Revolutionär Sozialistische Organisation

Die Armut wächst

Sonnabend 10. Januar 2009

Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre hat vor allem den Reichen genutzt. Die deutsche Wirtschaft wuchs durchschnittlich um 2,7 %. Die Unternehmergewinne und die Aktienkurse stiegen rasant, während die Reallöhne weiter sanken – in den letzten 8 Jahren durchschnittlich um 0,8 %. Im Niedriglohnsektor, in dem bereits 22 % aller Beschäftigten arbeiten, fielen die Reallöhne sogar um 14 %. Immer mehr Menschen benötigen trotz Arbeit staatliche Unterstützung. 52 % aller ALG-I- und II-Empfänger besitzen eine Arbeit. Das sind über 3 Millionen Menschen. Mittlerweile nutzen über eine Million Menschen regelmäßig die Tafel.

Im Jahr 2009 wird die Krise voll zuschlagen. Schon jetzt wurden viele Leiharbeiter entlassen und Beschäftigte auf Kurzarbeit gesetzt, aber es soll noch schlimmer kommen. Laut Prognosen werden über 800.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Bundesregierung weiß darauf eine Antwort, sie lässt einfach die Arbeitslosenstatistik ändern. Alle Arbeitslosen, die bei privaten Vermittlern sind, werden aus der Statistik genommen, das betrifft etwa 300.000 Menschen. Wir brauchen nicht erwarten, dass der Staat uns hilft: Es wird kein Rettungspaket für Arbeitslose, LeiharbeiterInnen oder Geringverdiener geben.


Marx
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