Revolutionär Sozialistische Organisation

Schulstreiks in Italien: Bildungskürzung – No grazie!

Montag 10. November 2008

In Italien will Ministerpräsident Berlusconi 8 Mrd. Euro bei der Bildung einsparen und dafür bis zu 140.000 Arbeitsplätze abbauen. Eng verbunden mit dem finanziellen ist auch ein bildungspolitischer Aspekt: Der Abbau von bis zu 80.000 GrundschullehrerInnen soll dadurch erreicht werden, dass nur noch ein Lehrer pro Klasse alle Fächer unterrichten soll. Auch Unis sind betroffen. So sollen Hochschulen in Stiftungen unter privater Leitung umgewandelt werden können.

Gegen die Reform finden täglich Streiks an Schulen und Unis statt. Lehrer und Uniangestellte demonstrieren gemeinsam mit SchülerInnen, Studierenden und Eltern. An den landesweiten Demonstrationen beteiligen sich Hunderttausende. Die Konfrontation kann aber noch deutlich schärfer werden: Während die Gewerkschaften für den 14. 11. erneut zur Demonstration nach Rom rufen… setzt Berlusconi die Prostestierenden mit Terroristen gleich und kündigt an, besetzte Schulen mit dem Knüppel räumen zu lassen.


Marx
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