Revolutionär Sozialistische Organisation

Verdi und IG Metall verhandeln Lohnsenkungen

Montag 15. Februar 2010

In diesen Tagen laufen drei Tarifverhandlungen. Erstens verhandelt die IG-Metall vorzeitig für Millionen Metaller. Zweitens verhandelt Verdi für die etwa 100.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes. Und drittens verhandelt die Berliner Verdi für alle Beschäftigten im Berliner ÖD.

Die Gewerkschaftsführungen setzen auf Lohnverzicht. So ist die IGM das erste Mal in ihrer Geschichte ohne jede Forderung in die Verhandlungen gegangen! Angeblich stehe der Erhalt von Arbeitsplätzen im Vordergrund. Bei den Bundesweiten Verhandlungen von Verdi versteckt sich der Verzicht hinter einer Formel von „5 % mehr Gesamtvolumen“.

Wegen leerer Kassen werden in den nächsten Monaten auf alle Menschen Gebührenerhöhungen zukommen, z. B. für Kitas, Müllabfuhr und anderes. Auch mit Steuererhöhungen ist zu rechnen für die Zeit nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Mehr Geld ist also nötig!

Bringt der Lohnverzicht denn Sicherheit? Solche Arbeitsplatz-Sicherheits- Abkommen sind nichts wert. Sie wurden schon immer durch schleichenden Stellenabbau oder Auslagerung unterlaufen. Die Gewerkschaftsführungen haben meist zugeguckt! So werden auch in diesen Verhandlungen die Arbeitgeber die Gewinner sein: Die Löhne fallen, und Stellen können sie immer noch abbauen.

Am 9. Februar wurde die Berliner Verhandlungsführerin von Verdi von etwa 2.000 versammelten Warnstreikenden für das miserable vorläufige Verhandlungsergebnis lautstark ausgebuht …


Marx
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