Revolutionär Sozialistische Organisation

Neues S-Bahn-Chaos wird für Monate bleiben: Gegen Gewinnstreben auf der Schiene!

Montag 4. Januar 2010

Kürzere und seltenere Züge werden auch in den nächsten Monaten Berliner Alltag sein. Im Moment sind nicht einmal 60% der S-Bahn-Wagen unterwegs, viele Weichen, Motoren und Heizungen ausgefallen. Daran ist nicht der Winter Schuld, sondern die Einsparungen bei der Wartung und bei der Sicherheit der Züge. Über ein Viertel aller Stellen bei der S-Bahn wurden in den letzten fünf Jahren abgebaut!

Vor einigen Tagen haben Manager die Wiedereröffnung drei Jahren aus Spargründen geschlossenen Werkstatt in Friedrichsfelde angekündigt. Warum erst jetzt, über ein halbes Jahr nach Beginn des ersten S-Bahn-Chaos? Werden da die nötigen festen Stellen geschaffen? Dem Management ist nicht zu trauen. Denn gleichzeitig treiben sie die Gewinnmaximierung bei der S-Bahn voran – mindestens 14% Rendite sind es jedes Jahr. Die Beschäftigten werden sich in Zukunft gegen Verschlechterungen und weiteren Stellenabbau wehren müssen.

Verschiedene PolitikerInnen nutzen das S-Bahn-Chaos aus, um die Konkurrenz auf der Schiene voranzutreiben. Das ist gemeint, wenn der Berliner Senat das S-Bahn-System zur Ausschreibung stellen will. Dann könnten auch andere Investoren einsteigen – mit entsprechenden Gewinnerwartungen.

Was nötig ist, ist ein öffentlicher Nahverkehr in öffentlicher Hand ohne Gewinnstreben. Dafür hat sich das Aktionsbündnis Nahverkehr gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Fahrgäste und Beschäftigte zusammenzubringen und gegen das Kaputtsparen der S-Bahn zu mobilisieren. Das Bündnis braucht viele Kräfte – bringen Sie sich ein! Die Treffen sind freitags um 18:00 Uhr. Nächstes Treffen und weitere Infos gibt es bei buendnis@gmx.net


Marx
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