Revolutionär Sozialistische Organisation

Deutsche Bahn: Neuer Chef - gleicher Kurs

Dienstag 14. April 2009

Mehdorn ist weg und einige Bahner geraten bei diesem Gedanken beinahe in Feierlaune. Der Einpeitscher für den Börsengang der Bahn, ihr Erzfeind aus dem Streik, muss seinen Hut nehmen. Andere meinen, es wird sich nichts ändern, sie haben viele Chefs gehabt, besser ist es nie geworden. Damit könnten sie sehr recht haben.

Wie wird es unter Grube weiter gehen? Grube wird zunächst einmal die Datenaffäre minimal aufklären, um die restlichen Verantwortlichen zu schützen. Bei seinem Job wird dann vermutlich auch zutage treten, dass es dem Konzern angeblich nicht so gut geht, wie es die 1,74 Mrd. Euro Gewinn vermuten lassen. Von den Beschäftigten wird er dann erwarten, dass sie erneut den Gürtel enger schnallen, um den Karren noch flotter zu bekommen.

Wer ist dieser Grube eigentlich? Grube ist im Übrigen ein guter Bekannter von Mehdorn und arbeitete mit ihm Anfang der 90er Jahren bei Airbus und später bei DASA (Daimler) eng zusammen. Bei Daimler hat Grube sich seit 2001 im Vorstand als Strippenzieher und Stratege im Hintergrund bei der Übernahme und dem Verkauf von Chrysler verdient gemacht. „Er tat, was wir von ihm erwarteten, effektiv und lautlos“, sagte der damalige Daimler-Chef Schrempp. Mehr als 20.000 Menschen verloren in Deutschland bei Daimler seit 2001 ihre Arbeit. Wie viele BahnerInnen werden unter seiner Führung wohl ihren Job verlieren?


Marx
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