Revolutionär Sozialistische Organisation

Ein Paradies für alle!

Mittwoch 15. November 2017

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Der Zugfunke - 15. November 2017

Wegen des großen Erfolgs: Der Zirkus geht weiter

Wie sauer Bier bietet Regio nun noch bis 30.11. den „attraktiven“ 10€ Bonus, wenn wir Resturlaub und Überstunden aus 2016 (!!!) im Langzeitkonto versenken. Die haben es noch nicht kapiert: Wir tragen unsere zarte Haut heute nicht auf den Arbeitsmarkt, um dann irgendwann mit lederner Haut in der Sonne liegen zu können. Viele von uns arbeiten seit der Lehre im Schichtdienst und kommen damit auf 50 Jahre Schichtdienst - wenn wir bis 67 durchhalten müssen.

Unser Langzeitkonto sollte spätestens mit 60 so oder so voll sein! Ohne Rentenabzug! Vom Unternehmen Zukunft finanziert! Das wäre eine echte Attraktion anstatt überlanger Clownsgeschichten!

Keine Zeit für Überzeit

Aber Januar sollen die 15 Minuten Zeitzulage pro Überstunde passé sein. Es gibt nur noch Geld. Damit sollen Überstunden unattraktiver werden. So die Gewerkschaft. Aber die zusätzliche Entlastung durch Freizeit fehlt doch. Gleichzeitig wurden 80 Stunden über dem Jahressoll im Tarifvertrag ermöglicht.

Das ist großer Käse und muss sich in Zukunft unbedingt ändern! Schade, dass auf dem Wunschzettel so wenig Platz übrig ist… das müssen wir wohl wieder anders lösen.

Ein klares Weiter so!

Nun sollen die Basispläne bei Regio für ein halbes Jahr weitergeführt werden. Und das, wo es doch gar nicht gehen sollte. Also wenn es für ein halbes Jahr gehen kann, warum nicht weiter so? Also uns fällt da kein sachlicher Grund ein. Basispläne + neue Ankündigungsfristen = Anfang einer erträglichen Freizeitplanung.

Chefs lieben Autofahren

So grün war die DB-Welt schon lange nicht mehr... Das hindert die Chefetage aber nicht, die ÖPNV-Karte abschaffen zu wollen. Selbst eine Ersatzversion wie bei der S-Bahn wäre weniger wert und immer noch eine inakzeptable Lohnkürzung ! So werden wir gezwungen, noch öfter Auto zu fahren. Sehr grün.

Der größte Skandal sind aber immer noch die vielen Schichten, die mitten in der Nacht beginnen...

Grenzenlose Freiheit?

Wenn die Bettel-SMS gefühlt weniger werden, macht das skeptisch… und siehe da, man entdeckt umgebastelte Schichten, hier und da was rangehängt und so der Personalmangel bei der S-Bahn „kompensiert“? Aber so kommen ellenlange 11-Stunden-Schichten raus oder Runden drehen bis die 6 Stunden fast erreicht sind, bevor man mal runterkommt. Das geht an die Grenze des menschlich Machbaren und darüber hinaus.

Andererseits: manche haben nur fünfeinhalb Stunden. Aber den Tag versaut das auch.

Welches System steckt dahinter? Jedenfalls ein unmenschliches und ineffektives!

Erstaunliche Einsichten

„In den vergangenen Wochen hat sich nun gezeigt, wie positiv sich die Investition von etwas über einer Million Euro in eine neue Werkstatt auswirkt“, weiß die DB-Welt über Neuruppin zu berichten. Über die Schildbürgerstreiche, die zur monatelangen Verzögerung der Bauarbeiten geführt hatten, sagt sie nix. Komisch, dass die DB jetzt entdeckt, dass Werkstätten und Wartung für den Zugverkehr wichtig sind.

Wie man‘s dreht und wendet… Pause muss sein

Auf die Umfrage zur Springerwende gab es verärgerte Antworten. Kurzpausen als Ersatz für längere sind abgelehnt. Zig wissenschaftliche Studien belegen, dass kurze Erholungspausen nach spätestens 70 bis 80 Minuten Konzentration nötig sind. Das hilft gegen Müdigkeit und gegen Stress. Lange Pausen sind nötig, um richtig abzuschalten und was zu essen. Wir sind schließlich keine Maschinen. Bei Zweifeln frage deine Krankenkasse oder die Unfallversicherung.

Tarifliche Ruhen – S-Bahn möchte gebeten werden

Nach Arbeitsphase mit 120 Stunden oder mehr als 40 Stunden Arbeitszeit sind zwei Tage frei. Der Tarifvertrag ist ziemlich klar. Aber die S-Bahn bescheißt uns, frei nach dem Motto: wer sich nicht wehrt, wird von uns über den Tisch gezogen. Vor dem Arbeitsgericht gaben die S-Bahn-Aktentaschenträger freimütig zu, dass sie sich an die 120/40-Regelung nur halten, wenn sie von uns dazu aufgefordert werden. Also: sprechen wir uns ab und machen unser Recht auf Ruhezeit kollektiv geltend!

Nein zur Schließung! Verbot von Entlassungen!

Vor kurzem sickerte durch, dass Siemens Betriebe schließen und massenhaft entlassen will. Darunter das Dynamowerk in Spandau. Gleich nebenan baut Ledvance Lampen. Das Lampenwerk gehörte mal zu Osram und Siemens… Auch dort sollen hunderte entlassen werden. Heute am Mittwoch demonstrierten sie gut sichtbar und hörbar in Berlin. „Wir kämpfen für unsere Arbeitsplätze“, stand auf Transparenten.

Unruhe schaffen und zusammenhalten sind die einzigen Mittel, um die eigene Zukunft und die der Familien zu sichern.


Marx
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