Revolutionär Sozialistische Organisation

Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten

Donnerstag 18. Mai 2017

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Der Zugfunke - 18. Mai 2017

Scheinwelt

Was machen Manager von Regio, wenn Talente ohne WC vom Hof rollen und Wagen wochenlang verschlossen durch die Gegend fahren? Na logisch, die Leute aus der Werkstatt wieder nach Hause schicken!

Die Werkstattleute sollen sich schon mal daran gewöhnen, nur dann zur Arbeit zu kommen, wenn die Chefs meinen, es wäre Zeit, rostige Schrauben nachzuziehen. Sie sollen sich mangelhafter Pla­nung unterordnen, Dienstpläne sind nur noch Pa­pier, gearbeitet wird verstärkt nachts…

Das Management behauptet immer, dass sie die großen Lenker wären. Na, dann... Wir wollen jeden­falls die Schichten so bezahlt, wie sie im Dienstplan stehen!

Ganz schön scharf!

„Wegen einer Pause lassen wir doch keine Züge ausfallen!!!“ So einen Spruch hört man schon mal vom Regio-Lokdienst. Und das von Kollegen, die eher die ruhigeren waren und noch eine Fahrbe­rechtigung aus den Zeiten haben. Also wissen, wie belastend Schichten sein können. Für Regio wäre es super, wenn wir uns untereinan­der ohne Ende zoffen. Das wird die Ursachen aber nicht ändern. Denn die sind der Druck, der von oben kommt.

Übernahmeangebot

Wegen der akuten Personalknappheit zahlen Bah­nen einen dreistelligen Betrag, um Tfs am Ruhetag hinterm Ofen vorzuholen. Erixx zahlt 200  € + Aus­gleichsruhen + Bezahlung ab Wohnungstür + Ta­xitransfer bei Schichtbeginn und -ende in einer ab­weichenden Meldestelle. Solche Zahlungen und Freizeit sollten übernommen und zum normalen Standard werden! Wenn sich die „Privaten“ das schon leisten können…

Scheißverein

Die neuste Idee der Sparfüchse bei Regio: die Tfs sollen die Entsorgung der Fäkalien übernehmen. Wenn die lohngedumpten Reinigungsleute für Regio schon zu teuer sind, dann soll doch die Füh­rungsclique ihren A… aus den Büros bewegen und die Toiletten absaugen.

Schlau bei der S-Bahn

Die Geschäftsführung lässt bei Tablet und Arbeits­zeit nicht locker. Aber immerhin heißt es nun ausdrücklich, dass das Bedienen der Tablets außerhalb der Arbeitszeit nicht verpflichtend ist. Puhh, wir müssen nicht au­ßerhalb der Arbeitszeit arbeiten! Man muss auch nicht noch ne Runde nach Dienstschluss fahren?! Na, wir haben uns schon echte Sorgen gemacht…

Papierlos gestresst

Warum müssen wir uns auf dem Tablet eigentlich durch einen Wust von Dateien quälen? Früher ha­ben wir nicht 5 t Papier bekommen mit allen Schich­ten aller Kollegen, sondern genau die Zettel, die wir brauchten. Sollte als Datei doch wohl auch möglich sein! Aber mit Tablets wird halt geknausert – nicht nur an der Einweisung.

Apropos Weisung: Wann wir die ganzen Weisungen lesen sollen, deren Erhalt wir bestätigen müssen, verrät uns auch keiner. In den 3 Minuten zu Schichtbeginn ist das jedenfalls nicht möglich!

Protest bei der Ausbildung

Die Tf-Anwärter bei der S-Bahn haben sich ordent­lich beschwert. Drei Schichten bei dem einen Lehr­führer, dann bei einem anderen. Manchmal sind zwei Anwärter auf dem Zug. Stress für die Ausbilder und die Auszubildenden bedeutet das. Buchner hat erst kürzlich öffentlich erklärt, 20 neue Tfs würden eingestellt. Ganze 20! Holla, das ist aber eine Kriegserklärung. Liegt die Ausbildung in der Hand von Leuten, die an allen Ecken sparen, dann läuft auch die Ausbildung in entsprechendem Sparmodus.

Stalking

Mit den Transportkontrolleuren sucht die S-Bahn die Nähe zu uns. Nur, die Gesprächsthemen sind ein bisschen einseitig. So war das mit der Belastungsstudie nicht gemeint! Statt Entlastung schickt die S-Bahn belastende Transportkontrolleure. Statt mehr Kontrollen mehr fahrende Kollegen, das würde was bringen.

Zum Schrein

Als letzten Freitag die WannaCry-Cyber-Attacke tobte und die DB ganz und gar nicht davon betroffen war, ploppten auf den Terminals beim Dienste Ziehen Bettel-Mails der besonderen Art auf: 300 Dollar in Bitcoins sollten wir zahlen… So viel Geld für ein paar Runden? Weil sich die DB Sicherheitsupdates gespart hat?

Schlechte Partnerwahl

Die GDL-Spitze hat offenbar während der Schlich­tung der DB-Führung zu tief in die Augen ge­schaut... und sich verguckt. Weselsky schwärmte auf der GDL-Generalversammlung: „Wir bewegen uns verantwortungsbewusst in der Tarifpartnerschaft und gemeinsam mit den Arbeitgebern.“ Töne, die dem eingeladenen Weber und der EVG-Spitze sicher gefallen haben.

Aber wir sehen ständig, dass das Verantwortungs­bewusstsein des Bahnmanagements sicher nicht bei unseren Arbeitsbedingungen und auch nicht der Sicherheit liegt. Unsere Interessen kann man nicht mit diesen Leuten „gemeinsam“ als „Partner“ voran­bringen!


Marx
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