Revolutionär Sozialistische Organisation

Achter März – Der Kampf geht weiter

Donnerstag 9. März 2017

Zusammen – und zwar alle!

Der letzte Warnstreiktag der CFM zusammen mit der VSG war richtig gut und kämpferisch – gerne mehr davon! Doch was man leider nicht so häufig sieht, sind unsere Kol-leg_innen von der Pflege. Das ist wirklich schade. Ist es doch gerade jetzt so wichtig zusammenzuhalten und an einem Strang zu ziehen. Vielleicht hilft es ja, wenn wir das nächste mal auf Station eine offene Einladung aussprechen und vorschlagen, dass die Kolleg_innen uns in den Pausen oder falls man mal frei hat, besuchen kommen? Schließlich sollten wir nicht noch die künstliche Spaltung vorantreiben, welche man uns 2006 aufgedrückt hat, indem man die CFM gründete. Ein Haus – ein Kollegium – ein Tarifvertrag!

Fragen sammeln und los geht’s

Am 21.03. ist an allen drei Standorten Betriebsversammlung der CFM. Eine gute Gelegenheit mal alle brennenden Fragen loszuwerden: Wie weiter in den Tarifverhandlungen? Was genau fordern wir und was ist das Mindeste, das wir erreichen wollen? Wie können wir die Charité und die Politik mehr in die Verantwortung nehmen? Wie kommen wir mehr mit den VSG-Kolleg_innen zusammen? Und wie erreichen wir mehr Pfleger_innen?

Das große Zittern!

Kommt unserem Vorstand an der Charité und Mister G und Lady M genauso. Sie haben Angst! Nicht vor Freddy oder Trump. Sie haben Angst vor uns und unseren Kol-leg_innen. Diese Furcht hat nun auch die Geschäftsführung von Vivantes ergriffen. Unsere Streikforderung nach einem einheitlichen Tarif bei CFM und Charité (TV-C) und bei VSG und Vivantes (TVÖD) ist ihnen nur allzu kompatibel mit der Forderung der Schwestern und vieler anderer nach deutlich mehr Personal. In ihrer Angst verbieten Sie uns an der Charité die Westhalle oder den Glaspalast als Streiklokal. Den Kolleg_innen bei Vivantes/VSG wurde gleich eine ganze Klinik, das Krankenhaus Friedrichshain, verboten. Sie haben Angst, dass wir uns kennen und besser verstehen lernen. Sie haben Angst vor unserem gemeinsamen Streik! Vivantes und CFM, Charité und VSG. Lassen wir sie nicht umsonst zittern!

PEP – Die Polypanne

Seit Monaten schon soll PEP bezüglich der individuellen Leserechte aktualisiert werden. Doch seit Monaten passiert so gut wie gar nichts. Und seit dem können auch die Saldostunden von den Pfleger_innen nicht richtig nachver-folgt werden. Es ist mal wieder erstaunlich, dass wir wegen jeder Kleinigkeit immer gleich springen müssen, aber die Charité sich für unsere Belange alle Zeit der Welt lässt…

Aktion Pause!

Am 21.02.2017 forderte ver.di die Kolleg_innen bei Vivantes auf, bewusst ihre halbstündige Pause zu nehmen. Ja ganz recht. Pausen zu nehmen ist bei Vivantes und Charité nicht mehr nur ein, erkämpftes, gesetzliches Recht, sondern auch ein gewerkschaftliches Kampfmittel. Über das die Chefs zunächst wohl nur müde lächeln. Denn um unsere Pausen nehmen zu können, ohne unsere Patient_innen zu gefährden, muss die Aktion Pause mit einem Kampf, mit einem Streik für deutlich mehr Personal verbunden werden. Sowohl bei Vivantes als auch bei der Charité. PS: Die Chefs, das Management, vor allem jenes, welches direkt aus dem öffentlichen Haushalt bezahlt wird, hat die Pflicht, für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, wie die Pausenregelung, ohne Gefährdung von Patient_innen zu sorgen. Kommen die Herren und Damen dieser Pflicht nicht nach, sollten wir sie auch nicht länger als Chefs dulden.

Neuer Fahrstuhl-Service buchbar!

Dass es die Charité nicht so mit Fahrstühlen hat, können wir seit Jahren mit Leib und Seele an allen Standorten mit-erleben. Den neuesten Coup hat sie sich jedoch wieder am CCM geleistet: für das neue Bettenhochhaus funktioniert nur ein Fahrstuhlstrang für Personal und Besuch. Und ob-wohl die Fahrstühle auf Hochbetrieb laufen, gibt es lange Schlangen und Wartezeiten. Vielleicht gibt es bald einen zu buchbaren Fahrstuhl-Service der Charité – für ein paar Münzen mehr darf man dann via Speedy-Boarding ohne langes Warten mal fahren.

Wem nützt es?

Nun gibt es mal wieder große Fragezeichen, wieso die CFM-Oberen gegen die Gerichtsentscheidung über die Mitbestimmung in die nächste Instanz ziehen, obwohl die rechtlichen Aussichten nach allgemeiner Überzeugung eher bescheiden sind. Ok, auch ein schlechter Ruf verpflichtet – aber ist es wirklich nur das? Sieht es nicht viel eher so aus, dass sie alles tun, um die Offenlegung der CFM-Verträge zu verhindern? Bis heute wissen wir nicht, wie hoch die garantierten Gewinne des Konsortiums sind – oder wie viel die Charité wirklich für die Reinigung einer bestimmten Fläche oder für bestimmte Transporte an die CFM zahlt. So richtig es ist, die Vollstrecker im CFM-Vorstand anzugreifen, so wenig dürfen wir die vergessen, die an niedrigen Löhnen und miesen Arbeitsbedingungen der CFM verdienen – bei der Charité, im Konsortium von Dussmann und Co. – und letztendlich eben auch in der Po-litik. Wenn die Senatsmannschaft um Müller wirklich an der Veränderung der Situation interessiert wäre, hätten wir längst einen Tarif.

Quali-Mix-Tricks

Jauchzet, Frohlocket! Ein einjähriges Pilotprojekt ward uns eröffnet, Juchhei! „Qualifikationsmix in der stationären Pflege“ heißt das Baby. Ernsthaft – nix gegen Studien im Dienste der Wissenschaft, verbessern geht immer. Beim Lesen der verschwurbelt-nebligen Inhaltserklärungen durch die multistudierte stellvertretende Pflegedirektorin, die als Vorturnerin des Projektes engagiert wurde, erhärtet sich dann doch der naheliegende Verdacht. Wieder einmal soll die Pflege in möglichst kleinteilige Einzeltätigkeiten zerstückelt werden, die dann möglichst geringqualifizierte – weil dann besonders „kostengünstige“ – Hilfskräfte ausführen können. Also statt Forschung „im Dienste der Wissen-schaft“ doch wieder „im Dienste des Profits“.


Vitamin C vom 09.03.2017

Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 236688

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Aus den Betrieben  Aktivitäten verfolgen Charité   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29