Revolutionär Sozialistische Organisation

„Wir sind hier, wir sind laut – weil man uns die Bildung klaut!“

Sonntag 15. Juni 2008

Am Donnerstag, den 12. Juni, gingen Zehntausende SchülerInnen in über 18 Städten auf die Straße. In 10 weiteren gab es wie in Berlin kleinere Aktionen, die den Protest der SchülerInnen zum Ausdruck bringen sollten. Die Forderungen waren überall dieselben: kleinere Klassen, mehr (junge) Lehrer, Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, Bildung für alle – und zwar umsonst...

Es waren bunte und laute Proteste, denn die Schüler sorgten für auffällige Plakate und Transparente, die sie zuvor an ihren Schulen oder zu Hause gemeinsam gemalt hatten. Nach den Streiks fanden in den meisten Städten Versammlungen der SchülerInnen statt, bei denen zusammen darüber diskutiert wurde, wie es an den Schulen laufen könnte. Die SchülerInnen wollen die schlechten Bildungsbedingungen nicht länger hinnehmen und planen deswegen weitere Aktionen und Proteste für dieses und das nächste Schuljahr.

In vielen Städten sprachen sich die Schüler auch für ein Meinungs- und Demonstrationsrecht für alle aus, da in vielen Schulen die Teilnahme am Streik von vielen Schulleitungen durch Drohungen mit Sechsern, Einsperrungen und anderen Einschüchterungen verhindert wurde.

Doch auch dieses Recht müssen sich die SchülerInnen, so wie es aussieht, erst erkämpfen! Aber wenn das Kräfteverhältnis stimmt und eine breite Unterstützung von einzelnen Lehrern, Eltern und Arbeitern vorhanden ist, kann man nicht mehr so einfach unterdrückt, eingeschüchtert und überhört werden!


Marx
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