Revolutionär Sozialistische Organisation

Widerstand – die einzige Sprache, die die Unternehmen verstehn!

Dienstag 14. April 2009

In vielen Ländern der Welt flammen Proteste und Streiks auf, weil ArbeiterInnen die Krise nicht ausbaden oder ihre Arbeitsbedingungen verbessern wollen.

In Großbritannien sind die ArbeiterInnen von drei Visteon-Werken seit dem 1. April im Streik. Der Ford-Autozulieferer hatte den Arbeitern in einer 6-minütigen Versammlung mitgeteilt, dass 565 von 610 ArbeiterInnen entlassen seien. Abfindungen gäbe es keine. Das wollten sich die ArbeiterInnen aber nicht gefallen lassen und besetzten ihre Werke. In Enfield (Irland) dauerte die Besetzung sogar bis zum 9. April. Am 11. April besetzten sie das Autohaus von Ford, um das Unternehmen weiter unter Druck zu setzen. Der Streik geht weiter. Auch in Belfast und Basildon (bei London) machen die ArbeiterInnen weiter und blockieren die Tore, um den Abtransport der Maschinen zu verhindern.

Und selbst in Deutschland wollen sich nicht alle ArbeiterInnen alles sang- und klanglos gefallen lassen. Bei VW in Hannover sollten 213 LeiharbeiterInnen vor die Tür gesetzt werden. Betriebsrat und IG Metall akzeptierten das Treiben von VW. Aber die Leiharbeiter nahmen ihren Kampf in die eigene Hand und protestierten öffentlich. 7 von ihnen machten vom 27. März bis 7. April einen Hungerstreik. Ein Großteil der Leiharbeiter erhielt nun verlängerte Verträge, für die restlichen muss der Kampf weiter gehen.

Am 19. März streikten und demonstrierten in Frankreich 3 Mio. Menschen. Aber ein Generalstreik ist nicht die einzige Sorge der Manager und Aktionäre. Seit Wochen müssen sie auch damit rechnen, nach der Ankündigung von Entlassungen von wütenden Streikenden gekidnappt und in ihren Büros stundenlang (oder gar die Nacht) festgehalten zu werden.

Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol protestierten drei Monate lang die Reinigungskräfte. An vier Tagen streikten ArbeiterInnen aus sechs verschiedenen Firmen gemeinsam... und gewannen! Sie erhalten endlich saubere Pausenräume, die Erlaubnis für Gewerkschaftsarbeit auf dem Flughafengelände, einen Bonus von 50 € und für alle Reinigungskräfte der Niederlande 0,5% des Jahreseinkommens als Bonus. Dies zeigt: kämpfen lohnt sich! Oder anders ausgedrückt: „Hör auf zu glauben, dass es reicht, nur Mitglied der Gewerkschaft zu sein. No way: Organisier eine Mehrheit deiner Kollegen und sei aktiv!“ (J. Lock – Reinigungskraft in Schiphol).


Marx
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