form der Planerfüllung rächt sich aber gelegentlich doch schnell und führt nicht nur dazu, dass Fahrstühle absacken, sondern auch OPs vom Plan herunterfallen. Zum Operieren werden nun mal Licht, gerade Fußböden oder leider auch steriles Besteck benötigt. Die chirurgischen Chefärzte in Mitte sind wohl schon sehr besorgt um ihre Planüberfüllungszahlen und die entsprechenden leistungsbezogenen Gehaltsanteile im Jahr 2017. Na, sie werden schon einig werden mit dem Vorstand.

Haben Sie da etwas vergessen Herr Einhäupl?

Dass sie die Kolleg_innen der CFM, deren Aufsichtsrats-vorsitzender sie sind, wirklich nicht schätzen können, ist uns über die Jahre immer wieder einmal aufgefallen. Jüngst beim Neujahrsempfang. Wie so oft parlierten Sie als Chef und als Wissenschaftler mal wieder prächtig über die tollen Ergebnisse und die zukünftigen Pläne an der Charité. Wissenschaft soll einer friedlichen und toleranten gesellschaftlichen Entwicklung eine Chance geben. Dies um den rechten Rattenfängern das Wasser abzugraben. Doch denken wir ihre Forderung an die Wissenschaft zu Ende, müssten gerade sie als Wissenschaftler endlich dafür sorgen, dass an der CFM ein Tarifvertrag mit Löhnen zum Leben und gesunde Arbeitsbedingungen eingeführt werden. Weil sie dies nicht ankündigten, können wir ihnen ihr Engagement gegen rechts nicht abnehmen und die von ihnen vergessenen Kolleg_innen der CFM werden schon bald wieder vor ihrer Türe stehen und Sie an ihre Verantwortung in dieser Gesellschaft erinnern. Wir vergessen es nicht!


Vitamin C vom 23.02.2017

Marx
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