Revolutionär Sozialistische Organisation

Trump und Merkel: Zwei Gesichter desselben Systems

Donnerstag 1. Juni 2017

Der Kampf geht weiter!

Unsere Kolleg_innen von der CFM waren 10 Tage im Streik und leider konnte keine Mehrheit für diesen Streik gewon-nen werden. Doch der Kampf ist deswegen noch nicht vorbei! Jetzt ist es wichtig, mit unseren nicht-streikenden Kolleg_innen zu diskutieren und Fragen zu stellen. Warum sind sie nicht rausgekommen? Wofür haben wir gestreikt? Und warum lohnt es sich, mitzumachen? Was können wir unternehmen, dass es an der CFM nicht nur schlimmer wird? Viele Beispiele zeigen uns nämlich heute schon, dass auch eine 100%ige Tochter keine Garantie für gute Löhne und gerechte Arbeitsbedingungen sind. So können wir gemeinsam für jedes Problem, welches uns vom Streik abhält, eine Lösung zu finden.

Streik Brainstorm

Wir könnten zum Beispiel mit einer Solikasse durch die Charité und Berlin ziehen und so zum einen mit den Kol-leg_innen diskutieren, unseren Streik bekannter machen und den Leuten helfen, die sich streiken nicht leisten kön-nen. Und warum nicht mal unsere Kolleg_innen von CFM und Charité zu einer aktiven Frühstückspause (auch während des Streiks) einladen? Dann könnten sie so ihre Solidarität zeigen und wir hätten die Möglichkeit, zu diskutieren. Auch ist bei der Charité bald wieder Streikzeit, da der TV Gesundheitsschutz Ende Juni ausläuft. Warum also nicht dann rein zufällig am gleichen Tag in den Streik treten? Dasselbe gilt für andere Krankenhäuser und ihre Töchter, wie z.B. der VSG von Vivantes. Ein gemeinsamer Streik macht uns mindestens doppelt so stark! Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um der CFM am Ende doch das Spiel zu verderben!

„Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte“

In unserem Falle wäre der Dritte die CFM/Charité. Seit 2006 wird uns eingehämmert, dass Charité und CFM zwei getrennte Betriebe sind und dass ein gemeinsamer Kampf nicht möglich sei. Dass wir das schlucken, erfreut vor allem Einhäupel, Giebe und Maßwig. Wir arbeiten jeden Tag Seite an Seite unter dem gleichen Dach und leiden unter denselben Arbeitsbedingungen. Praktisch sind wir immer noch ein Betrieb und es wäre doch gelacht, wenn wir keinen Weg finden würden, dies auch zu beweisen!

An Müller und Co: Tarifvertrag jetzt!

Bis 2018 läuft der Vertrag mit dem CFM - Beteiligungskon-sortium Vamed, Dussmann und Hellmann noch mindes-tens. Und die drei wollen Kohle sehen, viel Kohle. Wie viel genau wissen wir nicht, der Vertrag ist ja geheim. Aber wir wissen, wer dieses Geld erarbeitet. Die CFMler! Bei Billig-löhnen und miesen Arbeitsbedingungen. Schützend stellt sich nun der rot – rot - grüne Senat vor diese Profitinteres-sen, quatscht uns voll mit Schönwetterreden anstatt mas-siven Druck auf Charité und CFM auszuüben, ab sofort Ta-rifentgelte entsprechend TV- C zu zahlen. Das der Giebe und die Masswig sich trauen, uns mit einem Schulterzu-cken am Verhandlungstisch gegenüber zu sitzen, ist wirk-lich kein Zeichen von deren Mut oder Verhandlungsge-schick, sondern von politischer Hinhalterei!

Krach im Hochhaus!

Krach und Lärm den ganzen Tag seit Wochen sorgen für Kopfschmerzen und Migräne! Denn, so ganz fertig ist das Bettenhaus halt noch immer nicht. Und die Übergänge zum Neubau auch noch nicht. Und das Gebäude der alten Ers-ten Hilfe auch noch nicht. Und die entsprechenden dorti-gen Übergänge auch noch nicht… Gut, wir hören auf mit der Aufzählung. Klar ist, worauf wir hinaus wollen: Soooo können wir nicht arbeiten!

Pharmaverbrecher!

Der Pharmamulti Aspen Holdings hat unter Beteiligung von GlaxoSmithKline AG dringend benötigte Krebsmittel aus europäischer Produktion zurückgehalten und gedroht, sie nicht auszuliefern, wenn die Behörden nicht Preissteigerungen von bis zu 4000 Prozent akzeptieren. In Spanien, Italien, Griechenland und Deutschland kam es zu Liferengpässen. Dringende Behandlungen von Krebspatienten mussten verschoben werden. Bei dem Versuch, das Produkt aus den USA zu beziehen, wurden 4000 statt üblicher 150 Euro für eine Dosis verlangt. Etliche Firmen beteiligen sich an der künstlichen Verknappung und skrupellosen Preissteigerung. Und die Politik schaut zu. Kein Wunder, fördern sie doch seit Jahrzehnten dieses System der immer steigenden Profite. Es wäre ein Leichtes, Manager solcher Verbrecherfirmen haftbar zu machen oder mit dem Entzug der Konzession zu drohen. Jeder Ladendieb wird in diesem Land härter behandelt! Doch das ist eben so ge-wollt. Es bleibt ja nur der Patient auf der Strecke.

Sie waschen ihre Hände in Unschuld…

In einem Offenen Brief verwahren sich alle Sprecher der im Dachauer Kreistag vertretenen Fraktionen und Gruppierun-gen gegen die Kritik aus Reihen der Belegschaft des He-lios-Klinikums in Dachau und attackieren den Betriebsrat. Die Pflege wirft dem Kreistag nämlich vor, das Klinikper-sonal im Stich zu lassen. In dem gemeinsamen Schreiben der Kreistagssprecher heißt es dazu: "Wir werden uns nicht durch eine unsachliche Vermischung von lokalen Herausfor-derungen und gesundheitspolitischen Grundsatzthemen für die aktuellen oder zukünftigen Tarifauseinandersetzungen instrumentalisieren lassen." So, so. Aber als es darum ging sich von der Rhönklinikums AG (vor Helios esitzer des Klinikums) dafür instrumentalisieren zu lassen, die kommu-nalen Kliniken zu privatisieren, sahen die Damen und Her-ren kein Problem darin, eindeutig Partei für den Konzern zu ergreifen. Und auch rechtlich gesehen ist der Kreistag zu-ständig für die medizinische Grundversorgung des Land-kreises. Es ist mehr als heuchlerisch, jetzt so zu tun, als hätte die Politik nichts damit zu tun.

Is was, Doc?

Was für eine Aufregung in den Medien. Eine „russisch-eurasische Pflegemafia“ hat offensichtlich gut organisiert die Krankenkassen um Milliarden Euro betrogen. Klar, das ist kriminell und eklig. Aber mal ganz nüchtern betrachtet – da, wo Gesundheit zur Ware und damit Geld verdient wird, da ist das ein Markt. Der ist offensichtlich so lukrativ, dass die einschlägigen „Geschäftsleute“ aus den Branchen Rauschgift- und Waffenhandel dann auch in den „Gesundheitsmarkt“ einsteigen. Das nennen sie im Handelsblatt „In-vestition in renditestarke Geschäftsfelder“. Preisfrage: Wo ist jetzt der Unterschied zu den legalen Ganoven in den Pharmakonzernen? Auflösung: Im Prinzip gibt es keinen, aber die Konzerne haben ihre Lobbyisten im Bundestag und den Ministerien. Die brauchen nicht gegen Gesetze zu verstoßen, die schreiben die gleich selber.



Marx
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