Revolutionär Sozialistische Organisation

Hilfskonvoi angegriffen: Israels Regierung setzt weiter auf Provokation

Montag 21. Juni 2010

Am 31. Mai hat das israelische Militär einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen geentert. Dabei wurden neun Menschen getötet und über vierzig verletzt. Das war kein Unfall, sondern Teil des Spiels aus Gewalt und Provokation, welches die verschiedenen israelischen Regierungen schon lange mit den Palästinensern spielen.

Seit drei Jahren ist die Grenze zu Gaza von Israel abgeriegelt. 1,5 Millionen Menschen leben hier, die große Mehrheit in Armut. 70% sind nicht in der Lage, ihren täglichen Nahrungsmittelbedarf ohne zusätzliche Hilfe zu decken.

Die Situation hat sich verschlechtert seit dem letzten Krieg, den der israelische Staat im Winter 2008/2009 gegen Gaza geführt hat. Etwa 1.400 Zivilisten starben, mehr als 50.000 wurden obdachlos, die Infrastruktur wurde weitgehend zerstört. Es hieß, dass man die Palästinenser erziehen müsse, bis sie es nicht mehr dulden würden, dass die religiösen Extremisten der Hamas- Führung Raketen auf israelisches Gebiet schießen.

Der Krieg und die Aktion gegen den Hilfskonvoi zeigen: Es geht nicht um Frieden, sondern um militärische Beherrschung. Aber das bringt immer nur neue Gewalt und neue Radikalisierung auf beiden Seiten!

Weder Israelis noch Palästinenser dürfen sich noch länger durch ihre Führungen gegeneinander aufbringen lassen. Sie müssen erkennen, dass ihre Führungen aus herrschende Klasse Israels und palästinensischen Extremisten diesen Konflikt benutzen – und ihn regelmäßig für ihre eigenen Interessen schüren.


Marx
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