Revolutionär Sozialistische Organisation

Ob E.ON oder Vattenfall – am Ende gibt‘s ‘nen lauten Knall.

Sonntag 29. August 2010

In Deutschland sind noch 17 AKWs in Betrieb und wenn es nach Eon, RWE, EnBW und Vattenfall ginge, würde das auch noch bis in alle Ewigkeit so bleiben. Mal abgesehen von den bekannten Problemen der Entsorgung des Atommülls, der mangelnden Sicherheit der AKWs und dem Geheimnis darum, woher das Uran kommt und unter welchen Arbeits- und Umweltbedingungen es abgebaut wird, ist Atomstrom in Deutschland absolut unnötig.

Selbst das unseriöse Gutachten der Bundesregierung, das von vorneherein beweisen sollte, dass längere Laufzeiten klimaschonender wären als der Ausstieg, beweist, dass der Verzicht auf AKW-Strom keine Versorgungsunsicherheit bedeuten würde. Denn Deutschland bezieht den größten Teil seines Stromes eh aus dem europäischen Ausland, wie z. B. Norwegen, Schweden, Österreich, etc. Wenn die 11,5% des Stromes, die heute noch von deutschen AKWs geliefert werden, vom Markt genommen würden, dann könnten auch endlich die Windparks Norddeutschlands voll zum Zuge kommen. Denn in Wahrheit haben wir eine Stromüberproduktion und oft müssen die Windräder abgeschaltet werden, weil Deutschland mehr Strom produziert als es verbraucht und es einfacher ist die flexibleren erneuerbaren Energien vom Netz zu nehmen. Die Regierung versucht die Gewinne der Atomlobby mit ihrem Gutachten zu schützen und dennoch lief letztere in den letzten Wochen Sturm. Denn die Regierung wagte doch tatsächlich darüber nachzudenken, eine „Brennelementesteuer“ einzuführen. Damit sollten von 2011 bis 2014 jährlich 2,3 Mrd. Euro in die Staatskasse gespült werden. Peanuts, wenn man bedenkt, dass allein RWE im ersten Halbjahr 2010 den Betriebsgewinn um 21,4 % auf rund fünf Mrd. Euro steigern konnte.

Doch jetzt spricht die Bundesregierung nur noch von freiwilligen Investitionen der Industrie. Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen zu Investitionen in Ökostrom? Lächerlich. Der Atomlobby geht es darum die AKWs so lange wie möglich zu betreiben und darüber hinaus ihre Technologien mit Gewinn in andere Länder zu exportieren. Investitionen in modernere Technologien schaden doch nur den Konzerngewinnen!


Marx
Startseite | Kontakt | Sitemap | Redaktion | Statistiken | Besuche: 236001

Aktivitäten verfolgen de  Aktivitäten verfolgen Archiv unserer Zeitung  Aktivitäten verfolgen Nr. 42 - September 2010   ?

Realisiert mit SPIP 2.1.29