Revolutionär Sozialistische Organisation

Sicherheit? Für wen denn, bitte

Donnerstag 7. September 2017

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Der Zugfunke - 7. September 2017
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Vorreiter DB

Weil im Cargo-Bereich so viele Tfs fehlen, zahlt die DB an jeden, der einen Tf an sie vermittelt, 5.000 € Kopfprämie!

Tfs, die bereit sind in Würzburg und München auszuhelfen, bekommen 500€ pro Einsatzwoche oben drauf.

Wenn die Personalnot groß genug ist, wissen die DB-Chefs sehr wohl was wir brauchen und dann ist auch genug Kohle da. Also für die nächste Tarifrunde vormerken: 500 € mehr pro Woche und 5.000 € pro Jahr oben drauf. Dann klappts auch mit den Einstellungen. Und in Anbetracht bei der momentanen chaotischen Dienstplanung, dem Stress auf der Ringbahn oder permanent Regioschrott durch die Gegend zu schaukeln, wenn’s geht ohne Zub, weil der sich mit einem überbesetzten Folgetakt durchschlägt, oder dem Wahnsinn im Großraumbüro eines Callcenters… (Aufzählung unvollständig!) … so eine Forderung ist doch mehr als berechtigt!!!

Symmetrie… warum nicht jetzt?

Was beim Lesen der neuen BV Arbietszeit völlig klar ist, hat zu Streit geführt: Ab wann gilt die eigentlich und damit die Schichtsymmetrie? Solche rechtlichen Fragen kommen nur auf, weil die S-Bahn das bisschen Verbesserung bei der Schichtsymmerie nicht will. Alles muss man denen aus der Nase ziehen, um jedes kleine bisschen Entlastung muss man feilschen. Und so behauptet die Chefetage, das ganze ist erst für 2018…

Was spricht dagegen, Schichtsymmetrie jetzt standardmäßig einzuplanen? Kein Paragraf steht im Weg. Weil die Pläne geändert werden müssten? Aber sie ändern so oft die Pläne. Geld ist da, hauen sie doch jeden Monat Zehntausende raus als Prämien oder Millionen, wenn irgendwo wieder was gegen die Wand gefahren wurde. Wir lieben die Symmetrie schon jetzt! Mindestens muss die Fahrgastzeit als Arbeitszeit anerkannt werden.

Phantasiestrecken

Für Ostkreuz brauchen wir neue Streckenkenntnis. Doch diesmal hat sich die S-Bahn nicht darauf beschränkt, uns ein Video vorzuspielen. Unsere Phantasie wurde gleich mit auf die Probe gestellt. Denn man man „fährt“ nur auf Parallelgleisen und hört aus dem off Hinweise auf künftige Gleise und Signale hinter den Sandbergen. Und mit den gestressten FDL, die derzeit per Hand die Signale tippen müssen, fühlt man sich gleich ganz sicher...

Das Schweigen der Geschäftsführung

Ständig ist es ein Lotteriespiel, ob man Ostkreuz durchkommt oder nicht. Jeder Tag wird zum Abenteuer.

Und was sagt die S-Bahn-Geschäftsführung dazu? Irgendwelche Erklärungen für uns? Gibt es einen Plan? Nur Schweigen und Aussitzen! Nein, nicht ganz. Eine SMS ereilte uns. Die Chefetage versucht uns zu nötigen, endlich die Streckenkenntnis zu bestätigen. Die sind so schweigsam, weil sie damit beschäftigt sind, den Schuldigen zu finden, dem sie die Pönale in die Schuhe schieben können?

Ein Hauch der Geschichte

Erst kommt die Springerwende verspätet und nun hopp vorbei… aber erst viel später kommt der Fragebogen und keiner weiß wann. Je mehr Zeit vergeht, umso schwerer ist es, sich an die „Wendezeit“ zu erinnern. Vielleicht ist das Masche: je später die Umfrage, umso mehr hat sich schon das früher-war-alles-besser-Gefühl breit gemacht.

Geplantes Chaos

An den Arbeitsplänen hält die S-Bahn trotz der Ostkreuz-Probleme aber fest. Toller Plan, von dem man weiß, dass er nicht aufgeht. Und weil sich immer noch kein wundersames Zeitloch auftut, gehen unsere Pausen und der Feierabend drauf. Die S-Bahn spekuliert darauf, dass wir die Fahrgäste sehen, die ja auch nach Hause wollen, und dass wir irgendwie versuchen, was rauszureißen.

Eigentlich müssten doch die Arbeitsaufträge von vornherein angepasst und ein Notkonzept gebastelt werden.

Ein paar Fragen bleiben doch

Eigentlich ist die Kehre in Ostkreuz nur behelfsmäßig. Ist es nicht viel zu gefährlich, wenn wir ohne den Zug leer zu machen in die Kehre fahren? Das Streckengleis ist gleich nebenan, was ist wenn aus Versehen noch Leute drinsitzen? Warum sind keine Zugräumer vor Ort? Sind nicht Unfälle vorprogrammiert?

Für alles mögliche gibt es irgendwelche Vorschriften, es gibt Bilderchen wie man sich die Warnweste anzieht… und das hier soll normal sein?

Achtung, Checker am Südkreuz

Seit die Kameras in Südkreuz laufen, kann man nicht vermeiden, dass das System uns bei der Arbeit checkt. Der Innenminister und die Bahnpolizei sind schon ganz aufgeregt. Aber mehr Sicherheit bringt das nicht. In London sind seit Jahren an jeder Ecke Kameras, doch Attentäter, die ja Aufmerksamkeit suchen, lassen sich nicht aufhalten.

Also Leute, keine hektischen Bewegungen, sonst machen unsere Thermoskannen die Software nervös…

Papier ist geduldig – wir nicht mehr

Zwischen der GDL und der DB scheint sich eine Brieffreundschaft zu entwickeln. Darin geht es hauptsächlich um unterschiedliche Lesarten, wie der Tarifabschluss umgesetzt werden müsse. Die DB will einfach nicht wahr haben, dass der Ankündigszeitraum für den nächsten Arbeitsblock mindestens vier Werktage betragen muss.

Von den Strategen der DB ist nichts anderes zu erwarten. Nur, wie setzen wir die DB unter Druck? Sollten wir etwa mal zwischen den Zeilen streiken!

Abwickeln!

Bei Regio geht die Urlaubsplanung los und da viele sechs Tage Zusatzlaub gewählt haben, ist auch mehr Personal nötig, um den abzuwickeln. Allerdings beschleicht uns das Gefühl, dass weniger Kollegen gleichzeitig im Urlaub sein dürften und die Rechnung nicht aufgeht. Sollen wir trotz zusätzlicher Tage diese nicht an den Wunschterminen bekommen? Kriegen wir den geplanten Urlaub gar nicht und schleppen einen Berg Resturlaub mit? Regio scheint es mal wieder darauf ankommen zu lassen und wir sollten uns nicht darauf einlassen, auch nur einen Tag aus solchen Gründen zu verschenken.

Angst vor der Antwort?

Mit dem neuen Tarifvertrag darf nur noch ein Dispoanteil von 20% eingeplant werden. Da es bei Regio Blo auch reine Dispo-Fahrer gibt, sollte eine Umfrage stattfinden, wer so weiter machen möchte und wer nicht. Doch Regio zögert: weil unsere Antworten gar nicht interessieren oder sie scheuen die Konsequenzen daraus? Was sollen diese Fragen? Die höchste Planbarkeit hat für uns Priorität und basta.


Marx
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