Revolutionär Sozialistische Organisation

1,2 Millionen ArbeiterInnen in Kurzarbeit – Entlassungen werden vorbereitet

Sonnabend 13. Juni 2009

Der neueste Bericht der Agentur für Arbeit meldet für März 1,2 Millionen in Kurzarbeit. Tendenz steigend. Der Arbeitsausfall pro Beschäftigten beträgt durchschnittlich 34,5%. Die Agentur für Arbeit zahlt etwa zwei Drittel des Lohnausfalls. Die Lohneinbußen können je nach Arbeitsplatz und Kurzarbeitsmodell sehr unterschiedlich sein. Für viele sind sie auf die Dauer über der Schmerzgrenze.

Siemens hat etwa 20.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. So spart der Konzern jeden Monat viele Millionen. Übrigens rechnet Siemens für das Geschäftsjahr 2009 trotz Krise mit einem Gewinn von 6,5 Milliarden Euro! So machen Konzerne in der Krise Gewinn und lassen den Staat die Löhne zahlen. Der Chor aus Regierung, Unternehmen und Gewerkschaftsführungen lobt die Kurzarbeit. Sie sei ein System, das Arbeitslosigkeit verhindere, weil die Unternehmen dadurch nicht entlassen müssten. Aber Konzerne wie Siemens müssen niemanden entlassen... sie wollen!!!

In vielen Betrieben und an vielen Standorten wird in der Zeit der Kurzarbeit die Arbeit umorganisiert, um mit weniger Beschäftigten mehr produzieren zu können. So weiß das Management genau, wo wie viele Kollegen überflüssig sind oder werden. Oft werden die Beschäftigten durch Gerüchte, einzelne Kündigungen oder anderen miesen Tricks gezielt eingeschüchtert. Und das Siemens-Management wiederholt immer wieder: „Keine Entlassungen in 2009“... Das ist ein Angriff! Die Kurzarbeit wird von den Konzernen dazu benutzt, um in aller Ruhe neue Entlassungswellen vorzubereiten.


Marx
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