Revolutionär Sozialistische Organisation

Das Trauerspiel von Afghanistan

Dienstag 16. März 2010

US-Präsident Obama will seine Truppen aus Afghanistan abziehen, sagt er. Also schickt er erst einmal zusätzliche Soldaten. Eine Logik, der sich auch unsere deutschen Krieger nicht verschließen können – Ende Februar wurde das deutsche Kontingent um 850 aufgestockt. Seit Ende 2001 versuchen westliche Militärs, dem Land mit Bomben und Granaten „Aufbau und Demokratie“ zu bringen. Das Ergebnis ist entsprechend – Tausende getöteter Zivilisten, Trümmer und Zerfall. Und wie in den Heimatländern der NATO-Krieger sind es die kleinen Leute, die Arbeitenden, die die Zeche für die Profit- und Machtgier der Herrschenden zahlen. Doch keines der Probleme ist militärisch lösbar – das haben gerade in dieser Region immer wieder die Großmächte erfahren müssen.

Vor 150 Jahren schrieb Fontane über das Scheitern des britischen Afghanistan-Abenteuers:

“Die hören sollen, sie hören nicht mehr, vernichtet ist das ganze Heer, Mit dreizehntausend der Zug begann, E i n e r kam heim aus Afghanistan…“


Marx
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