Revolutionär Sozialistische Organisation

Wer aber trägt das Risiko?

Montag 14. September 2009

Mitte Juli stürzte in Falkensee bei Berlin das Dach einer REWE-Supermarktfiliale in sich zusammen. Das Gebäude war gerade mal sechs Jahre alt (!). Man kann von Glück sagen, dass es 22 Uhr 20 war und der Laden schon geschlossen.

Die neuen Supermarktgebäude werden oft in „Leichtbauweise“ gebaut und sind bekannt dafür, nicht sehr stabil zu sein und keine ausreichenden Sicherheitsreserven zu haben. Der Einsturz war daher keineswegs ein Ausnahmefall, wie REWE behauptet. Erst im Februar 2006 stürzte im oberbayrischen Töging am Inn ein fünf Jahre alter Netto-Markt ein. Dass bei Baufirmen, die oft unter Zeit- und Finanzdruck Gebäude für die großen Einzelhandelsketten wie REWE, Aldi, etc. bauen, Sicherheit nicht groß geschrieben wird, verwundert niemanden. Doch die Mängel werden immer weniger von den staatlichen Bauämtern entdeckt. Die Ursache dafür ist natürlich – wie bei allen Problemen des Öffentlichen Dienstes – der Stellenabbau und damit die mangelnden Kontrollen. Es ist wie mit den Fleischskandalen – nur ein Bruchteil der Verstöße gegen lebens- und gesundheitswichtige Vorschriften kann überhaupt aufgedeckt werden, weil systematisch Kontrolleure fehlen. Auf diese Weise werden wir zum Teil lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt, nur weil in den Augen von Regierungen und UnternehmerInnen Einsparungen und Profit wichtiger sind als unser Leben.


Marx
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