Revolutionär Sozialistische Organisation

Streikende Kassiererin entlassen

Donnerstag 4. September 2008

Eine Methode macht Schule: Kämpferische KollegInnen werden gefeuert wegen des Verdachts, eine Straftat begangen zu haben... ein Stück Kuchen ohne Erlaubnis gegessen oder zwei Pfandbons in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben! Letzteres ist der Vorwurf gegen eine Kaiser´s-Kassiererin. Emmely, so ihr Spitzname, nahm am Streik im Einzelhandel in Berlin teil, als Einzige in ihrem Supermarkt. Die anderen KollegInnen haben den Druck durch die Filialleitung nicht ausgehalten. Prompt wurde ihr gekündigt wegen des Verdachts, Kaiser´s um 1,30 € betrogen zu haben. Wegen eines Verdachts! Wegen 1,30 €! Beim Arbeitsgericht ist Kaiser´s damit durchgekommen.

Dieser Skandal ist kein Einzelfall. Seit Jahren nutzen Unternehmen die Konstruktion einer Verdachtskündigung, um streikende KollegInnen oder kämpferische Betriebsräte loszuwerden. Es werden Fehler ausgenutzt, die jedem passieren können, oder Fallen gestellt. Die Gerichte haben sie dabei meistens auf ihrer Seite.

Wenn einzelne kämpferische KollegInnen herausgepickt und mit fadenscheinigen Argumenten gekündigt werden, dann ist das ein Angriff gegen alle Arbeitenden. Emmely ist in ihrem Supermarkt alleine geblieben. Je mehr Beschäftigte sich zusammenschließen, umso schwieriger wird es jedoch für die Unternehmen, Einzelnen zu kündigen. Emmely´s Fall ist bekannt geworden, weil eine breite Solidaritätskampagne gestartet wurde. Sie und alle kämpferischen KollegInnen brauchen unsere Solidarität!


Marx
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