Revolutionär Sozialistische Organisation

Regierungsbildung? Schöne Bescherung!

Donnerstag 14. Dezember 2017

Heepe 2023

Nein, dies ist kein neues Reformpaket der SPD… sondern Judith Heepe bleibt bis 2023 PD. Einhäupel begründet die-se Entscheidung u.a. damit, dass sie dabei hilft, „die Charité zu einem Top-Arbeitgeber in der Pflege zu entwickeln“. Komisch, dass immer mehr Pfleger_innen unter ihrer Herrschaft abdanken…

Die Verdienste der Leitung

Das alte Trio Heepe, Einhäupel und Frei haben sich allzu oft für ihre „Verdienste“ an der Charité gerühmt. Eine der Konsequenzen ihrer Politik wurde mit den Brandbriefen in der Morgenpost vom Mai und Dezember 2017 (lesen lohnt sich!) der Anästhesiebeschäftigten öffentlich – die Zustände sind unhaltbar, Patient_innen und Kolleg_innen sind gefährdet! Doch anstatt die Probleme anzupacken, wird sich das Trio wahrscheinlich „Opfer“ suchen. Geht daher nicht allein zu Personalgesprächen und seid solidarisch mit Kol-leg_innen – denn nur gemeinsam können wir etwas verändern!

Alle Jahre wieder …

Möchte Giebe spalten! Bei der letzten Betriebsversammlung der CFM ließ er durch die Blume wissen, dass z.B. die Haustechniker durchaus mehr bekommen könnten, wenn sie nicht streiken. Waren es 2011 z.B. die OP-Reinigung, die mehr bekamen, um den Streik zu schwä-chen, sucht er sich dieses Jahr andere. Aber nochmal las-sen wir uns nicht verarschen!

Oh du fröhliche, oh du gnadenbringende Streikzeit!

Letzten Freitag und Montag wurde wieder gestreikt an der CFM – für eine Lohnerhöhung, die nicht an einem TV mit drei Jahren Laufzeit gebunden ist. Am Montag waren dafür wieder ca. 150 Kolleg_innen draußen, um der CFM Druck zu machen. Die Lohnerhöhung kann nur ein erster Schritt sein. Giebe hat in der BV angekündigt, dass auch 2019 nach dem Austritt des Konsortiums die CFM wirtschaftlich bleiben muss und er vor Teilausgliederungen wahrscheinlich nicht zurück schreckt. Der Kampf ist noch nicht vorbei! Warum nicht Charité, Vivantes und die VSG mit ins Boot holen – gekämpft wird schließlich überall. Wir alle arbeiten in Krankenhäusern und haben dieselben bescheidenen Arbeitsbedingungen.

Vorsicht, Gesetzesbrecher unterwegs!

Nach Hinweisen von verdi hat die zuständige Aufsichtsbehörde LaGetSi wegen des Verdachtes auf Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz im Charité OP Mitte Ermittlungen aufgenommen. Dabei geht es vor allem um die Nichtgewährung von Pausen. Also, Herr Kommissar – wenn sie schon Mal am Ermitteln sind, sollten sie doch auch in vie-len anderen Abteilungen vorbeischauen – die Spur des Gesetzesbruchs endet nicht im OP…

Papstzitat zur Weihnacht

Seine Heiligkeit Franziskus fällt ja immer mal wieder auf – und manches klingt bei näherer Betrachtung gar nicht mal so blöd. Meinte er doch neulich, katholische Krankenhäuser dürften nicht nur nach „Kosten-Nutzen-Kriterien“ urteilen sondern hätten einen Heilungsauftrag. Wacker gepredigt – ja, wir sind uns sogar sicher, dass gilt für alle Krankenhäuser, ob katholisch oder nicht – wenn das die Chefs nur mal begreifen würden, Himmelherrgottsakrament!

Was die Uhr geschlagen hat?

Vor unserer Haustür am Hochhaus in Mitte hängt nun eine ganz besondere Scheibe. Gülden. Und angeblich soll es sich um eine Uhr handeln. Doch leider haben wir noch niemanden getroffen, der an ihr die Uhrzeit ablesen kann. Vielleicht fehlt die Sonne, aber vielleicht ist es auch die Art der Charité uns unsere Pausen vergessen zu machen. Das lässt sie sich dann auch gerne ne schlappe halbe Million kosten.

Geschenkt

Die CFM Geschäftsführung beglückt die Kolleg_innen auf den Stationen mit Lebkuchen und Schlüsselfinder. Alle sind ganz verzückt. Doch die CFMler müssen sich über eine Weihnachtsfeier freuen. Denn da bleiben sich Maßwig und Giebe weiter treu: Geschenkt wird an der CFM nichts. Auch kein Tarifvertrag! Darum werden wir auch nach dem Weihnachtsfest gar nicht artig sein und weiter für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen kämpfen. Bei Bedarf auch mit der Rute Streik.

Plötzlich schwanger

sollen gleich mehrere Assistenzärzt_innen am CBF sein. Und der arme Herr Frei ist ganz zerknirscht. Denn nun kann die Charité für den Süden von Berlin keine Kinderrettungsstelle mehr zur Verfügung stellen, damit aber auch den vom Land Berlin zugewiesenen Versorgungsauftrag nicht mehr erfüllen. Herr Frei erfüllt also nicht die mit ihm vereinbarten Aufgaben als Ärztlicher Direktor. Doch anders als einfache Angestellte wird er wohl keine Konsequenz tragen müssen. Denn das konnte er nun wirklich nicht ahnen, dass auch junge Ärzt_innen nicht nur gelegentlich krank werden, sondern vielleicht auch Familienplanung be-treiben. Und so hat er einfach nicht vorgesorgt. Wäre ja auch schädlich für die Schwarze Null.

Alpträume an der Charité

Man muss sicher sehr viiiiiel Verständnis für Kinder haben oder zu lange an Charity-Veranstaltungen teilgenommen haben, um auf diese Idee zu kommen. Ein Haufen Weihnachtsmänner seilt sich entlang der Kinderstationen ab, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Die Unternehmenskommunikation war begeistert, die Kids wohl eher geschockt. Die Quasary GmbH hat es wohl gut gemeint, die CFM war ahnungslos, aber die Centrumsleitung hätte die Kleinen vor diesem Schrecken bewahren können. Aber wie so oft ist nur der schöne Schein wichtig. Im CC 17 genauso wie in der Rest-Charité.

Mal wieder nichts zu Weihnachten…?

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben! Nur wer hat, kriegt noch geschenkt. Mutter schenkte euch das Leben. Das genügt, wenn man’s bedenkt. Einmal kommt auch eure Zeit. Morgen ist’s noch nicht soweit.“ Erich Kästner

In diesem Sinne wünschen wir euch ein frohes Fest, ruhige Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Vitamin C vom 14.12.2017

Marx
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