Revolutionär Sozialistische Organisation

So wird die griechische Arbeiterklasse ausgeplündert!

Montag 17. Mai 2010

Um Finanzhilfen zu erhalten, wurden den griechischen Arbeitenden Daumenschrauben angelegt. Bis 2013 soll das Land 30 Mrd. Euro sparen.

Hierfür werden die Gehälter im Öffentlichen Dienst insgesamt zwischen 20 und 30 % gekürzt. 200.000 Beschäftigte sollen in nächster Zeit ihre Arbeit verlieren. Der Kündigungsschutz wird gelockert, so dass nun mehr als 2 % der Beschäftigten einer Firma pro Monat entlassen werden können. Noch dazu sollen Abfindungen sowie die Mindestlöhne für junge ArbeiterInnen und neu eingestellte Langzeitarbeitslose abgesenkt werden. Die Mehrwertsteuer wurde seit Anfang des Jahres von 19 nun auf 23 % und die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Kraftstoff bereits dreimal in diesem Jahr angehoben – beim letzten Mal allein um 10 %. Alles kein Problem – wenn es nach den Lügen der deutschen Presse und Politik geht, denn die Griechen hätten ja jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt.

In Wahrheit sieht das Leben der griechischen ArbeiterInnen alles andere als rosig aus. 25 % aller Arbeitenden unter 24 Jahren sind arbeitslos. Die übrigen Griechen schuften im Durchschnitt 42 Stunden/Woche und machen noch dazu oft unbezahlte Überstunden. Dafür verdienen sie im privaten Sektor gerade mal durchschnittlich 800 Euro, die Renten liegen im Schnitt bei 750 Euro. Doch die Preise sind so hoch wie in Deutschland.

Während die deutsche Regierung sich auch noch gönnerhaft als Retter Griechenlands hinstellt, werden mit den bewilligten Milliardenhilfen nicht „die Griechen“ gerettet. Griechenland schuldet nämlich allein deutschen Banken und Versicherungen 45 Mrd. Euro, die nun brav mit den Geldern zurück gezahlt werden. Damit nicht genug. Die Kredite fließen auch noch direkt in Rüstungsprojekte. Und bei wem wird die Rüstung gekauft? Bingo, bei Deutschland und Frankreich. Die Regierungen dieser Länder hatten ihre Kreditzusagen nämlich an Rüstungskäufe gekoppelt. Und so werden jetzt U-Boote, mehrere EADS-Flieger (100 Mio. Euro/ Stück), Helikopter (im Wert von 400 Mio. Euro) und Fregatten (im Wert von 2,5 Mrd. Euro) in Berlin oder Paris gekauft. So sind die Gewinner bei der großen „Rettungsaktion“ allein die Spezialisten im Verzocken und Töten von Existenzen.


Marx
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