Revolutionär Sozialistische Organisation

Daimler: Keine Zugeständnisse! Die Autoarbeiter haben nichts zu verschenken!

Dienstag 14. April 2009

„Für gute Leistungen wollen wir auch ein entsprechendes Gehalt zahlen“, verteidigte Daimler-Chef Zetsche die Vorstandsgehälter und bedauerte, dass es für 2008 „nur“ 16,6 Mio. € waren. 400 Mio. € Dividende erhielten Aktionäre, deren „Leistung“ darin bestand... die Hand aufzuhalten. 500 Mio. € wurden in der Formel 1 verpulvert.

Die Leistung der 167.000 Beschäftigten will Zetsche mit Kürzung von 2 Mrd. € honorieren. Die Tariflohnerhöhung von 2,1% und Bonus von 1.900 € sollen verschoben, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen werden. Bei Kurzarbeit soll weniger gezahlt und die Wochenarbeitszeit soll auf 30 Stunden gesenkt werden mit Lohnkürzung von mindestens 14%. Dies ist nicht der erste Versuch, mit der Angst vor Entlassung Zugeständnisse zu erpressen. Doch 2004 haben tausende Daimler-Arbeiter dagegen mobil gemacht. Einige Hundert aus dem Mettinger-Werk blockierten die Autobahn. 2007 wehrten sich Berliner Daimler-Arbeiter über Wochen gegen Verschlechterungen bei Eingruppierung und Lohn. Streiks und Proteste sind wieder nötig gegen den drastischen Angriff der Bosse.

Viele Betriebsräte und die Gewerkschaftsspitze suchen lieber den schnellen Kompromiss. Aber viele ArbeiterInnen sind nicht mehr bereit zu verzichten. Sie haben sich in mehreren Werken zusammengeschlossen. Statt Zugeständnisse wollen sie kämpfen um jeden Arbeitsplatz und 30 Stunden für alle bei vollem Lohn! Am 22. April wollen Daimler-Arbeiter in Berlin-Marienfelde den Anfang machen mit Versammlungen vor den Werkstoren und damit den ersten Schritt, um die Pläne der Bosse zu durchkreuzen.


Marx
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