Revolutionär Sozialistische Organisation

Vom Stalinismus zum Versuchsfeld der "Marktwirtschaft"

Montag 11. Oktober 2010

Vor 20 Jahren ist die morsche DDR von einer Massenbewegung zum Einsturz gebracht worden. Seitdem ist Ostdeutschland zum Niedriglohnsektor und Experimentierfeld der deutschen Kapitalisten geworden. Natürlich ein Grund zur Freude, die sich in verlogenen „Einheitsfeiern“ ausdrückt.

Denn von einheitlichen Lebensund Arbeitsbedingungen sind wir weit entfernt. Die Industrie der DDR wurde in den Jahren nach der Wiedervereinigung größtenteils zerschlagen. Seitdem ist die Massenarbeitslosigkeit im Osten zu Hause, heute z. B. 18% in Meckpomm. Arbeitslosigkeit hält die Löhne unten, deshalb wissen die Kapitalisten sie so zu schätzen. So konnten sie in Sachen niedriger Löhne und hohem Leiharbeitsanteil neue Wege gehen.

Viele Ostdeutsche fühlen sich auch 20 Jahre nach der Einheit noch nicht als gleichberechtigte Bundesbürger. Aber es gibt ein Mittel, das hilft: Eine Quelle für echtes Zusammengehörigkeitsgefühl ist der gemeinsame Kampf: gegen Rente mit 70, Hartz IV, fallende Löhne und Arbeitslosigkeit. Wie wär’s?


Marx
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