Revolutionär Sozialistische Organisation

Auf die Plätze, fertig… Shopping!

Montag 17. Mai 2010

Die privaten Klinikbetreiber Asklepios, Rhön, Helios und Sana stehen in den Startlöchern. In Zeiten der Krise und der leergefegten Kassen der Kommunen beginnt für sie das große Absahnen. Allein nach der letzten Rezession wurden von Mitte 2004 bis Anfang 2006 rund 50 Krankenhäuser verkauft. Der Rhönkonzern konnte damals fast 20 Krankenhäuser für 960 Mio. Euro übernehmen. Das sind im Durchschnitt 48 Mio. Euro für eine Klinik! Und die Zeichen stehen gut, dass die Privaten dieses Mal noch günstiger einkaufen können. Prognosen schätzen, dass 2010 rund ein Drittel aller öffentlichen Krankenhäuser rote Zahlen schreiben werden.

Die Unikliniken in Kiel und Lübeck sollen im Shopping-Marathon den Anfang machen. Dort wurden anfänglich (wie übrigens an der Berliner Charité auch) Bereiche wie IT und Service „ausgegliedert“. Gelder für Investitionen und Sanierungen wurden nicht bewilligt. Die Krankenhäuser verfallen auf diese Weise so lange, bis der Verkauf als die einzige Lösung erscheint. Danach kann man dann überall dasselbe beobachten: Die Bettenanzahl und Fallzahlen steigen, der Personalschlüssel samt Pflegequalität sinkt. So erreichen die privaten Betreiber eine satte Rendite von 10 bis 12 %! In Zahlen machte das 2009 für die Rhön Klinikum AG 283 Mio. Gewinn.

Der Verkauf der Kliniken ist keine Lösung! Weder für die Beschäftigten, noch für die Patienten! Wir müssen mit Kämpfen und Protesten dafür sorgen, dass die nötigen Gelder bereitgestellt werden, anstatt sie den Banken hinterher zu schmeißen. Lassen wir uns nicht weiter kaputt sparen!


Marx
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